Der Trainer des Team B vom TuS Haltern am See, Sebastian Amendt, spricht über die Anfänge seiner Trainerlaufbahn. © Jürgen Patzke
Fußball

Amendts Trainerkarriere: Der Spagat zwischen Ausland, Studium und Familie

Seit Sommer 2020 ist Sebastian Amendt Cheftrainer des Team B vom TuS Haltern am See. Nun spricht der 37-Jährige über seine Anfänge als Trainer und worauf er als Coach am meisten Wert legt.

Von Aufenthalten in England, Valencia und Chile nach Haltern: Sebastian Amendt, Trainer des Team B vom TuS Haltern am See hat in seiner Fußballkarriere schon einige Stationen als Spieler und Trainer hinter sich.

Aktuell ist Amendt für die Landesliga Mannschaft des TuS verantwortlich und wird dort auch in der kommenden Spielzeit an der Seitenlinie stehen. Seine Trainerkarriere begann hingegen schon vor über zwanzig Jahren.

Im Alter von 14 Jahren begann der heute 37-Jährige als Übungsleiter der Mini-Kicker und F-Jugend bei seinem Heimatverein Blau-Weiß Dingden.

Mit 16 für den Fußball ins Ausland

„Ich habe immer schon gerne mit Kindern gearbeitet und habe Spaß daran, mein Wissen zu teilen, eine Mannschaft zu formen und zu entwickeln“, so Amendt.

Doch neben seiner Trainerkarriere legte Amendt ebenfalls viel Wert darauf, auch als Spieler den nächsten Schritt zu machen.

„Ich bin dann mit 16 für ein Jahr ins Ausland, in eine Fußball Akademie nach England gegangen, um mich als Spieler weiterzuentwickeln“, sagt Amendt.

Wieder zurück in Deutschland war Amendt unter anderem als Spieler in der Landesliga beim VfB Günnigfeld und als Trainer der B- und A-Jugend aktiv. Während seines Sport- und Spanisch-Studiums in Bochum, zog es den heutigen Lehrer aber wieder ins Ausland.

Amendt als Trainer in der Jugendbundesliga und Regionalliga

„Ich war für ein Auslandssemester in Valencia und habe dort in der Uni-Mannschaft gespielt“, so Amendt. Auch in Spanien sei es ihm unter anderem darum gegangen, als Spieler den nächsten Schritt zu machen.

Mit der Geburt seines ersten Kindes stand er dann jedoch vor der Herausforderung: Studium, Familie und Fußball unter einen Hut zu bringen.

Er entschied sich dagegen, als Spieler alles auf eine Karte zu setzen und fokussierte sich von da an vermehrt auf seine Trainerkarriere.

Der DFB-A-Lizenz Inhaber war daraufhin unter anderem als Trainer bei Wattenscheid 09 in der Juniorenbundesliga und bei den Senioren für kurze Zeit in der Regionalliga aktiv. „Das hat sehr viel Zeit gekostet, hat aber auch viel Spaß gemacht“, erinnert sich Amendt.

Amendt schätzt die Arbeit an der „Basis“

Mit dem TuS Haltern am See kam Amendt zum ersten Mal 2012 in Kontakt. Als Spieler der ersten Mannschaft und Trainer der U17 und U13 übernahm er von Beginn an wichtige Aufgaben im Verein.

Im Hinblick auf seine langjährige Arbeit als Jugendtrainer betont Amendt, dass ihm besonders die Entwicklung einer Mannschaft einen riesen Spaß mache und er es sehr geschätzt habe, an der „Basis“ zu arbeiten.

Kurz vor seinem erneuten Engagement beim TuS im Sommer 2020 zog es Amendt samt Familie dann doch noch einmal ins Ausland. Das Ziel hieß Chile und auch dort spielte der Fußball für die ganze Familie eine große Rolle.

Seine Frau sei ähnlich fußballverrückt

Für 13 Monate zog es die Familie nach Südamerika. In der Zeit war Amendt nicht nur als Lehrer, sondern auch als Fußballtrainer aktiv, während seine Frau und seine Söhne selbst in Mannschaften spielten.

Nach seiner Rückkehr entschied sich Amendt dann erneut für ein Engagement beim TuS, wo er auch in der kommenden Saison das Team B in der Landesliga betreuen wird.

„Ich bin gerne in der Rolle, weil es einen riesen Spaß macht“, so Amendt. Zudem sei es hilfreich, dass seine Frau ähnlich fußballverrückt sei und ihn bei seiner Tätigkeit unterstütze.

Sich selbst beschreibt der 37-Jährige als „leistungs- und entwicklungsorientiert“. „Der Kern der Traineraufgabe ist das Entwickeln einer Gruppe mit einer hohen Empahtiefähigkeit“, erklärt der Trainer abschließend.

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