Mit zwei Reihen schirmten die Spieler der Elsen Knights und der Dorsten Reapers die Behandlung des verletzten Spielers des Gästeteams ab. © Andreas Leistner
American Football

Sichtschutz wie bei Christian Eriksen – Dorsten Reapers und ihre Gegner reagierten vorbildlich

Das erste Liga-Heimspiel in der Vereinsgeschichte der Dorsten Reapers wurde am Samstag von einer Verletzung überschattet. Die Spieler reagierten vorbildlich.

Das zweite Viertel des Spiels zwischen den Dorsten Reapers und den Elsen Knights lief, die Dorstener führten 28:0. Doch das geriet urplötzlich zur Nebensache.

Ein Spieler der Gäste blieb nach einem Sturz mitten auf dem Feld bewegungslos liegen, der Dorstener Teamarzt eilte zu ihm, und schnell wurde klar: Der Verletzte musste ins Krankenhaus.

Dorsten Reapers - Elsen Knights
Die Dorsten Reapers (r.) feierten am Samstag eine gelungene Heimspiel-Premiere. Doch das war Nebensache. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Seine Mitspieler reagierten als erste und stellten sich wie die dänische Fußballnationalmannschaft beim Zusammenbruch von Christian Eriksen als lebender Sichtschutz in einer Reihe vor ihren Teamkollegen und den Arzt. Und es dauerte nur Sekunden, dann bildeten die Spieler der Reapers eine zweite Reihe.

Es begann ein banges Warten, bis der angeforderte Rettungswagen eintraf und der Verletzte abtransportiert wurde. Der Beifall der Zuschauer galt dabei ihm genauso wie den anderen Spielern und ihrer solidarischen Aktion.

Der Elsener Spieler hatte sich offenbar im Bereich des Nackens oder der Halswirbelsäule verletzt. Der Bereich wurde mit einer Manschette stabilisiert. Reapers-Trainer Markus Spangenberg berichtete nach dem Spiel, dass er gehört habe, dass der Verletzte Arme und Beine bewegen konnte. Er hoffte deshalb wie alle anderen Beteiligten, dass die Verletzung nicht so schwerwiegend ist. Genaueres war bei Spielende aber noch nicht bekannt.

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Auf die sportlichen Aspekte der Partie, die 34:8 für die Reapers endete, kommen wir an dieser Stelle später zurück.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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