Für ihren Sportkurs am blauen Band hat die Leichtathletik-Abteilung des SV Schrmbeck drei Strecken durch den Ortskern entwickelt. An deren 14 Stationen gibt sie Tipps und Anleitungen für Fitnessübungen. © Privat
Sport und Corona

SV Schermbeck zieht ein Band durch die ganze Gemeinde

Im Dezember hielt die Leichtathletik-Abteilung des SV Schermbeck ihre Mitglieder und uns alle mit einem sportlichen Adventskalender fit. Jetzt spannt sie ein sportliches Band durch ganz Schermbeck.

Eines der Ziele des Spiel- und Bewegungsraumkonzeptes für die Gemeinde Schermbeck war es, die vorhandenen Spielplätze und Sportstätten zu verbinden. Äußerliches Merkmal dieser Verbindung war die Farbe Blau. Blaue Linien, Straßenlaternen und andere Markierungen wiesen den Weg von einer Spielmöglichkeit zur nächsten. Und dieses „Blaue Band“ war für die Leichtathleten des SV Schermbeck nun quasi im doppelten Sinne die Blaupause für eine Fitness-Aktion für die ganze Gemeinde.

“Trimm-Dich-Pfad klingt altmodisch“

Das Wort Trimm-Dich-Pfad mag Abteilungsleiterin Kirsten Klein-Bösing zwar nicht hören: „Das klingt so altmodisch.“ Doch im Grunde haben sie und ihre Mitstreiter genau das erarbeitet, und zwar für den gesamten Ortskern.

Drei Strecken – 2,5 km, 5 km und ca. 6,5 km lang – führen an Spielplätzen und anderen Sportgeräten vorbei. Vom Grundschulkind über Jugendliche bis zu Erwachsenen kann jeder seine Streckenlänge wählen und die Übungen seinen Fähigkeiten anpassen.

Turngerät, Spielplatz Schermbeck
Turngeräte auf den Schermbecker Spielplätzen eignen sich natürlich bestens für Fitnessübungen. © Privat © Privat

An den insgesamt 14 Stationen geben die Leichtathleten mit Hinweisschildern und QR-Codes Tipps und Vorschläge für Fitnessübungen. Die kompletten Strecken und Übungen sind zudem auf der Homepage der SVS-Abteilung unter downloads in einer interaktiven PDF hinterlegt.

Kirsten Klein-Bösing will sehen, wie der Probelauf angenommen wird

“Das Ganze ist erst einmal ein Probelauf“, sagt Kirsten Klein-Bösing: „Wir wollen sehen, wie die Aktion angenommen wird.“

Nun, im Moment natürlich so gut wie gar nicht. Doch das liegt nur am Schnee. Bevor der über uns hereinbrach, hatte Klein-Bösing schon viel positive Resonanz bekommen: „Wir hatten das Blaue Band zunächst unseren Mitgliedern vorgestellt. Die haben es dann schon fleißig in den sozialen Medien weiterverteilt.“ Mit den eigenen Kindern testete die Abteilungsleiterin den Kurs natürlich auch schon, und dabei habe sie durchaus schon den ein oder anderen Aktiven getroffen. „Und ein Grundschullehrer“, so Klein-Bösing, „hat seinen Schülern das Blaue Band als Sport-Alternative im Homeschooling empfohlen. Quasi als Hausaufgabe.“

Die Grundidee der Aktion ist einfach: Spielgeräte eignen sich hervorragend für sportliche Übungen, und auch aus vielen anderen Gegenständen wird mit etwas Pfiffigkeit im Handumdrehen ein Sportgerät. Da wird auf Bordsteinen balanciert oder an einer Sitzbank Armstütze gemacht. So ist fast alles dabei: Hangeln und Hüpfen, Sprinten und Rückwärtslaufen.

Sportkurs am blauen Band des SV Schermbeck
Für Otto-Normal-Spaziergänger sind es Steinplatten, für die Teilnehmer des Sportkurses am blauen Band Ausgangspunkte für Froschsprünge. © Privat © Privat

Die ganze Gemeinde Schermbeck wird zum Sportparcours

So wird die ganze Gemeinde zum Sportparcours, und die Schermbecker müssen nur noch die Bitte der SVS-Leichtathleten umsetzen: „Auch wenn der Sport im Verein derzeit nicht möglich ist, haben Sport und Bewegung eine große Bedeutung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden und das unserer Kinder. Daher bitten wir Euch, selbst aktiv zu werden oder zu bleiben!“

Jetzt muss es nur noch tauen und Frühling sein blaues Band wieder flattern lassen.

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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