Der FC RW Dorsten befand sich am Sonntag ab der 86. Spielminute im freien Fall und verlor nach 4:2-Führung am Ende noch mit 4:5. © Archiv
Fußball: Kreisliga A

RW Dorsten-Coach Dirk Cholewinski zur Niederlage: „Noch nicht verdaut“

Der Stachel der Last-Minute-Niederlage vom FC RW Dorsten nach einer 4:2-Führung bei BW Wulfen sitz auch jetzt immer noch tief. Drei-Tore-Mann Yildiz sagt dazu: „Das war sehr bitter“

Bis zur 86. Spielminute sah es – am Sonntag im Duell bei BW Wulfen – für den FC RW Dorsten ganz danach aus, als sollte das Team von Dirk Cholewinski nach zuvor vier Spielen ohne Sieg den ersten Dreier der neuen Saison einfahren. Sein Team führte bis dato mit 4:2.

Doch was fortlaufend passiert – Wulfen dreht die Begegnung und gewann am Ende noch mit 5:4 – ist für Cholewinksi auch einen Tag nach dem Spiel immer noch unerklärlich. „Das habe ich noch nicht verdaut und wahrscheinlich wird es mich auch noch die Woche über beschäftigen“, so der Übungsleiter im Gespräch mit der Redaktion. Er sagt weiter: „Wir müssen das Ergebnis einfach über die Zeit bringen. Egal wer da auf dem Platz steht oder auch nicht. Wenn du auswärts vier Tore schießt und nicht gewinnst, dann weiß ich auch nicht mehr.“

Einwechslungen und Abstimmungsprobleme besiegeln die Niederlage

Kurz vor dem dritten Gegentor hatte Cholewinski noch zwei seiner Spieler aus der Partie genommen. Unter ihnen auch Igor Gajewski, „dadurch haben wir die Ordnung verloren, das war der Genickbruch“, so Cholewinski, der sich voll in die Verantwortung stellt und sagt: „Da muss ich mich nächstes Mal vielleicht auch cleverer anstellen.“ Denn die beiden eingewechselten Akteure seien auch noch nicht wieder zu einhundert Prozent fit gewesen. Hinzu kamen bei den Gegentoren vier und fünf einige Abstimmungsprobleme zwischen der Hintermannschaft und dem Torhüter.

Vorne hingegen lief es eigentlich richtig gut, vor allem Mustafa Yildiz ragte mit drei Toren und einer Tor-Vorlage heraus. „Ich will auch nicht alles schlecht reden und das war es auch nicht“, sagt Cholewinski, der sich gewünscht hätte, dass die Offensivaktionen durch Yildiz am Ende einfach gereicht hätten. Yildiz – der auch früher schon immer mindestens zweistellig erfolgreich war pro Saison – traf zugleich gegen seinen Ex-Coach Arek Knura, der ihn vergangenen Saison noch beim BVH Dorsten trainiert hatte.

Mustafa Yildiz: „Nächstes Wochenende muss ein Sieg her“

Zu der bitteren Last-Minute-Niederlage sagt der 29-jährige Dorstener Mittelfeldspieler, der früher noch im Sturm oder als hängende Spitze agierte, folgendes: „Das war sehr bitter. Ich verliere lieber vier oder fünf zu null und dann auch verdient, als so.“

Die Stimmung sei laut Yildiz nicht schön gewesen, „die Köpfe waren bei allen unten.“ Doch der erfahrene A-Liga-Spieler gibt sich kämpferisch und hofft, dass Ruder schon im nächsten Spiel gegen den ETuS Haltern herum reißen zu können: „Nächstes Wochenende muss ein Sieg her.“

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