Moritz Sanders traf mit den Nürnberg Falcons beim Neustart nach siebenwöchiger Coronapause ausgerechnet auf Phoenix Hagen. © Sportfoto Zink / DaMa
Basketball

Hagen spielt gegen Nürnberg Falcons den Phoenix aus der Asche

Exakt 49 Tage nach ihrem letzten Liga-Spiel kehrten der Dorstener Moritz Sanders und die Nürnberg Falcons in den Spielbetrieb der 2. Bundesliga Pro A zurück – und das ausgerechnet bei Phoenix Hagen.

Hagen, jenes Team also, das Anfang November beim letzten Aufeinandertreffen den Coronavirus bei den Falcons eingeschleppt hatte. Die Nürnberger hatten danach auf eine langfristige Strategie gesetzt, um erst dann wieder ins Spielgeschehen einzugreifen, wenn die Akteure die Erkrankung komplett überwunden hätten. Hagen war anders vorgegangen, nach der Quarantäne verhältnismäßig schnell wieder in den Ligabetrieb eingestiegen – und hatte den Preis dafür bezahlt.

Einem klaren Sieg über Trier (102:77) folgten Niederlagen gegen Paderborn (75:105) und Schwenningen (54:84), bei denen überdeutlich wurde, dass das Team nach der Coronapause noch erhebliche konditionelle Rückstände hatte.

Hagen zog daraufhin die Notbremse und nahm das Team ebenfalls wieder aus dem Spielbetrieb, um genau wie Nürnberg komplett zu regenerieren. Das Duell zwischen Phoenix und Falcons war deshalb am Sonntag für beide Mannschaften ein Neustart.

Moritz Sanders war der Mann der ersten Minuten

Der verlief für die Gäste aus Nürnberg zunächst besser. Mann der ersten Minuten war auf Nürnberger Seite Moritz Sanders, der die ersten sechs Punkte seines Teas im Alleingang erzielte. Die Falcons nutzten dabei ihre Größenvorteile konsequent aus und suchten konsequent den Weg in Korbnähe. Als die Gäste dann auch noch von der Dreier-Distanz zu treffen begannen, zogen sie bis zum Ende des ersten Viertels auf 29:24 davon und bauten diesen Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 50:39 aus.

Phoenix Hagen zeigte mehr Biss

Im dritten Viertel wuchs der Nürnberger Vorsprung noch einmal auf 13 Punkte an, doch dann drehte sich die Partie zunehmend. Das Momentum lag nun eindeutig bei den verbissen um jeden Ball kämpfenden Gastgebern. Nürnberg leistete sich immer wieder schlampige Anspiele auf seine langen Leute am Korb, und Hagen nutzte die Ballgewinne zu Tempogegenstößen und einfachen Punkten.

Fünf Minuten vor dem Ende ging Phoenix erstmals seit den Anfangsminuten wieder in Führung (77:76) und rettete diese am Ende mit 88:86 zum zweiten Saisonsieg ins Ziel, weil ein letzter Dreier-Versuch der Gäste mit der Schlusssirene am Korb vorbei segelte.

Moritz Sanders brachte es auf 12 Punkte, zwei Rebounds und zwei Assists. In der Tabelle bleibt Nürnberg mit zwei Saisonsiegen Elfter. Hagen schloss mit nun ebenfalls zwei Siegen auf und liegt auf Platz zwölf.

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Andreas Leistner

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