Unterschätze nie einen 52-Jährigen! Torwart Andre "Schnippy" Wienkötter war beim 3:1-Sieg von Grün-Weiß Barkenberg III gegen die eigene zweite Mannschaft der Matchwinner seines Teams. © Andreas Leistner
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Rot und Gelb-Rot – im Barkenberger Vereinsderby war mächtig Feuer drin

Vor dem Spiel hatte Vorsitzender Frank Hofmann appelliert, das vereinsinterne Duell zwischen Grün-Weiß Barkenberg II und III möge nicht ausarten. So ganz ging diese Rechnung nicht auf.

Die Ausgangslage war klar: Im Duell mit der eigenen Dritten war die zweite Mannschaft von SuS Grün-Weiß Barkenberg der klare Favorit – und so sahen es auch die Spieler. Auf beiden Seiten.

„Swen Coralic und ich waren uns vorher eigentlich sicher, dass die Zweite gewinnt“, erzählte Andre „Schnippy“ Wienkötter, 52 Jahre alt und Torwart der Dritten. Doch dann machten die Spieler der Zweiten einen Fehler: Sie reizten die Oldies.

Andre Wienkötter, GW Barkenberg
Andre Wienkötter kam in der Saisonvorbereitung auch schon in der Barkenberger Ersten zum Einsatz. © Andreas Leistner © Andreas Leistner

„Da kamen dann Sprüche wie ,Wenn wir gegen die verlieren, können wir mit Fußball aufhören‘ oder „Die hauen wir heute zweistellig weg‘ “, berichtete Wienkötter. Diesen Worten folgten auch Taten, allerdings auf der anderen Seite. Leon Jasper (7. Minute) und Swen Coralic (14.) brachten die Dritte mit 2:0 in Führung, ehe Julien Wolff Barkenberg II in der 26. Minute auf 2:1 heran brachte.

Schon da war es hitzig, und nach dem Seitenwechsel ging es so weiter. „Da war ordentlich Feuer drin“, sagte Andre Wienkötter. Der hielt die knappe Führung seiner Elf gleich mehrmals mit guten Paraden fest, doch seine größte Stunde schlug in der 71. Minute.

Shpatollajs Foul führte zum Elfmeter

Wienkötters Teamkollege Leonard Shpatollaj sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-rote Karte. Damit nicht genug: Das Foul führte auch noch zum Elfmeter. Doch den parierte Andre Wienkötter genauso wie den Nachschuss, und es blieb beim 2:1.

In der hektischen Schlussphase sah Morice Niedick von der Zweiten wegen Beleidigung noch glatt Rot (88.), ehe Pascal Burzik nach einem Konter das 3:1 für die Dritte erzielte und den Sack damit endgültig zumachte (90.).

Nach Spielschluss kühlten sich die erhitzten Gemüter wieder ein wenig ab. „Mit einigen von den Jungs habe ich noch ein Bier getrunken“, erzählte Andre Wienkötter. Konnte er auch, denn einige Spielerfrauen der Dritten hatten dem Matchwinner eine Kiste Bier spendiert. Und GWB-Vorsitzender Frank Hofmann sorgte dafür, dass Schnippys Leistung auch mit einem Platz in Dorstens „Elf des Tages“ honoriert wurde.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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