Christina Honsel machte aus ihrem Herzen nach dem verpassten DM-Titel keine Mördergrube. © Privat
Leichtathletik

Riesenenttäuschung – das sagt Christina Honsel zu DM-Silber

Als Favoritin angereist, mit einer Saisonbestleistung von 1,88 m. Dann mit 1,83 m Zweite geworden. Was sagt Christina Honsel zur Deutschen Hallenmeisterschaft?

Mit Silber statt dem erhofften Gold musste sich Hochspringerin Christina Honsel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund zufrieden geben. Dreimal scheiterte sie an der Höhe von 1,86 m, die die neue Deutsche Meisterin Alexandra Plaza im dritten Versuch überquerte.

Bei der Suche nach Erklärungen tappte die Dorstenerin rund eine Stunde nach dem Wettkampf noch im Trüben: „Woran es gelegen hat, kann ich nicht sagen.“ Fest stand jedoch eines: „Es hat heute wirklich rein gar nichts funktioniert.“

Probleme mit dem Anlauf

Schon beim Einspringen habe sie gemerkt, dass es beim Anlauf Probleme gab: „Ich habe ihn kein einziges Mal richtig getroffen.“ Die Einstiegshöhe von 1,75 m und die 1,80 m seien so noch zu schaffen gewesen. „Aber danach“, so Honsel, „ging gar nichts mehr.“

Dabei wären die 1,86 m eigentlich drin gewesen, meint sie: „Die Höhe hatte ich drauf. Ich bin ja vor zwei Wochen 1,88 m gesprungen und habe mich auch gut gefühlt.“ Über das Ergebnis von Dortmund sei sie deshalb „sehr enttäuscht. Wenn es nicht so wäre, wäre es ja auch seltsam. Aber es geht weiter.“

Blick geht in Richtung Sommersaison

Erst einmal ist eine Woche Pause vorgesehen. „Dann beginne ich mit dem Training für die Sommersaison.“ Den Start bei der Europameisterschaft in Polen Anfang März hatte die für den TV Wattenscheid springende Dorstenerin ohnehin nicht auf dem Schirm: „Die Norm dafür lag bei 1,96 m, genau wie für Olympia. Das ist schon ein bisschen komisch. Vor zwei Jahren lag die EM-Norm noch bei 1,90 m.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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