Thomas Grefen zeigt sich von den Ereignissen beim TuS Gahlen enttäuscht. © Ralf Pieper
Fussball

Trainerwechsel beim TuS Gahlen – jetzt sprechen die Coaches

Die noch amtierenden Trainer des TuS Gahlen, Thomas Grefen und Dominik Seemann, wurden von ihrer Demission im Sommer überrascht. Vor allem Grefen zeigt sich not amused.

Die Gespräche liefen eigentlich immer in eine andere Richtung“, erklärte Dominik Seemann auf Nachfrage unserer Redaktion, und Thomas Grefen geht noch einen Schritt weiter: „Vor zwei Wochen wurde uns telefonisch quasi eine Zusage für die kommende Saison gegeben. Alles sei super, hieß es da. Der Rest nur noch eine Formalie.“

Den Grund dafür, dass es nun anders gekommen ist, glaubt Thomas Grefen zu kennen: „Es gab mannschaftsinterne Probleme, wie sie aber typisch sind, wenn man sechs, sieben Neuzugänge einbauen muss. Da entwickeln sich Rangkämpfe. Aber offenbar hat der Vorstand auf die zwei, drei faulen Äpfel gehört, die es im Kader gibt, und wollte lieber die halten, als den Rest der Mannschaft zu befragen.“

Nachdem er am Freitag vom Vorstandsbeschluss gehört habe, habe er auch mit Spielern gesprochen. Ergebnis: „Nicht einmal Mitglieder des Mannschaftsrates wussten von den Plänen des Vorstands.“

“Sportlich lief alles sehr gut“

Sportliche Gründe für die Entscheidung des Vorstandes sehen weder Grefen noch Dominik Seemann. „Viel besser ging es ja eigentlich nicht“, sagt Seemann und macht – genau wie Thomas Grefen – eine einzige Ausnahme: „Das Spiel gegen Marl-Hamm.“

„Aber ansonsten“, so Grefen, „haben wir unsere Gegner dominiert. Im Derby gegen Schermbeck haben wir Fußball vom Feinsten gespielt und 6:1 gewonnen.“

In den letzten Wochen hätten er und Dominik Seemann bereits mit den Planungen für die neue Saison begonnen und eventuelle Neuzugänge ins Auge gefasst und kontaktiert: „Jetzt muss ich denen wohl sagen, sie sollen sich einen anderen Verein suchen.“

Die Basis für eine weitere Zusammenarbeit sieht Grefen auf jeden Fall nachhaltig gestört: „Wenn wir uns einigen und der Verein ein vernünftiges Angebot macht, können wir uns auch gerne früher trennen.“ Ansonsten werde er Dienst nach Vorschrift leisten.

„Schade“, sagt Grefen, „es gab Vorstandsmitglieder, die uns gerne reinreden wollten, bis hin zur Art von Sanktionen gegen die Mannschaft. Offenbar haben die sich nun durchgesetzt. Aber das gab es beim TuS ja schon öfter.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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