„Da springen wir rein, egal, wie es ausgeht!“, stand für die Spielerinnen des TC Deuten und den Vereinsvorsitzenden Jan-Henning Janowitz schon vor dem Spiel fest, als sie das große Badebecken auf der luxuriösen Gladbacher Anlage gesehen hatten. © Privat
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Gladbach war zu stark – Deutens Traum vom Zweitliga-Aufstieg ist geplatzt

Die Damen des TC Deuten werden auch im kommenden Sommer in der Regionalliga aufschlagen. Das Finale um den Zweitliga-Aufstieg verlor der TCD in Gladbach glatt.

Den ersten Dämpfer erlitten die Aufstiegsträume der Regionalliga-Damen des TC Deuten bereits am Samstag. Aus dem erhofften „Finale dahoam“ wurde nichts, weil der favorisierte TC GW Aachen völlig überraschend mit 4:5 den Kürzeren gegen den Gladbacher HTC zog.

„Aachen hat es offenbar nicht verstanden, seine Topbesetzung für diesen wichtigen Termin zusammen zu bekommen“, sagte Deutens Vorsitzender Jan-Henning Janowitz. Die Gladbacherinnen dagegen hatten für die entscheidenden Partien um den Aufstieg in die 2. Bundesliga alles aufgefahren, was der Kader hergab, und sicherten sich mit ihrem Halbfinalsieg zugleich das Heimrecht im Endspiel.

TC Deuten vorm Aufstiegsfinale
Vor der Partie in Gladbach schworen sich Vorsitzender Jan-Henning Janowitz und die Spielerinnen des TC Deuten gemeinsam ein. Doch es sollte nichts nützen. © Privat © Privat

Dort zeichnete sich der Erfolg der Gastgeberinnen schon in der ersten Einzelrunde ab. 3:0 führte Gladbach nach den Matches von Dinah Pfizenmaier (1:6/3:6), Linda Puppendahl (1:6/2:6) und Franziska Kommer (2:6/0:6).

„Gladbach war einfach in jedem Spiel besser“, erkannte Jan-Henning Janowitz neidlos an. Mit Julie Belgraver, Jasmijn Gimbrere und Lizette Blankers hatten die Gastgeberinnen allein drei Niederländerinnen aufgeboten. Vor allem bei Blankers staunte der Deutener Vorsitzende: „Ich habe in der Regionalliga noch nie eine so starke Spielerin an Position sechs gesehen.“

TC Deuten nach dem Finale
Freude über die gute Saison statt Frust übers verlorene Finale prägte die Stimmung beim TC Deuten. © Privat © Privat

So wunderte es nicht, dass Deuten auch in der zweiten Einzelrunde kein Bein an den Boden bekam. Pauline Hirt (2:6/0:6), Louisa Völz (2:6/4:6) und Anna Beßer (5:7/1:6) mussten sich ebenfalls in zwei Sätzen geschlagen geben. Damit war das Finale entschieden, und auf die Austragung der Doppel konnte verzichtet werden.

Allzu sehr grämten sich die Gäste aber nicht: „Wer hätte vor der Saison gedacht, dass wir dieses Finale erreichen?“, fragte Jan-Henning Janowitz: „Wir haben eine tolle Saison gespielt. Heute haben uns sehr viele Leute hierhin nach Gladbach begleitet, auch das hat gut getan.“

TC Deuten nach dem Finale
Trotz der 0:6-Niederlage fand der Sonntag für die Spielerinnen des TC Deuten einen versöhnlichen Abschluss. © Privat © Privat

Und außerdem konnten sich Janowitz und die Deutener Spielerinnen neben dem reichhaltigen Buffet, das der Gladbacher HTC aufgetischt hatte, auch mit einem anderen Vorzug der luxuriösen Sportanlage trösten: Als sie das Badebecken entdeckt hatten, hatte für die Deutenerinnen schon vor dem Spiel festgestanden: „Da springen wir hinterher rein, egal, wie‘s ausgeht!“ Gesagt, getan – und auch das trug dazu bei, dass am Ende die Freude über eine starke Saison den Frust über das verlorene Finale überwog.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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