Ein Halterner Verein hat jetzt Gewissheit, wer in der kommenden Saison auf der Trainerbank sitzt: Beide Trainer bleiben dem Kreisligisten erhalten. © dpa
Fußball

Beide Trainer bleiben: Ecker und Kownatka haben Lavesum ihre Zusage gegeben

Noch nicht viele Vereine konnten bislang offiziell verkünden, wer in der kommenden Saison auf der Trainerbank sitzt. Einer meldet nun Vollzug. Auch die Kaderplanung nimmt jetzt Fahrt auf.

Viele Veränderungen, so eine erste Tendenz, wird es in der kommenden Saison auf den Trainerpositionen bei Halterns Fußballteams nicht geben. Viele Trainer haben bereits angedeutet, gerne zu bleiben. Auch von den Vereinen kamen derartige Signale. Bis auf Timo Ostdorf beim TuS Haltern am See hat aber bislang keiner offiziell verlängert. Nun ist die zweite Trainerverlängerung bekannt geworden – der Verein musste dabei wegen Corona mit einer Tradition brechen.

Michael Ecker und René Kownatka werden die beiden Lavesumer Seniorenteams auch in der kommenden Spielzeit betreuen, bestätigt Lavesums Fußball-Abteilungsleiter Ralf Wollinski auf Nachfrage der Halterner Zeitung.

Traditionell wird die Trainerfrage vor der Weihnachtsfeier geklärt

„Die machen beide einen super Job“, sagt Wollinski, „wir stehen voll hinter ihnen“. Die Spieler seien auch schon alle informiert worden. Gespräche über die Zukunft führt der Verein mit seinen Trainern immer vor Weihnachten. Normalerweise natürlich persönlich, diesmal aufgrund der Corona-Pandemie nur telefonisch.

„Traditionell verkünden wir den Spielern dann auf der Weihnachtsfeier, wie es für die Trainer weitergeht“, erklärt Wollinski. „Da hat uns Corona diesmal einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Denn eine Weihnachtsfeier konnte nicht stattfinden. Trotzdem habe man sich aber im Vorfeld über die Zukunftsplanung unterhalten. Lande dauerten die Gespräche nicht.

„Wir haben ja nichts gemacht“, sagt Michael Ecker mit Blick auf die bisherige Saison, in der sowohl die blau-weiße erste Mannschaft in der Kreisliga B als auch die zweite Mannschaft in der Kreisliga D erst acht Spiele absolviert haben.

Die beiden Trainer sind noch längst nicht fertig mit Lavesum, eigentlich sogar erst am Anfang. Denn im Sommer vollzogen die Trainer einen kleinen Umbruch. Die beiden Seniorenteams wurden zusammengelegt, die Vorbereitung gemeinsam absolviert.

Ecker und Kownatka müssen die Zukunft von rund 40 Spielern klären

„Wir wollen mittel- und langfristig etwas verändern“, erklärt Ecker. „Für das, weswegen wir gemeinsam angefangen haben, hatten wir ja noch gar keine Zeit.“

Mittlerweile ist es Monate her, dass er und Kownatka ihre Spieler überhaupt gesehen haben. Lange hatte Ecker noch die Hoffnung, Gespräche über die kommende Saison mit seinen Spielern persönlich führen zu können. Von diesem Wunsch hat er sich aber längst verabschiedet.

Daher hat er mittlerweile alle Spieler per WhatsApp kontaktiert, um erste Tendenzen für die kommende Saison zu bekommen. Gerne hätte er das auch telefonisch gemacht, doch da die Lavesumer nicht mit zwei getrennt voneinander agierenden Teams arbeiten, sondern einen großen Spielerpool haben, sei der Aufwand bei rund 40 Spielern einfach zu groß.

Was den Kader der kommenden Spielzeit angeht, ist Ralf Wollinski derweil entspannt. „Ich gehe davon aus, dass alle an Bord bleiben“, sagt er. Die Begründung ist die gleiche, die Ecker für seine Zusage nennt: „Viel ist ja nicht passiert.“

Lavesum will nicht nur auf externe Verstärkungen setzen

Die Neuzugänge, die im vergangenen Sommer kamen, hätten sich noch gar nicht richtig zeigen können in der kurzen Zeit, in der Ligaspiele stattfanden. Auch auf einige Rückkehrer setzt Wollinski, der den Trainern aber generell viele Freiheiten geben möchte, was die Kaderplanung betrifft.

Langzeitverletzte wie Lukas Ehlert oder Merlin Fahl seien quasi wie Neuzugänge. Dennoch gibt es auch Gespräche mit potenziellen Neuzugängen, verrät Michael Ecker. „Es gibt da ein, zwei Kontakte“, sagt er. Bei denen handele es sich nur um Spieler für die kommende Spielzeit, nicht für die Rückrunde, sofern sie überhaupt in irgendeiner Form stattfindet.

Auf Dauer möchten die beiden Trainer aber auch vermehrt auf die eigene Jugend setzen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir mittlerweile eine relativ gut ausgebildete A-Jugend haben“, erklärt Michael Ecker, der hofft, dass in den nächsten ein, zwei Jahren einige Spieler die Senioren verstärken werden.

Die Wege zwischen A-Jugend- und Seniorentrainer sind kurz. Denn um die ältesten Jugendspieler kümmert sich Eckers Trainerkollege René Kownatka.

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Pascal Albert

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