Corona wird für den SV Schermbeck mehr und mehr zum prägenden Thema der Saison. © dpa
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Partie gegen den FC Kaan-Marienborn: Der SV Schermbeck hat Gewissheit

Kann die Oberliga-Partie des SV Schermbeck gegen den 1. FC Kaan-Marienborn am Donnerstag stattfinden? Mittlerweile herrscht Klarheit.

SVS-Trainer Sleiman Salha machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Das ist natürlich alles andere als optimal, wenn du immer erst 24 Stunden vor einem Spiel erfährst, ob es stattfindet. Gute Vorbereitung sieht anders aus.“ Immerhin hat Salha nun Klarheit.

Bis Mittwochnachmittag wartete der 1. FC Kaan-Marienborn immer noch auf das Ergebnis eines Coronatests, den eine Kontaktperson aus dem familiären Umfeld eines FC-Spielers hatte vornehmen lassen. Mittlerweile herrscht aber Klarheit, ob das Spiel überhaupt stattfindet: Der Staffelleiter Reinhold Spohn entschied gemeinsam mit den Vereinen die Partie abzusagen.

Statement des FC Kaan-Marienborn

Kaan-Marienborn veröffentlichte folgendes Statement auf seiner Vereinswebseite: „Leider ist das Testergebnis bedingt durch die gestiegenen Fallzahlen und die gestiegene Anzahl an Testungen nicht zum erhofften Zeitpunkt bei uns eingetroffen. Da wir und der SV Schermbeck aber auch planen müssen, haben wir den Staffelleiter gemeinsam gebeten, das Spiel zu verschieben. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Herrn Spohn, aber ganz besonders beim SV Schermbeck. Der Verein hat sehr großes Verständnis für die Entscheidung gezeigt“, so Kaans Sportlicher Leiter Jochen Trilling.

Staffelleiter Reinhold Spohn erklärte zuvor noch: „Es kann sein, dass das Ergebnis erst kurzfristig kommt. Vielleicht sogar erst am Donnerstag.“ Dem kamen Kaan-Marienborn, der SVS und Spohn selbst nun zuvor.

Für den SV Schermbeck wird die Corona-Pandemie unterdessen mehr und mehr zum prägenden Faktor der Saison. Zunächst musste der SVS selbst die Corona-Infektion einiger Spieler und die entsprechenden Quarantänemaßnahmen überstehen, was zum Ausfall zweier Spiele führte. Dann stand zunächst das Auswärtsspiel bei Westfalia Rhynern am vergangenen Sonntag auf der Kippe. Nun folgte eine weitere Absage.

Keine Chance für ein Saisonende?

„Das ist alles brutal“, sagt Salha, „das zu verpacken.“ Der Trainer spricht von den emotionalen Punkten in der laufenden Saison mit dem Einzug in das Westfalenpokalfinale, das dann verloren wurde, den vielen Coronafällen in der eigenen Mannschaft und der immer wieder herrschenden Ungewissheit bei den Spielen. Salha ist sich sicher: „So wird die Saison nicht zu Ende gebracht werden können.“

Einen Vorwurf will er keinem machen. „Keiner weiß, wie man richtig mit dieser Situation umgeht.“ Staffelleiter Reinhold Spohn sagte nach der Absage: „Wir sagen lieber ein Spiel zu viel als eins zu wenig ab.“ Das heißt: Es reicht mittlerweile, wenn wie bei Kaan-Marienborn im Umfeld einer Mannschaft ein noch nicht einmal bestätigter Fall vorliegt. Der Verdacht reicht aus.

„Das kann derzeit keiner sagen“

Wie so eine Oberliga-Saison mit möglicherweise mehr als 40 Nachholspielen zu Ende gespielt werden soll, ist eine Frage, die Spohn derzeit nicht beantworten kann. „Das kann derzeit keiner sagen.“

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