Trotz Corona-bedingter Rettung vor dem Abstieg, hat sich der SV Hullern entschieden, in der kommenden Saison in der Kreisliga C zu spielen. © Jürgen Patzke
Fußball: Kreisliga C

Abstieg trotz Corona-Rettung: Wie geht es beim SV Hullern weiter?

Nur einen Sieg holte der SV Hullern in 17 Kreisliga-B-Spielen. Am Ende entschieden sich die Hullerner für den freiwilligen Abstieg. Das Ziel für die neue Spielzeit steht bereits fest.

140 Tore kassierte der SV Hullern in der abgelaufenen Saison in der Kreisliga B4. Absteigen mussten die Hullerner, die sich im Dezember 2019 von Spielertrainer Falk König getrennt und Christoph Bafs-Dudzik als neuen Übungsleiter geholt hatten, jedoch nicht. Durch den Corona-bedingten Saisonabbruch gab es keine sportlichen Absteiger. Der SVH wird dennoch in der kommenden Saison in der Kreisliga C spielen – auf eigenem Wunsch. Droht den Hullernern nun der nächste große Umbruch nach dem freiwilligen Abstieg?

„Nein, einen großen Umbruch wird es nicht geben“, sagt Bafs-Dudzik. Bislang gibt es bei den Hullernern kaum personelle Wechsel. Mit Mirko Pezer, Dustin Niehues und Thomas Roemschild verlassen den neuen C-Ligisten nur drei Spieler. Demgegenüber stehen mit Marco Masanek (TuS Sythen), Agim Saiti (A-Jugend, ETuS Haltern) und dem zuletzt vereinslosen Simon Heinrichs auch nur drei externe Neuzugänge. Dazu kommen noch vier Spieler aus der eigenen A-Jugend, die Bafs-Dudzik schon zu Beginn seiner Amtszeit beim SV Hullern gelobt hatte.

SV Hullerns „Mannschaft ist hungrig auf Erfolgserlebnisse“

Die Mannschaft, die in der Kreisliga B hoffnungslos unterlegen war, bleibt also größtenteils zusammen. Die Spieler selbst hatten sich auch zu dem Schritt in die tiefere Spielklasse entschieden, erzählt ihr Trainer. Intern hätte es eine Umfrage gegeben, deren Ergebnis dazu führte, dass die Mannschaft um den Abstieg bat. Den strebte der Verein schon im vergangenen Jahr an, doch der SV Hullern verpasste den Meldetermin und musste in der B-Liga bleiben.

Dass die Hullerner dann ab dem Herbst in der Kreisliga C starten, begrüßt Christoph Bafs-Dudzik. „Was bringt dir der Nichtabstieg, wenn du in der neuen Saison gegen die oberen Mannschaften wieder die Hütte vollkriegst?“, sagt er. Zwar hätten sich die Hullerner in den letzten Spielen vor dem Saisonabbruch verbessert, doch Punkte holten sie dennoch nicht. „Die Mannschaft ist hungrig auf Erfolgserlebnisse“, erklärt der Trainer.

Die soll es nun in der neuen Liga wieder häufiger geben. In der werde es aber auch Teams geben, gegen die es vielleicht auch mal eine hohe Niederlage geben wird, sagt Bafs-Dudzik. Aber „in den Testspielen im Winter haben wir gesehen, dass wir da mithalten können“. In diesen Partien hätten seine Spieler gemerkt, dass sie in der Kreisliga C mehr erreichen könnten. In der kommenden Saison peilen die Hullerner die Plätze vier bis acht an. In der kleineren C-Liga entspricht das einem Mittelfeldplatz.

Um das Ziel zu erreichen, starten die Hullerner am 28. Juli in die Vorbereitung. Dann soll wieder zweimal pro Woche trainiert werden. Die Vorbereitung ist ausgelegt auf einen Saisonstart Mitte September. Ein wichtiges Ziel in den kommenden Trainingseinheiten und dann auch in der kommenden Saison wird die Integration der neuen A-Jugendspieler sein. Dafür eigne sich die Kreisliga C auch noch mal besser, so Bafs-Dudzik. Sie dort an den Seniorenbereich heranzuführen „ist einfacher als in der Kreisliga B“. Denn auch die Hullerner A-Jugend spielt derzeit in der Kreisliga C.

Neun Teams, neun Vorbereitungen: Die große Übersicht über alle Halterner Mannschaften und ihre Sommer-Vorbereitungen gibt es hier.

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Pascal Albert

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