Fußball

Nachbarverband geht nächsten Schritt in Richtung Saisonabschluss

Wann und wie die Saison für die Amateurfußballer zu Ende gehen wird, steht noch in den Sternen. Der Nachbarverband Mittelrhein hat jetzt trotzdem einen Plan festgezurrt, wie er verfahren will.
Für den Re-Start haben die Verantwortlichen des Fußballverbands Mittelrhein einen Plan entwickelt. © Jens Lukas

Weder Spieler, noch Trainer oder Verbandsfunktionäre wissen, wie die aktuell unterbrochene Saison im Amateurfußball zu Ende gehen wird. Alle Aktiven sehnen sich aber nach einer Perspektive. Die hat nun der Fußballverband Mittelrhein (FVM) seinen Mitgliedern anhand von fünf Grundsätzen zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs aufgezeigt.

Neun Videokonferenzen, insgesamt 350 Teilnehmer – hinter den Verantwortlichen der Mittelrhein-Fußballkreise liegt ein intensiver Dienstag. Informiert wurde darüber, wie der Verband um Präsident Bernd Neuendorf gedenkt, den Spielbetrieb im Seniorenbereich wieder aufzunehmen. Dass es aufgrund ausstehender politischer Vorgaben noch nicht möglich sei, konkrete Termine zu nennen, sei aber klar.

Hinrunde soll fortgesetzt werden

Verständigt haben sich die Führungsgremien des FVM und seiner Kreise auf fünf Grundsätze. „Unser Ziel ist es, die Spielzeit sportlich zu beenden“, erläuterte der Vorsitzende des Verbandsspielausschusses, Markus Müller. Der erste Grundsatz: „Eine Saison mit Hin- und Rückrunde ist nicht mehr zumutbar. Daher wollen wir die Spielzeit in einer einfachen Spielrunde abschließen und so Meister, Auf- und Absteiger ermitteln. Vor der Saison hatten wir genau für diesen Fall die Spielordnung angepasst, um bei pandemiebedingten Unterbrechungen den Spielmodus ändern zu können“, so Müller.

Zweiter Grundsatz ist, dass die Saison ab dem Spieltag fortgesetzt wird, an dem sie im Oktober unterbrochen worden ist. Im Regelfall würden die noch ausstehenden Spieltage am Wochenende und an den Feiertagen angesetzt. Die Nachholspiele fänden unter der Woche statt. Die Spielzeit soll am 30. Juni 2021 enden, um zeitliche Konflikte mit dem Start der Folgesaison zu vermeiden, umreißt der Verband in seiner Mitteilung den dritten Grundsatz.

Einheitliche Wertung für alle Ligen

Der vierte besagt, dass möglichst alle Staffeln auf Verbands- und Kreisebene nach einer einheitlichen Regelung gewertet werden sollen. „Unterschiedliche Wertungsentscheidungen haben größere organisatorische Auswirkungen auf die Staffelgrößen in der kommenden Saison. Das möchten wir unseren Vereinen gern ersparen“, so Müller. Der fünfte Grundsatz bezieht sich auf den Pokalwettbewerb: „Unser Ziel ist es, die Pokalsieger sportlich zu ermitteln, damit wir die Teilnehmer für den DFB-Pokal melden können“, so Müller.

Grundsätzlich sprach sich FVM-Präsident Neuendorf dafür aus, dem Freizeit- und Breitensport eine Perspektive aufzuzeigen. „Insbesondere für Kinder und Jugendliche muss eine Möglichkeit geschaffen werden, sukzessive wieder auf die Sportanlagen zurückzukehren“, so Neuendorf.

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