Gary Johnson, Trainer des BSV Wulfen, könnte mit seiner Mannschaft in der 1. Regionalliga sogar noch die Playoffs erreichen - wenn ein entsprechender Vorschlag der BG Hagen für den weiteren Spielbetrieb durchkommt. © Joachim Lücke
Basketball

Spielen der BSV Wulfen und die BG Dorsten doch noch Playoffs?

Können die Play Offs in der 1. Regionalliga West doch noch gerettet werden? In einer Videokonferenz am Mittwochabend kam ein interessanter Vorschlag auf den Tisch.

Der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) tauscht sich mit seinen Regionalliga-Vereinen in Video-Konferenzen regelmäßig über den aktuellen Stand und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Spielbetrieb aus. Am Mittwoch diskutierten die Teilnehmer der jüngsten Versammlung Möglichkeiten, wie die Saison zu Ende geführt werden könnte.

Einigkeit herrschte darüber, dass der zuletzt anvisierte Neustart zum 15. Januar nicht zu halten ist. Der WBV schlug zu Beginn des Gesprächs vor, die 1. Regionalliga mit einer Einfachrunde bis Ende April auszutragen. Anschließend sollten Playoffs der besten acht Teams bis Ende Juni gespielt werden. Doch dann kam eine andere Variante auf den Tisch, die bei allen Beteiligten mehr Anklang fand.

Vorschlag aus Hagen

Kosta Filipou, Trainer der BG Hagen, hatte seine Idee schon im Vorfeld einigen anderen Clubs vorgestellt. Sein Modell sieht eine Einfachrunde bis Ostern vor.

Danach sollen zwölf der 13 Teams Playoffs spielen. In der ersten Playoff-Runde hätten dabei die Plätze 1 bis 4 spielfrei, und es käme zu den Duellen 5. – 12., 6. – 11., 7. – 10. und 8. – 9.. In Runde zwei stiegen dann die vier Erstplatzierten ein und hätten jeweils den Heimvorteil.

“Dieser Vorschlag fand allgemeinen Beifall“, erklärte Christoph Winck, Vorsitzender des BSV Wulfen, am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn er böte gleich mehrere Vorteile. Die Saison sei bis zum Ende sportlich attraktiv und somit für Sportler wie Sponsoren gleichermaßen interessant. Zudem könne noch jede Mannschaft Meister werden.

WBV signalisierte Zustimmung

Auch der WBV signalisierte grundsätzliche Zustimmung. Lothar Drewniok, Vizepräsident Spielbetrieb, nannte die Lösung einleuchtend. Er könne sich das Modell gut vorstellen. Dass der WBV ergänzend einen Saisonstart am ersten März-Wochenende (5. – 7.3.) anregte und bereits über Modalitäten der Einfachrunde – sechs Heim- und Auswärtsspiele für jedes Team, Doppelspieltage mit kurzen Fahrten an den Freitags-Terminen -, spricht ebenfalls dafür, dass der Verband den Vorschlag von Kosta Filipou absegnen wird. Amtlich ist dies aber noch nicht.

Ein wesentlicher Punkt des Modells, betraf auch die Abstiegsregelung. Hier waren sich alle Beteiligten einig, dass es keinen Absteiger geben soll. Dies könnte natürlich dazu führen, dass einige Mannschaften angesichts der finanziell schwierigen Lage im Corona-Jahr aus Spargründen für den Rest der Saison auf ihre Importspieler verzichten werden. „Wenn einem Verein die Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Catering fehlen, ist das eine legitime Überlegung“, erklärte Christoph Winck.

BSV könnte noch die Playoffs schaffen

Der BSV Wulfen hatte bis zum Saisonabbruch alle vier bisherigen Spiele verloren und steht derzeit am Tabellenende. Nach dem angeregten Modus könnte aber auch der BSV noch den Einzug in die Playoffs schaffen. „Ob dieser Modus tatsächlich kommt, kann heute aber leider noch niemand sagen“, sagte der BSV-Vorsitzende, „wir müssen einfach abwarten, wie sich die Pandemie entwickelt und was die Politik vorgibt.“ Denn fest stehe: „Wir wollen alle Basketball spielen. Aber mit Verantwortung.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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