Immer mit vollem Einsatz dabei: der BSV-Fanclub Wulfen Xtream. © Joachim Lücke
Basketball

Fans reißen den BSV Wulfen in Hagen mit zum Sieg

Auswärtsspiel bei der BBA Hagen – das bedeutet für die Fans ein Problem, denn Hagen spielt freitags. Der BSV Wulfen hatte trotzdem wichtige Unterstützung dabei.

Die Heimspiele der Basketball-Akademie Hagen (BBA), dem Zusammenschluss der BG Hagen und des Basketball Boele-Kabel, finden seit Jahren freitags statt. Das bedeutet für di Gastgeber einen doppelten Vorteil. Zum einen können die Hagener junge Talente aus dem Pro-A-Kader von Kooperationspartner Phoenix Hagen einsetzen, der in der Regel samstags oder sonntags spielt. Zum anderen müssen die Gastteams auf nennenswerte Unterstützung durch eigene Fans verzichten. Zahlenmäßig waren die BSV Münsterland Baskets Wulfen da am vergangenen Freitag keine Ausnahme.

„Ich glaube, ich habe außer uns noch sechs andere Wulfener in der Halle gesehen“, erzählte Nico Pal vom BSV-Fanclub Wulfen Xtream. Zusammen mit den neun mitgereisten Fanclub-Mitgliedern machte das also überschaubare 15. Doch die gaben alles und sollten noch eine entscheidende Rolle spielen.

Starkes erstes Viertel

Es begann gut für den BSV. 30:26 führten die Gäste nach dem ersten Viertel und hatten dabei vor allem offensiv geglänzt. „Aber dann war es wie in Hamm“, berichtete Nico Pal. Der BSV verlor den Faden, suchte vor allem von außen den Abschluss, was aber bei sinkender Trefferquote nach hinten los ging. Viele dumme Ballverluste taten ein Übriges, zur Halbzeitpause führte Hagen 47:41, und vor dem Schlussviertel sah die BBA beim 68:55 schon fast wie der Sieger aus.

Doch während der Mannschaft ganz offenbar die Nerven flatterten, ließen sich die Xtream-Fans nicht beirren. „Wir haben auch in den Auszeiten weiter supportet, und das hat di Mannschaft wohl auch gemerkt. Auf jeden Fall haben sie zwischendurch in unsere Richtung applaudiert“, freute sich Nico Pal. Und die Hilfe von den Rängen half.

Der BSV fing sich wieder, drehte das Spiel und führte zwischenzeitlich schon 76:71, bevor es noch einmal ganz eng wurde. 3,4 Sekunden vor dem Ende erzwang Bryant Allen gegen drei Verteidiger den Siegkorb zum 81:80, während Hagen seine letzte Wurfchance vertändelte, weil Milen Zahariev auf die Auslinie trat.

Die Wulfener Mannschaft wusste nach der Schlusssirene, bei wem sie sich bedanken durfte, und Cotrainer Romeo Bakoa spendierte den Fans eine Kiste Bier. „Aber die musste noch warten“, berichtete Nico Pal, „schließlich waren wir alle privat angereist und mussten noch fahren.“ An einem Freitagabend im Dezember.

Doch es hat sich gelohnt: Zum Abschluss der Hinrunde ist Wulfen Siebter, und die Fans dürfen von den Play offs träumen.

  • BSV: Šilić (2), Strubich (6/2), Allen (26/4), Bojang (10/2), Köhler (3), Kleinert (6/2), Haucke (10/1), Korte, Paskov (16/1), van Buer (2).
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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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