Nicht nur für Benedikt Jansen (l.) und den SV Hardt brächte die Quotientenregel Stand jetzt reichlich Turbulenzen. © Joachim Lücke
Fussball

In der Landesliga 4 bliebe kein Stein auf dem anderen

Wenn die Landesliga 4 nach derzeitigem Stand mit der Quotientenregel gewertet würde, bliebe dort kein Stein auf dem anderen.

50 Prozent aller Spiele müssen gespielt sein, bevor die Fußball-Saison gewertet werden kann. Das bedeutet nicht, dass alle Mannschaften bei Abbruch oder Saisonende gleichviele Begegnungen haben müssen.

Welche Auswirkungen es haben kann, wenn das nicht der Fall ist, zeigt sich überdeutlich in der Landesliga 4. Denn würde dort nach heutigem Stand die Quotientenregel angewandt, gäbe es massive Veränderungen.

Ganze vier von 18 Vereinen blieben nämlich auf demselben Platz, den sie aktuell nach klassischer Wertung innehaben. Das sind zum einen die drei Teams am Ende der Tabelle, zum anderen der Tabellendritte SV Herbern. Alle anderen Mannschaften wechseln munter die Plätze.

So würde Spitzenreiter Altenberge auf den vierten Platz zurückfallen, neuer Spitzenreiter wäre der bisherige Tabellenzweite Werne. Den größten Sprung aber legte die IG Bönen hin. Von Platz zehn geht es rauf auf zwei. Denn die Islamische Gemeinschaft (IG) hat zwar erst vier Spiele bestritten, während andere Clubs schon acht Begegnungen absolviert haben. Davon hat Bönen aber drei Viertel gewonnen und kommt so auf einen Quotienten von 2,25.

Runter geht es unterdessen für den SV Dorsten-Hardt, nämlich um zwei Plätze von acht auf zehn. Noch härter trifft es die Reserve des TuS Haltern, die von Platz fünf auf Platz nun zurückfiele.

Man sieht: Bis es zu einer sinnvollen und möglichst gerechten Wertung der Saison kommen kann, müssen noch viele Spiele absolviert werden und muss vor allem die Anzahl der bestrittenen Partien pro Verein so gut wie möglich ausgeglichen werden. Sonst gibt es auch beim Saisonende massive Verwerfungen und manch böses Erwachen.

Landesliga 4

Die herömmliche Tabelle

1. Altenberge 8 5 1 2 19 : 13 16

2. Werner SC 6 4 2 0 15 : 4 14

3. Herbern 6 4 1 1 14 : 7 13

4. E. Ahaus 8 4 1 3 14 : 12 13

5. Haltern II 8 4 1 3 15 : 15 13

6. Roxel 7 4 1 2 7 : 8 13

7. Altenrheine 6 4 0 2 12 : 7 12

8. Dorsten-H. 8 4 0 4 21 : 17 12

9. Borken 6 4 0 2 10 : 9 12

10. IG Bönen 4 3 0 1 12 : 6 9

11. Bor. Münster 8 3 0 5 9 : 11 9

12. Heiden 7 3 0 4 14 : 17 9

13. Gemen 7 2 2 3 7 : 9 8

14. Wettringen 8 2 1 5 12 : 15 7

15. Bockum-H. 5 2 0 3 7 : 7 6

16. Senden 6 1 1 4 12 : 18 4

17. Wiescherh. 5 1 0 4 5 : 18 3

18. Drensteinf. 7 0 1 6 6 : 18 1

Die Tabelle nach Quotientenregel

1. Werner SC 6 4 2 0 15 : 4 2,34

2. IG Bönen 4 3 0 1 12 : 6 2,25

3. Herbern 6 4 1 1 14 : 7 2,17

4. Altenberge 8 5 1 2 19 : 13 2,00

5. Altenrheine 6 4 0 2 12 : 7 2,00

6. Borken 6 4 0 2 10 : 9 2,00

7. Roxel 7 4 1 2 7 : 8 1,76

8. E. Ahaus 8 4 1 3 14 : 12 1,63

9. Haltern II 8 4 1 3 15 : 15 1,63

10. Dorsten-H. 8 4 0 4 21 :17 1,50

11. Heiden 7 3 0 4 14 : 17 1,29

12. Bockum-H. 5 2 0 3 7 : 7 1,20

13. Bor. Münster 8 3 0 5 9 : 11 1,13

14. Gemen 7 2 2 3 7 : 9 1,14

15. Wettringen 8 2 1 5 12 : 15 0,88

16. Senden 6 1 1 4 12 : 18 0,67

17. Wiescherh. 5 1 0 4 5 : 18 0,60

18. Drensteinf. 7 0 1 6 6 : 18 0,14

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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