Gary Johnson trainert neben den Regionalliga-Herren des BSV Wulfen auch die U19-Junioren der Metropol Baskets Ruhr. Doch ein Spiel hat er seit Oktober 2020 nicht mehr erlebt. © Joachim Lücke
Basketball

Wulfens Gary Johnson hat gleich doppelt Corona-Pause

Gary Johnson ist seit Beginn des Lockdowns im November nicht nur mit als Trainer der Regionalliga-Herren des BSV Wulfen zur Untätigkeit gezwungen.

Gary Johnson ist schon seit Monaten zur Untätigkeit verdammt. Normalerweise würde er gerade als Coach des BSV Wulfen in die heiße Phase der Saison einsteigen. Doch nicht nur die 1. Regionalliga spielt nicht, sondern nun wurde auch die Saison der NBBL, in der er die Metropol Baskets Ruhr coacht, vorzeitig beendet.

Die Saison der Nachwuchs-Bundesliga ist Anfang April abgebrochen worden. Die Metropol Baskets hatten im Herbst letzten Jahres gerade einmal zwei Spiele bestritten. Johnson ist natürlich enttäuscht: „Unser Verband hat wirklich bis zum letzten Moment versucht, weiter zu spielen. Leider hat es nicht geklappt. Andere Verbände haben schon eher abgesagt.“

Die Metropol Baskets haben allerdings schon den NBBL-Platz in der kommenden Saison sicher, da alle Clubs ihr Startrecht behalten. Somit können sich auch die Wulfener Matej Silic und Felix Landwehr auf eine weitere Spielzeit in der Nachwuchs-Eliteliga freuen. Ohnehin hat Gary Johnson kaum Änderungen im Kader zu verzeichnen: „Der einzige Spieler, der uns aus Altersgründen verlässt ist Lennard Kaprolat, alle anderen dürfen noch ein Jahr in der Mannschaft spielen. Es kommen wahrscheinlich noch einige Spieler aus dem JBBL-Team hinzu, und es wird auch noch Sichtungen geben.“

Viel Arbeit in der Vorbereitung

Gary Johnson sieht in der Vorbereitung einige Arbeit auf sich zukommen: „Wir haben nun ein Jahr lang kein Basketball gespielt, wenn die Saison losgeht, sind es eineinhalb Jahre. Da werden wir im technischen und taktischen Bereich viel zu tun haben.“ An der körperlichen Fitness seiner Spieler zweifelt der Trainer nicht: „Alle arbeiten individuell in diesem Bereich. Der Ehrgeiz ist bei allen Spielern vorhanden, denn sie wollen im Basketball noch etwas erreichen und haben das Zeug, bis in die Bundesligen zu kommen.“

Auch beim Erstregionalligisten BSV Wulfen liegen die Basketbälle seit über einem Jahr meist in den Geräteschränken. Johnson verschwendet gerade keine Gedanken an einen Spielbetrieb, sondern denkt über das Team der kommenden Saison nach: „Wir reden natürlich erst mal mit den Spielern aus dem aktuellen Kader, ob sie weiter bei uns bleiben wollen.“ Allerdings sieht er auch die Möglichkeit, dass es einige der Youngster doch zu höherklassigen Vereinen ziehen könnte: „Das könnte durchaus passieren, aber ich werde mit ihnen sprechen, ob es sinnvoller ist, dort viel auf der Bank zu sitzen oder stattdessen in der 1. Regionalliga zu spielen. Entscheidungen sind da noch nicht gefallen.“

Summer-League ohne den Verband?

Mit dem Gedanken einer Summer-League könnte Johnson sich anfreunden, würde aber den kurzen Dienst- und Anfahrtsweg bevorzugen: „Wir haben im Kreis Recklinghausen mit Wulfen, Dorsten Herten und Recklinghausen vier Mannschaften aus der 1. Regionalliga. Wir könnten auch untereinander ohne den Verband eine Spielrunde organisieren.“ Vielmehr hat er die neue Saison im Blickpunkt: „Wenn wir wissen, wer bleibt, können wir nach Neuzugängen suchen. Ab dem Sommer starten wir dann in die intensive Saisonvorbereitung.“

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