Der RV Lippe-Bruch Gahlen möchte das Dach seiner kleinen Reithalle (rechts im Bild) sanieren und hat dafür Fördergelder des Landes beantragt. © Privat
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Reiterverein wartet auf 70.000 Euro

Der RV Lippe-Bruch Gahlen wartet auf Geld. Fördergeld des Landes NRW. Dabei sind die 70.000 Euro eigentlich schon bewilligt. Doch ein endgültiger Bescheid fehlt noch.

Im Oktober letzten Jahres stellte der RV Lippe-Bruch bei einer Pressekonferenz unter anderem sein Projekt „Dachsanierung kleine Reithalle“ mit einem Kostenvolumen von rund 120.000 Euro vor. Dafür hatte er aus dem Förderprogramm Moderne Sportstätten 2022 des Landes NRW einen Zuschuss von 70.000 Euro beantragt, und dieser war – bei insgesamt 300.000 Euro Fördermitteln des Programms für die Gemeinde Schermbeck – auch unter Vorbehalt genehmigt worden.

Seit Monaten wartet der Verein aber nun auf den endgültigen Bewilligungsbescheid seitens des Landessportbundes (LSB). RV-Kassenwart Georg Nachbarschulte: „Eine frustaufbauende Geschichte.“ Denn alle erforderlichen Antragsunterlagen wurden – versehen mit dem Votum der Gemeinde Schermbeck über die erfolgte einvernehmliche Abstimmung der Maßnahme – über den Gemeindesportverband dem Landessportbund und von dort der Staatskanzlei in Düsseldorf zugeleitet. Und dort liegen sie offensichtlich immer noch, denn die Genehmigung durch die Staatskanzlei und der daraus resultierende Bewilligungsbescheid stehen weiter aus.

“Nachfragen machen keinen Sinn“

Nachbarschulte: „Nachfragen bei der Staatskanzlei machen keinen Sinn, denn dort gibt es keinen Ansprechpartner.“ Was er aber mit der sicherlich hohen Zahl von Anträgen durch Sportvereine und Sportverbände zu erklären versucht, die ein erhebliches Nachfragepotential erzeugen könnten. Nachbarschulte erläutert weiter: „Zuteilungen wurden bereits ausgesprochen, aber der RV Lippe-Bruch war leider noch nicht dabei. Eine Eingangsbestätigung liegt uns allerdings vor.“

Aufgrund der derzeitigen niedrigen Temperaturen ist die Zusage aus Düsseldorf noch nicht ganz so dringend, da die Dacharbeiten noch nicht in Angriff genommen werden können. Nachbarschulte: „Aber Ende April, respektive im Mai wird es dann doch höchste Zeit für den Bescheid, um die Ausschreibung der Arbeiten vornehmen zu können.“ Denn ein Beginn der Maßnahme ohne Zuwendungsbescheid wäre zuschussschädlich. Zudem befürchtet Nachbarschulte, dass die Baupreise in nicht geringem Umfang steigen könnten: „Das wird hoffentlich kein Damoklesschwert für uns.“

Den Restanteil von 50.000 Euro für die Dachsanierung muss im übrigen der Verein aus Eigenmitteln aufbringen. Das werde im „worst case“ (Nachbarschulte) über ein Darlehen erfolgen, für das die NRW-Bank eine Bürgschaft übernehmen würde. Aber auch dafür muss erst der Bewilligungsbescheid vorliegen. Nachbarschulte: „Und dann können wir auch erst offensiv Spenden bewerben, Sponsoren suchen und andere Mittel und Wege zur Deckung des Finanzbedarfs generieren.“ Und schließt mit Blick auf die sehnlichst erwartete Bewilligung: „Ich hoffe, dass etwas kommt.“

Weitere Baupläne auf Eis gelegt

Weitere für dieses Jahr geplante bauliche Aktivitäten des RV Lippe-Bruch wurden auf Eis gelegt, wie der 2. Vorsitzende Georg Heger darlegt: „Die Planung für die Beregnungsanlage des Dressurvierecks wurde aus Gründen der Kontaktvermeidung zurückgestellt. Das Problem ist, dass wir ein ausreichendes Sportangebot im Moment nicht anbieten können.“ Über das weitere Vorgehen will der Vereinsvorstand am heutigen Montag in einer Sitzung beraten.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Armin Dille, Jahrgang 1952, Dorstener und Ruheständler, seit 1988 freiberuflicher Journalist mit Tätigkeitsschwerpunkt Sportberichterstattung, vornehmlich Fußball, Basketball und Reitsport.
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