Fitness-Experte Andreas Schilasky geht nach dem allgemeinen Auftakt seiner Abnehm-Tipps nun ins Detail. © Privat / Grafik Klose
Die Fitness-Kolumne

Fitness-Experte Andreas Schilasky: „Abnehmen mit Seneca und Rocky Balboa“

Fitness-Experte Andreas Schilasky gibt in seiner Kolumne wieder Tipps zum Abnehmen. Er verwendet dabei die Smart-Methode und zitiert sowohl Seneca als auch Rocky Balboa.

Hallo zusammen,

von der ersten Folge meiner Kolumne hat euch letzte Woche vielleicht ein wenig der Kopf gebrummt? War ein bisschen viel auf einmal, geb‘ ich zu. Aber das Thema liegt mir halt am Herzen und für eine erste Orientierung war das wichtig. Aber ab heute geht es ins Detail.

Ihr erinnert euch an meine sieben zentralen Tipps zum Abnehmen? Der erste lautet: „Klare Ziele formulieren!“ Und genau darum geht es heute.

Es geht nicht um Träume oder Wünsche, sondern um Ziele. Das ist ein Riesenunterschied. Um es mal mit Seneca zu sagen: Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig. Und um unser Ziel zu definieren, wenden wir die S.M.A.R.T.-Methode an.

Nicht für andere abnehmen, sondern für sich selbst

Das S steht dabei für spezifisch: Ich lege für mich fest, was ich erreichen will. 5 kg abnehmen oder 5 km unter 30 Minuten laufen – ganz egal, es muss nur festgelegt werden. Und es muss mein eigenes Ziel sein, nicht den Ansprüchen irgendwelcher anderen entsprechen.

Das M bedeutet, dass unser Ziel messbar sein soll. Wie gesagt: Das können die 5 kg sein oder ein Blutdruck-Wert, der Bauchumfang oder der Zuckerspiegel.

Ganz wichtig ist das A. Das Ganze muss attraktiv sein. Habe ich selbst wirklich Spaß, wenn ich mein Ziel erreiche? Passt mir die Hose wieder, genieße ich den Urlaub mehr? Muss ich weniger Tabletten nehmen?

Bauch
Auch der Bauchumfang kann als exakte Maßeinheit für das dienen, was man sich zum Ziel setzt. © dpa © dpa

Bei alledem muss man auch realistisch bleiben. Dafür steht das R. Nach meiner Erfahrung kann man pro Woche 300 bis 1000 g Gewichtsverlust ansetzen. Am Ende muss aber jeder selbst entscheiden, wohin er will. Ich sage immer: Körpergröße minus 100, dann hat niemand, egal ob Mann oder Frau, gravierendes Übergewicht. Der Body-Maß-Index ist mir im Vergleich dazu viel zu kompliziert.

Klaren Zeitplan aufstellen

Und schon sind wir beim T wie terminiert: Wir müssen uns ein klares Datum setzen, das auch nicht verwässert werden darf. Habe ich das Datum erreicht, schaue ich, wo bin ich angekommen? Und sollte ich mein Ziel nicht erreicht haben, muss ich fragen: Was habe ich falsch gemacht? Und welche Stellschrauben muss ich ändern? Vielleicht muss ich auch die Zeitachse verlängern. Allerdings bitte nicht bis ins Unendliche.

Entscheidend ist, dass man sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt. Das gilt beim Abnehmen genauso wie im restlichen Leben. Eine Studie besagt, dass nur acht Prozent der Menschen ihre Neujahrsvorsätze tatsächlich verwirklichen. Die restlichen 92 erleiden einen Rückschlag, das gehört also dazu. Dazu zitiere ich gerne Rocky Balboa: Es ist nicht wichtig, wie viele Schläge du austeilen kannst. Es ist wichtig, wie viele du einstecken kannst ohne aufzugeben.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal, Andreas

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