Mit diesem Kader geht der SV RW Deuten in seine zweite Westfalenliga-Saison. © Ralf Pieper
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Wird es für RW Deuten das verflixte zweite Jahr?

Mit viel Selbstvertrauen geht der SV RW Deuten in sein zweites Jahr in der Westfalenliga. Das Trainerduo mahnt aber auch zur Vorsicht.

Wird es für den SV Rot-Weiß Deuten in der Westfalanliga das verflixte zweite Jahr? Wenn die beiden Trainer Markus Falkenstein und Marek Swiatkowski auf die kurze Spielzeit 20/21 schauen, dann nicht.

„Wir sind überzeugt, dass wir in der Liga eine gute Rolle spielen können“, sagte Markus Falkenstein bei der offiziellen Teamvorstellung am Sonntag. Das hätten die sieben absolvierten Partien der vergangenen Saison gezeigt. Fünf Siegen standen seinerzeit nur zwei Niederlagen gegenüber, und Aufsteiger Deuten gehörte damit sogar zur erweiterten Spitzengruppe.

Neuzugänge RW Deuten 2021
Das Deutener Trainerduo Marek Swiatkowski (l.) und Markus Falkenstein (r.) sieht bei den vier Neuzugängen (v.l.) Jonas Weid (SG Borken), Mel Gerner (SV Schermbeck), Benedikt Schmitz (TSV Marl-Hüls) und Lukas Tombrink (TSV Marl-Hüls) viel Potenzial. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

Auf der anderen Seite habe das aber eben auch bedeutet, dass viele Gegner nun kaum einzuschätzen seien, „weil wir sie ja noch gar nicht bespielt haben“. Nur über ein Team wagt der Deutener Trainer deshalb eine Aussage: „Der TuS Bövinghausen ist der FC Bayern der Westfalenliga.“ Was dahinter komme, müsse man abwarten. Aber: „Uns wird nach den starken Auftritten der vergangenen Saison nun niemand mehr unterschätzen.“

Auch Falkensteins Trainerkollege Marek Swiatkowski verweist bei der Feststellung, dass der Deutener Kader sich relativ wenig verändert habe, zunächst auf die Abgänge: „Mit den Fell-Brüdern haben wir schon Qualität verloren. Spielerisch, aber auch als Typen“, sagt er. Außerdem seien noch Jan Deckers und Mike Berger gegangen. Doch dem ständen mit Jonas Weid, Mel Gerner, Benedikt Schmitz und Lukas Tombrink auch vier talentierte Neuzugänge gegenüber, die in den ersten Testspielen schon gezeigt hätten, dass sie das Potenzial haben, der Mannschaft zu helfen.

Bei den beiden Wochenend-Spielen hängte das Trainerduo die Latte für die Spieler noch nicht allzu hoch. „Wichtig war, erst mal wieder rein zu finden“, sagte Marek Swiatkowski: „Es ging vor allem darum, mal wieder auf den Platz zu kommen, einen sicheren Pass zu spielen. Das haben wir ja monatelang nicht gehabt. Deshalb haben wir gegen Klosterhardt und Buer keine Wunderdinge erwartet.

In dieser Woche werde beim Training auch „ein bisschen weniger gemacht“. Doch dann zieht das Trainerduo die Zügel allmählich an: „Danach geht es ins Trainingslager, und dann werden wir zusätzlich zum Training regelmäßig zwei Spiele haben.“

Straffes Programm mit zwölf Spielen

Das ergibt bis zum Saisonstart am 29. August ein straffes Programm mit insgesamt zwölf Testspielen. Reichlich Gelegenheit also, verlorene Automatismen wiederzufinden und die neuen Spieler ins Mannschaftsgefüge einzubauen. Und doch bleibt bei alledem sowohl bei Markus Falkenstein als auch Marek Swiatkowski eine letzte Unsicherheit: „Hoffentlich kann diese Saison auch wirklich komplett gespielt werden“, sagen die Deutener Trainer unisono. Denn auch wenn der Klassenerhalt durch eine erneute Annullierung wieder sicher wäre, will sich der SV Rot-Weiß Deuten in der Westfalenliga auf dem Platz behaupten. Das Selbstbewusstsein dafür haben Team und Trainer allemal.

Die Testspiele im Überblick

11. Juli 15.00h Ratingen 04/09 (A).

17. Juli 15.30h SG Borken (H)

18. Juli 15.00h TuS Haltern (H)

24. Juli 15.00h FSV Duisburg (A)

25. Juli 15.00h SpVgg Vreden

30. Juli 19.30h SV Dorsten-Hardt (A)

01. Aug. 15.00h Spvgg Sterkrade-Nord (A)

07. Aug. 15.00h VfL Rhede (H)

15. Aug. 15.00h GW Nottuln (H)

22. Aug. 15.00h Spvgg Erkenschwick (A)

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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