Der Lockdown traf Grün-Weiß Barkenberg in der Kreisliga B 2 RE zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Für die Elf von Trainer Frank Hofmann lief es nämlich richtig gut. © dpa
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Tabellenführer schmeckt die Unterbrechung nicht

Einem Dorstener Team schmeckt die lange Unterbrechung der Saison gar nicht. Denn der Saisonstart verlief für den Verein über Erwarten gut.

Eine gute Rolle wollten sie schon spielen, aber das es so gut laufen würde, damit hatten weder der Trainer noch die Spieler gerechnet.

Frank Hofmann, GW Barkenberg
Frank Hofmann stieg vor zehn Jahren schon einmal mit Grün-Weiß auf. Das würde er natürlich gerne wiederholen. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Für die Barkenberger B-Liga-Fußballer kam die neue Corona-Unterbrechung deshalb zu keinem guten Zeitpunkt. Die Grün-Weißen stehen mit sechs Siegen aus sechs Spielen an erster Stelle und hätten diese Serie gerne weiter fortgesetzt.

„Wir fanden es schon schade, dass das geplante Nachholspiel gegen Altendorf wegen einer Corona-Erkrankung beim SVA Ende Oktober nicht stattfinden konnte,“ sagt Trainer Frank Hofmann. Der Vorsitzende von SuS GW Barkenberg ist seit dieser Saison auch wieder Trainer der ersten Mannschaft. Vor zehn Jahren hat er die Barkenberger schon einmal trainiert: „Damals haben wir auch den Aufstieg geschafft und einige Jahre in der A-Kreisliga gespielt. Es wäre großartig, wenn das noch einmal klappen könnte.“

Die momentane Tabellenführung ist zwar nur eine Momentaufnahme, sagt bei näherem Hinsehen aber doch schon eine Menge aus. Die Barkenberger haben nämlich nicht gegen Laufkundschaft gewonnen. Daher ist Frank Hofmann auch ein wenig stolz: „Wir haben in Polsum, Hervest und in Marl-Hüls drei Punkte geholt. Das waren alles Mannschaften, die man oben in der Tabelle erwartet hatte.“ In einigen Spielen hätte seine Elf zwar auch etwas Glück gehabt, aber ohne Glück steige man auch nicht auf.

Dabei sind die Barkenberger mit einem eher kleinen Kader in die Saison gestartet. Momentan hat Frank Hofmann gerade einmal 16 Spieler auf der Liste: „Es hatten kurzfristig einige mögliche Neuzugänge abgesagt. Das Team hat aber eine hohe Qualität und ein tolle Zusammengehörigkeitsgefühl, sodass wir den kleinen Kader ausgleichen können.“ Der Sportliche Leiter Kevin Singscheidt befindet sich aber in Gesprächen mit einem oder zwei Neuzugängen, um mehr Spielraum zu haben.

Frank Hofmann musste einiges ausprobieren, um die richtige Taktik zu finden: „Wir haben in der Vorbereitung versucht, hoch zu pressen. Das ist aber in der B-Liga ein gewagtes Unterfangen. Wir haben viele Fehler gemacht und dementsprechend viele Gegentore bekommen.“ So kehrte der Coach zu einer tief stehenden Viererkette zurück.

Patrick Sadowski, Patrick Floß von GW Barkenberg
Patrick Floß (r., mit Patrick Sadowski) wurde mit Erfolg zum Abwehrorganisator umfunktioniert. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

In dieser Kette macht ein Umschüler eine sehr gute Figur. Hofmann hat Patrick Floß nach hinten beordert, und der Ex-Torjäger hält die Hintermannschaft sehr gut zusammen. Zudem spielen der reaktivierte Recep Kör und Routinier Dennis Okonla eine wichtige Rolle im Team. Hofmann ergänzt: „Wir haben auch mit Neuzugang Kubilay Erken einen Glücksgriff gemacht, der schon vier Tore geschossen hat.“

Keine ausgefeilten Trainingspläne

Der Barkenberger Trainer hat seinem Team keinen ausgefeilten Plan mit in die Pause gegeben: „Ich setze da eher auf Eigenverantwortung. Die Jungs werden sich mit Läufen oder anderen Dingen fit halten.“ Eines findet er aber unverständlich: „Die Sperrung unserer Bezirksportanlage halte ich für nicht unbedingt notwendig. Es wäre doch möglich, sich in kleineren Gruppen zu treffen, die in angemessenem Abstand ihre Runden drehen. Bei Dunkelheit über Straßen und durch Parks zu rennen, ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.“

Restart vielleicht im Februar

Hofmann hält es für wahrscheinlich, dass man im Februar vielleicht wieder in die Meisterschaft startet: „In unserer Gruppe haben wir aber ohnehin keinen Druck, da wir nur 14 Mannschaften sind. Sollte man beschließen, nur eine halbe Serie zu spielen, wären wir sogar mit dem eher leichten Restprogramm und dem großen Vorsprung auf Hervest und Altendorf wahrscheinlich fast schon Meister. Wir warten aber ab, und nehmen es, wie es kommt.“

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