Rückkehrer Lukas Diericks (r.) hat beim SV Dorsten-Hardt gleich die ihm zugedachte tragende Rolle übernommen. © Joachim Lücke
Fussball

Wie schlagen sich die Neuzugänge des SV Dorsten-Hardt?

Der SV Dorsten-Hardt hat seinen Kader im vergangenen Sommer deutlich verstärkt. Doch wie sind die neuen Spieler eingeschlagen? Wir haben nachgefragt. Heute bei Lukas Diericks.

Lukas Diericks hat schon als Kind für die Hardter gekickt. Der 28-Jährige erinnert sich: „Ich habe von den Minikickern bis zur E-Jugend für die Hardt gespielt.“ Dann ging es auf eine lange Reise, die ihn erst einmal nach Marl führte. Beim VfB Hüls durchlief er mehrere Jahrgänge und gehörte zum Kader, der ein Jahr lang in der Regionalliga spielte und damals in einem legendären Spiel RW Essen mit 5:0 bezwang. Von dort wechselte er einige Kilometer weiter zum TSV Marl Hüls. Sein Marktwert betrug damals 75 000 Euro: „So viel Geld ist für mich aber nie im Leben nur ansatzweise über den Tisch gegangen, das war nur ein Schätzwert,“ weiß Diericks die Summe gut einzuordnen.

Für den TSV spielte er einige Jahre in der Oberliga, bis es dort finanzielle Probleme gab. Auch der nächste Club war nur einen Steinwurf entfernt. Beim TuS Haltern trat er zunächst in der Oberliga an und feierte dort die Meisterschaft. Im letzten Jahr gehörte er dort zum Stamm der Regionalligamannschaft.

“War vom TuS-Konzept nicht überzeugt“

Doch auch am Stausee kriselte es am Ende der letzten Saison, und es folgte ein Rückzug in die Oberliga: „Wir Spieler wussten früh über den Schritt Bescheid. Man hat uns das neue Konzept erläutert, von dem ich aber nicht überzeugt war.“

So machte Lukas Diericks einen richtigen Schnitt und wechselte zur Hardt: „Mich hat die Aussicht gereizt, wieder mit meinen alten Kumpel zu spielen.“ Sein Halterner Teamkamerad Cedric Vennemann folgte ihm ebenfalls in seine alte Heimat: „Ich habe mich gefreut wieder mit Jannis Scheuch zu spielen. Benedikt Jansen, Leon Einhaus und und Jens Lensing gehören auch zu meinem engen Bekanntenkreis.“

Beruf und Fußball sind nun besser vereinbar

Zudem passte es dem 28-Jährigen auch beruflich, nun nicht mehr den Aufwand zu betreiben, den man für die Regionalliga betreiben muss: „Ich arbeite für einen Parfümhändler im E-Commerce in Düsseldorf. Ich kann jetzt Arbeit und Fußball besser unter einen Hut bringen.“

Lukas Diericks war sich bewusst, dass hohe Erwartungen auf ihm lasteten. Auch sein Trainer Martin Stroetzel erwartet viel von ihm: „Lukas ist enorm wichtig für uns. Er ist der Führungsspieler, den sich ein Trainer wünscht.“

Der Innenverteidiger nimmt die Herausforderung gerne an, schränkt aber auch gleich ein: „Vier neue Spieler machen noch lange keine Spitzenmannschaft. Das können wir nicht alleine schaffen, der Rest muss auch stimmen.“

„Vier neue Spieler machen noch lange keine Spitzenmannschaft.“

Lukas Diericks

Das sei aber auf der Hardt noch nicht der Fall: „Ich habe festgestellt, dass der Leistungsgedanke im Vergleich zur Ober- und Regionalliga stark eingeschränkt ist. Wenn man zum Training kommt, und es sind nur zehn Spieler da, dann ist das schon frustrierend.“ Dabei hält er von seinen Teamkameraden einiges: „Es gibt viele Spieler mit großem Potenzial, doch das müssen sie auch aus sich herausholen.“

„Wenn wir die Saison regulär weiterspielen und beenden, können wir noch oben angreifen.“

Lukas Diericks

Da ist es verständlich, dass Lukas Diericks mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht einverstanden ist: „Wir haben einige Niederlagen kassiert, weil wir individuelle Fehler gemacht haben. In anderen Spielen haben wir durchaus überzeugt.“ Den weiteren Saisonverlauf schätzt er realistisch ein: „Wenn wir die Saison regulär weiterspielen und beenden, können wir noch oben angreifen. Sollten wir nur eine halbe Saison spielen, reicht es nicht, weil wir eben schon so viele Spiel verloren haben. Dann könnte aber der Kreispokal ein Ziel sein.“

Laufen und Hanteltraining halten fit

Wie seine Teamkameraden hält sich Lukas Diericks während der Saisonunterbrechung selber fit: „Ich gehe viel laufen. Der Bruder meiner Freundin hat eine Hantelbank im Keller, sodass ich auch noch Krafttraining machen kann. Ich bin auf jeden Fall fit, wenn es wieder los geht.“

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