Chef im Ring: Romeo Bakoa (r.) hatte bei seinem ersten Einsatz als hauptverantwortlicher Coach des BSV jederzeit alles im Griff. © Joachim Lücke
Basketball

So coachte Romeo Bakoa den BSV Wulfen zum Sieg über Deutz

Wenn zwei der sonstigen Leistungsträger ausfallen, dann müssen andere Verantwortung übernehmen. Das setzten die BSV Münsterland Baskets Wulfen am Samstag gegen den Deutzer TV hervorragend um.

Ohne Bryant Allen und Lyuben Paskov feierten sie einen verdienten 95:82 (50:39)-Erfolg.

Cotrainer Romeo Bakoa hatte den Spielern diese Vorgabe in der vergangenen Trainingswoche gemacht und sie selber auch vorgelebt. Denn Bakoa musste seinerseits den erkrankten Gary Johnson als Coach vertreten und löste diese Aufgabe genauso gut wie die Spieler – unaufgeregt, besonnen, mit Wechseln und Auszeiten zur rechten Zeit und mit demselben Vertrauen in die Jugend wie Johnson.

Der junge Felix Landwehr – nach Krankheitspause gerade erst wieder ins Team zurückgekehrt – spielte schon in der ersten Halbzeit über acht Minuten, am Ende über 15. Mehr als Routinier Willi Köhler. Doch das hatte andere Gründe.

Denn Köhler war einer der Hauptleidtragenden der vor allem im dritten Viertel schwer nachvollziehbaren Linie der Schiedsrichter. Der BSV-Center geriet früh in Foulprobleme, musste dementsprechend viel Zeit auf der Bank verbringen und schied schließlich mit Foulhöchstzahl aus.

BSV Wulfen - Deutzer TV
Willi Köhler (r.) kassierte am Samstagabend manch unglücklichen Pfiff gegen sich und schmorte deshalb lange auf der Bank. © Joachim Lücke

Glück für den BSV, dass Köhlers Center-Kollege Michael Haucke nicht nur mit dabei, sondern auch wieder voll da war. Seine Präsenz unterm Korb gab dem Wulfener Spiel Sicherheit und die Option, bei Fehlwürfen auch mal auf einen Offensiv-Rebound zu hoffen. Am Ende hatte Haucke mit fast 24 Minuten so lange gespielt wie noch nie in dieser Saison. Auch er ärgerte sich über manch dubiosen Pfiff gegen sich, konnte sich aber mit sieben Punkten, acht Rebounds und zwei geblockten Würfen mehr als trösten.

Wer trifft, hat recht

Schlüssel zum Wulfener Sieg war aber vor allem auch die Trefferquote von außen. Abwarten und bei eigener Führung Zeit von der Uhr spielen, genoss dabei nicht gerade Priorität bei den Wulfener Distanzschützen. Doch am Ende behielten Jonas Kleinert, Nils Strubich oder Matej Silic mit ihren Treffern recht, auch wenn sich mancher die Haare raufte, wenn sie Sekunden nach einem Dreier-Versuch unbeirrt noch mal zum Wurf ansetzten.

BSV Wulfen - Deutzer TV
Nils Peters (r.) lieferte sein wohl bestes Saisonspiel für den BSV, traf fünf von sechs Wurfversuchen und sammelte zudem acht Rebounds. © Joachim Lücke

Es war Ausdruck des Selbstvertrauens, das Romeo Bakoa den Spielern im Training offenbar eingeimpft hatte. Alle Spieler, die Bakoa einsetzte, punkteten auch. Und ein Nils Peters machte sein bislang bestes Saisonspiel und ließ den Ausfall eines Lyuben Paskov glatt vergessen.

  • BSV Wulfen – Deutzer TV 95:82 (50:39; Viertel: 25:16, 25:23, 20:14, 25:29)
    BSV: Silic (13/3), Landwehr (4/1), Strubich (13/3), Bojang (14/2, 6 Reb., 6. Ass.)), Köhler (4), Kleinert (21/5), Haucke (7, 8 Reb.), Peters (13, 8 Reb.), Paskov (o.E.), van Buer (6), Baumgarth (o.E.).
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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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