Fusball

Der SV Schermbeck braucht noch ein bisschen Zeit

Wie erwartet hat der SV Schermbeck im Testspiel bei der SSVg Velbert einen sehr schweren Stand gehabt. Das lag paradoxerweise am intensiven Training.
Trainer Sleiman Salha vom SV Schermbeck an der Seitenlinie
Was Trainer Sleiman Salha beim Testspiel des SV Schermbeck in Velbert sah, konnte ihm nicht alles gefallen. © Joachim Lücke

Beim Niederrhein-Oberligisten SSVg Velbert hatte der SV Schermbeck am Samstag deutlich mit 1:4 (1:3) das Nachsehen. Die Voraussetzungen der beiden Teams waren allerdings auch ganz andere.

Während Velbert schon bereit für die am kommenden Wochenende beginnende Saison ist, befindet sich der SVS, der erst in zwei Wochen startet, noch mitten in der Vorbereitung. SVS-Trainer Sleiman Salha erklärte: „Wir haben in dieser Woche noch sehr hart gearbeitet. Keine unserer Einheiten dauerte weniger als zwei Stunden.“

Cavar setzt Smykacz in Szene

Der Westfalen-Oberligisten ging aber erst einmal in Führung. Gabriel Cavar spielte in der zehnten Minute einen feinen Pass auf Michael Smykacz, der alleine aufs Velberter Tor zulief und zum 1:0 einschoss.

Dennoch war nicht zu übersehen, dass sich bei den Gästen vermehrt Unkonzentriertheiten einschlichen. Salha ärgerte sich: „Das hat mich wirklich auf die Palme gebracht, denn alle Gegentore sind wirklich sehr blöd gefallen.“

SV Schermbeck bekam den Ball nicht weg

Vor dem Ausgleich schlugen drei Versuche fehl, den Ball aus der eigenen Hälfte zu bringen. Velbert kam so in Ballbesitz, und gegen die noch nicht wieder organisierte SVS-Abwehr traf Robin Hilger zum 1:1 (17.). In der 31. Minute hatte Robin Urban allen Platz der Welt, drang in den Schermbecker Strafraum ein und zog unhaltbar aus 15 Metern ab.

Die Velberter profitierten aber nicht nur von Schermbecker Fehlern, sondern auch von ihrer individuellen Qualität. So hat Patrick Schikowski schon in der dritten Liga gespielt. So ein Fußballer hat auch technische Finessen parat, und sein Heber zum 3:1 war schon sehenswert, auch wenn die SVS-Defensive bei der vorangegangen Ecke nicht gut aussah. Velbert hatte noch die eine oder andere Chance, doch es blieb bis zur Pause beim 3:1.

Salha verordnete anderes Zweikampfverhalten

Nach dem Wiederanpfiff verordnete Salha eine andere Herangehensweise: „Velbert hatte nicht mehr so viel Platz und kam viel seltener in unsere Hälfte.“ Tolga Özdemir hatte sogar das 3:2 auf dem Fuß, scheiterte bei seinem Alleingang aber am Velberter Schlussmann. Nach einer Stunde ging der Stürmer vom Feld, und Neuzugang Leon Gensicke spielte seine erste halbe Stunde für den SVS.

Velbert kam aber doch noch zum vierten Treffer, als Axel Glowacki in der 78. Minute nach einem langen Ball Keeper Cedric Drobe überwand. Salha nahm die Niederlage nicht gelassen, konnte sie aber gut einordnen: „Einige der Gegentore waren sicherlich zu einfach. In den kommenden zwei Wochen bleibt noch viel Arbeit, allerdings war Velbert zum jetzigen Zeitpunkt kein wirklicher Maßstab.“ Am Mittwoch treten die Schermbecker beim Westfalenligisten RW Deuten an, wo Salha schon eine kleine Steigerung erwartet.

  • Testspiel, SSVg Velbert – SV Schermbeck 4:1 (3:1)
    SVS: Drobe; Schlüter, Habitz, Özdemir (60. Gensicke), Fler, Dahoud (46. Zugcic), Malte Grumann, Cavar, Karagülmez (87. Berberoglu), Bachmann, Smykacz (46. Özgen).
    Tore: 0:1 Smykacz (10.); 1:1 Hilger (17.); 2:1 Urban (31.); 3:1 Schikowski (38.); 4:1 Glowacki (78.).

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