Heike Ludewig, Heinrich Golberg und Nicolle Schiffer leiten die Geschicke beim Förderverein der ATV-Volleyballer. Das Foto entstand vor der Corona-Pandemie. © Privat
ATV Haltern

26 Jahre Volleyball-Förderverein: Trainingslager, Rosen und Avicii

In 26 Jahren hat der Förderverein der ATV-Volleyballer viel erreicht. Heike Ludewig erinnert sich noch genau an ihren ersten Antrag und erklärt, was Avicii mit den Trainingslagern zu tun hat.

Um die lange Tradition des Halterner Volleyballs zu stärken, gründeten am 30. Januar 1995 einige begeisterte Volleyballer den „Verein zur Förderung des Volleyballsports im ATV Haltern“. Damit schufen sie die Grundlage um den Volleyball beim ATV Haltern durch finanzielle und materielle Mittel auch in der Zukunft zu fördern und dabei insbesondere die Jugendarbeit zu intensivieren.

Seit rund zehn Jahren dabei ist auch Heike Ludewig. Sie ist zwar keine aktive Spielerin gewesen, übernahm aber mit dem Eintritt ihrer beiden Töchter in den Verein mit einer bewussten Entscheidung für das Ehrenamt die Funktion der Kassiererin.

„Das war nicht spektakulär, aber sie haben sich sehr darüber gefreut“

Da auch ihr Mann als Abteilungsleiter im Hauptverein für die Sparte Volleyball Verantwortung trägt, steht für sie fest: „Wenn alle in der Familie mitmachen, ist das eine schöne Sache.“ Sie freut sich über die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Dreierteam mit dem Vorsitzenden Heinrich Golberg und der Geschäftsführerin Nicolle Schiffer und sagt auch ein wenig stolz: „Bis jetzt haben wir alle Anträge einstimmig genehmigt.“

Mit den Jahren hat sich das Aufgabenspektrum des Vereins stark gewandelt. „Wir haben Rosen für die jungen Spielerinnen, die damals die Oberligameisterschaft gewonnen haben, gekauft“, erinnert sich Ludewig an ihren allerersten Antrag. „Das war nicht spektakulär, aber die Mädels haben sich sehr darüber gefreut.“

Mittlerweile hilft der Förderverein auch regelmäßig bei der Beschaffung von Trainings- und Wettkampfausrüstungen und sorgt damit für ein einheitliches Erscheinungsbild der aktiven Mannschaften.

Auf der reinen Materialseite müssen pro Saison circa 20 bis 30 neue Bälle angeschafft werden, aber auch die durch den regen Gebrauch verschlissenen Netze sind wiederkehrende Budgetpositionen.

Der Förderverein unterstützt auch die Hobbymannschaft des ATV

Darüber hinaus unterstützt der Förderverein auch die Mannschaften bei den Fahrtkosten im Ligabetrieb und hilft auch gerne bei den schon seit Jahren fest etablierten auswärtigen Trainingslagern zur Saisonvorbereitung. Zum Ende der Sommerferien war man dafür viele Jahre in Cuxhaven oder auch in Hinsbeck im Nettetal.

Der Förderverein der ATV-Volleyballer unterstütz den Hautverein auch immer bei den Fahrtkosten zu Trainingslagern, hier 2017 in Hinsbeck.
Der Förderverein der ATV-Volleyballer unterstütz den Hautverein auch immer bei den Fahrtkosten zu Trainingslagern, hier 2017 in Hinsbeck. © Privat © Privat

Zum Klassiker hat sich dabei der Song „Wake me up“ des verstorbenen DJ „Avicii“ entwickelt. Der sei irgendwann einmal als morgendlicher Weckruf gespieltworden und habe seitdem eine feste Tradition. Sobald man das Lied hört, denke man automatisch ans Volleyballlager. „Es ist so schade das auch diese wichtige Veranstaltung Corona zum Opfer fiel“, sagt Heike Ludewig.

Der Förderverein begleitet auch die Demonstrationstage in den Halterner Grundschulen und hat im Bereich Breitensport mit der „Hobbymannschaft“ ein weiters Betätigungsfeld gefunden. „Das ist ein ganz tolles Projekt mit einer gemischten Teilnehmergruppe“, so Ludewig.

Daneben befasst sich der Förderverein auch mit moderner Technik, denn schon seit Längerem ist die Bearbeitung von Spielberichtsbögen, Spielerpässen oder auch Schiedsrichterlizenzen nur noch auf digitalem Weg möglich.

„Wenn man solange dabei ist, erlebt man die gesamte Entwicklung der Kinder“

Was dem Vorstand ebenfalls am Herzen liegt, ist das im Hauptverein als Saisonhighlight geltende alljährliche große Abschlussturnier. Dafür können sich alle Mitglieder der Volleyballabteilung zum Mitspielen anmelden. Dann werden gemischte Mannschaften gebildet, die im direkten „Vergleichskampf“ mit viel Spaß um Punkte kämpfen.

„Wenn man solange dabei ist, erlebt man die gesamte Entwicklung der Kinder. Hin zu Jugendlichen und später auch als integrierte Mannschaftspielerin und zum Teil sogar bis zur Hochzeit“, erzählt Heike Ludewig. Was alle im Verein aktuell am meisten bedauern, sei der sportliche Stillstand und das fehlende menschliche Miteinander zum Beispiel bei den Heimspielen in der Halle.

Trotzdem bleibt Ludewig vorsichtig optimistisch und bedankt sich besonders herzlich bei allen Sponsoren: „Ohne sie wäre vieles für die Volleyballer gar nicht machbar gewesen.“

Die Halternerin will gerne weitermachen und hofft auf eine bald wieder corona-freie Zeit und dann auch wieder auf weitere Unterstützung für den Förderverein – „gerne auch durch Beitritte oder neue Mitgliedschaften“.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Ist schon seit Jahren freier Mitarbeiter der Redaktion Haltern am See. Er fotografiert und berichtet über das lokale Geschehen und betreut die Serie „Das Sportporträt“. Darüber hinaus berichtet er in Wort und Bild über aktuelle sportliche Großereignisse im Outdoorbereich , wie Reitturniere, Laufveranstaltungen, Radrennen und Kartsport. Sein Spezialgebiet ist die Berichterstattung über Motorsport auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. Für die Dorstener Redaktion begleitet er dazu seit Jahren die heimischen Rennfahrer in der Langstreckenserie und beim Jahreshighlight, dem 24 Stunden Rennen.
Zur Autorenseite
Horst Lehr

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.