Oliver Logermann wechselt im Sommer innerhalb der Landesliga 4. © Sebastian Reith
Fußball

Oliver Logermann wechselt innerhalb der Liga: „Die Landesliga 4 hat riesige Qualität“

Erst zu dieser Saison war Oliver Logermann mit dem SV Drensteinfurt in die Landesliga 4 aufgestiegen. Im Interview erzählt er von seinem Wechsel nach Roxel, den Qualitäten der Liga und seinen Favoriten.

Im vergangenen Sommer war der Jubel beim SV Drensteinfurt groß: Der kleine Verein erreichte den Aufstieg in der Landesliga 4. Dort lief es aber vor allem auch durch äußere Umstände nicht wirklich gut – die Mannschaft steht bei der Saisonunterbrechung auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Vor ein paar Wochen dann die nächste Hiobsbotschaft: Der langjährige Trainer Oliver Logermann verlässt den Verein zum Saisonende. Er wechselt innerhalb der Liga zum BSV Roxel, den er dann gemeinsam mit Manuel Andrick trainieren wird. Im Interview mit Redakteurin Johanna Wiening erzählt er von den Gründen, der Qualität der Liga und welche Mannschaften er am Ende ganz vorne sieht.

Herr Logermann, zum Saisonende verlassen Sie den SV Drensteinfurt. Wie kam es dazu?

Ich war ja ziemlich lange in Drensteinfurt. Erst war ich noch drei Jahre als Spieler da, im Sommer beende ich dann meine vierte Saison als Trainer. Nach so langer Zeit wollte ich jetzt mal etwas anderes machen und mir eine neue Herausforderung suchen. Aus Roxel kam dann auch das passende Angebot. Das ist ein toller Verein, ich kenne viele schon. Außerdem passt es ganz gut, weil ich wieder einen Job in Münster wollte, weil ich ja Münsteraner bin.

Für Drensteinfurt war der Aufstieg in die Landesliga ein ganz tolles Event, was sich der Verein verdient hat. Aber die Strukturen sind nicht ganz so mitgewachsen. Zwischen mir und dem Verein ist aber kein böses Blut geflossen. Ich fühle mich dort nach wie vor wohl.

In dieser Saison war der SV Drensteinfurt ja gewissermaßen einer der größten Pechvögel im Bezug auf die Corona-Pandemie. War das auch ein Grund für Ihren Wechsel?

Nein, überhaupt nicht. Das war absolut unabhängig davon. Es ist ja bekannt, dass es bei uns einige unglückliche Umstände von außen gab. Das hat uns natürlich ein wenig den Spaß verdorben. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass die Mannschaft absolut das Potential hätte für die Landesliga. Und wenn es in dieser Saison nochmal losgehen sollte, würden wir auch nochmal alles reinhauen. Dann könnten wir nochmal zeigen, welche Qualitäten wir haben.

Sie haben die Landesliga 4 ja bisher eher in Ansätzen erlebt. Wie empfinden Sie die Qualität der Liga?

Die Landesliga 4 hat eine riesige Qualität. Ich finde es total spannend, wie ausgeglichen alles ist. Die IG Bönen gilt ja als Top-Favorit der Liga zum Beispiel, aber als wir gegen sie gespielt haben, war das auch lange Zeit auf Augenhöhe. Am Ende haben wir zwar deutlich verloren, aber bis zur 87. Minute konnten wir total mithalten. Das zeigt, Jeder kann Jeden schlagen – aber eben auf einem sehr hohen Niveau.

Gibt es denn Mannschaften, die Sie für besonders stark halten?

Man muss schon sagen, dass der SV Herbern eine enorm starke Mannschaft hat. Ich habe die in dieser Saison ein paar Mal gesehen und finde, dass die Qualität da groß ist. Dann gibt es natürlich noch die IG Bönen, die jetzt nicht die Übermannschaft ist, wie man es erwartet hat, aber trotzdem ziemlich gut ist. Und auch den SC Altenrheine fand ich gegen uns sehr gut.

Und wo steht der BSV Roxel dann in der kommenden Saison?

Gute Frage (lacht). Ich glaube, wir haben eine gute Truppe, die ich mit meinem Co-Trainer Manuel (Andrick, Ex-Trainer des TuS Sythen, Anm. d. Red.) natürlich weiter aufbauen will. Wobei wir nicht die klassische Trainer/Co-Trainer-Verteilung haben und viel zusammen als Trainerteam machen werden. Wir haben aber das Glück, dass uns die meisten Spieler erhalten bleiben. Da ist dann denke ich schon das Ziel, oben mitzuspielen. Wenn es dann sogar mal in die Westfalenliga geht, wäre das nicht schlecht – ist aber erstmal auch kein Muss.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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