Kommen Hendrik Löbler, Dennis Hubert, Jonas Goeke und Samy Mertens (v.l.) mit dem SV Rot-Weiß Deuten in dieser Saison noch mal zum Einsatz? Es wird immer unwahrscheinlicher. © Joachim Lücke
Fussball

Kann RW Deuten endlich einen Haken an die Saison machen?

Die Fortsetzung der Saison in der Westfalenliga 2 steht weiter in den Sternen. Je länger aber der Lockdown dauert, desto unwahrscheinlicher wird es, dass der SV RW Deuten noch einmal um Punkte spielt.

Staffelleiter Alfred Link will sich aber noch nicht festlegen, sondern verweist auf die Politik: „Am 18. April treffen sich die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin wieder, um neue Maßnahmen zu bestimmen. Etwa zwei Tage später werden wir uns beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) zusammensetzen und besprechen, wie es weitergehen kann.“

Link sagt auch, dass das der letzte mögliche Termin sei, um doch noch die 50 Prozent zu schaffen: „Wir geben den Vereinen vier Wochen zur Vorbereitung, dann könnte man mit Spielen an Fronleichnam und Christi Himmelfahrt noch zu einer Wertung kommen.“ Zusätzlich zu den neun Spieltagen müssten aber einige Clubs noch Nachholspiele bestreiten. Das wird also ein strammes Programm bis zum offiziellen Saisonende am 30. Juni, und neue Ausfälle darf es auch nicht geben.

Bei Abbruch keine Auf- und Absteiger

Sollte der Spielbetrieb aber nicht wieder aufgenommen werden können, geht kein Weg mehr daran vorbei, die Saison abzubrechen. Dann werde es keine Auf- und Absteiger geben, so Link: „Die Ligen bleiben dann so, wie sie sind. Wir haben auch die Option von Pflicht-Testspielen nicht mehr weiterverfolgt. Die Vereine könnten aber Spiele vereinbaren. Dann könnten sie noch ein paar Einnahmen generieren.“

Die genannten Regelungen gelten aber nur für die überkreislichen Ligen des FLVW. So kann es für die Oberliga unliebsame Überraschungen geben. Momentan stehen in der Regionalliga West, die ihre Saison ganz normal beenden wird, drei westfälische Mannschaften auf einem Abstiegsplatz, sodass die Oberliga auf 24 Teams anwachsen könnte. Alfred Link sagt: „Nun rächt sich, dass die Oberliga-Vereine in einer 21er Liga und nicht in zwei Gruppen spielen wollten. In diesem Modus wären wir zu einer Wertung gekommen.“

Bezirksligen könnten sich aufblähen

Doch auch die Bezirksligen sind betroffen. Unterhalb davon entscheiden nämlich die Kreise, wie es weitergeht. So kann es sein, dass es einige Aufsteiger aus den A-Ligen geben kann, die in den zehn Bezirksliga-Gruppen untergebracht werden müssten. Bei 34 Kreisen im FLVW ist kaum mit einer einheitlichen Regelung zu rechnen, da alle unter anderen Voraussetzungen in den Restart gingen. In der Kreisliga A Tecklenburg spielen beispielsweise 20 Teams, und es stehen 13 Spieltage aus. In der A-Kreisliga Hochsauerlandkreis fehlen hingegen nur noch sechs Spiele bis zur Wertung. Während es also für die einen unmöglich ist, die 50-Prozent-Hürde zu knacken, wäre es für die anderen ohne Probleme machbar.

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