Rot-Weiss Dorstens Samet Varli (r.) wird hier von seinem Marler Gegenspieler von den Beinen geholt. Auch das Endergebnis war für Varli und Co. unerfreulich. © Ralf Pieper
Fußball-Kreisligen

Einem Trainer verschlug‘s die Sprache – so spielten Dorstens Kreisligisten

Ein Dorstener Kreisliga-Trainer war nach dem achten Spieltag so bedient, dass er übers Spiel seiner Mannschaft nicht mehr sprechen wollte. Der Trainer des Gegners sprang ein.

Kreisliga A1 RE

FC RW Dorsten – SC Marl-Hamm 1:4

Im Heimspiel gegen den SC Marl-Hamm verlor der FC Rot-Weiss Dorsten mit 1:4 und klebt damit weiter am Tabellenende fest.

In einer unterdurchschnittlichen Partie gingen die Gäste in der 41. Spielminute durch ein Eigentor von Igor Gajewski mit 1:0 in Führung. Allerdings hatten die Marler bis zu diesem Zeitpunkt neben dem Umstand, dass die Führung aus einem Eigentor resultierte, mehrfach auch Glück, nicht selbst in Rückstand gegangen zu sein. So jedenfalls die Ansicht von Marls Trainer Henry Schoemaker, der sich anstelle von FC-Trainer Dirk Cholewinski bereit erklärte, ein paar Takte über die Partie zu verlieren.

Rot-weiße Hoffnung keimte auf, als Maxi Krauel in der 67. Minute den umjubelten 1:1-Ausgleich für die Dorstener erzielte. Erstickt wurde diese Hoffnung aber nur sieben Minuten später, als die Hammer wieder mit 2:1 in Führung gingen.

Chancen waren da, um auch diesen Rückstand wett zu machen, doch der FC benötigt einfach zu viele Chancen, um zu treffen. Ein Manko, das sich durch den bisherigen Saisonverlauf wie ein roter Faden zieht.

Ein weiterer solcher Faden: die hohe Fehlerquote, die auch immer wieder zu vielen mitunter vermeidbaren Gegentoren führt. Als die Dorstener in den Schlussminuten alles auf eine Karte setzten, nutzten die Gäste dies noch zweimal eiskalt aus und setzten in der 85. und 90. Minute noch zwei weitere Treffer nach. Ein weiteres schmerzliches Resultat aus dem Blickwinkel der Rot-Weißen, doch Schoemaker befand: „Unser Sieg fällt viel zu hoch aus. Dorsten hatte auch etliche Chancen, die sind nicht so schlecht wie ihr Tabellenplatz. Stehst du aber einmal da unten, ist es immer ganz schwer, da wieder rauszukommen.“ Auf der Gegenseite wollte Dirk Cholewinski nicht wirklich viel zum Geschehen sagen: „Schreiben Sie, der Trainer nimmt die Niederlage auf seine Kappe, dann sind doch alle zufrieden. Ich kann und will diesmal nicht mehr zum Spiel und der Situation sagen.“

TuS Gahlen – TuS Sythen 5:0

Gegen den TuS Sythen ließ der TuS Gahlen in der Kreisliga A 1 RE nichts anbrennen und gewann sein Spiel zuhause mit 5:0.

Der TuS legte einen Blitzstart hin. Bereits in der 2. Spielminute erzielte Kevin Lachs die Führung. Leotrim Pelaj erhöhte in der 13. Minute auch schon auf 2:0, den dritten Treffer noch vor der Halbzeit steuerte Donavan Sadek bei (26.). Dasdan: „Wir sind super reingekommen , haben das Spiel vollauf bestimmt und auch rasch die Tore erzielt.“

Nach dem Wechsel nahmen die Gahlener dann etwas den Fuß vom Gaspedal. Sythen gab nie auf, spielte immer weiter auf den Anschlusstreffer, welcher allerdings nicht mehr fallen sollte. Dafür klingelte es noch zweimal auf der anderen Seite. In der 73. Minute war es erneut der starke Pelaj, der der mit seinem zweiten Treffer des Tages einen Doppelpack schnürte. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Alex Dörfler in der 84. Minute.

Dasdan: „Die Mannschaft hat diesmal meine Stimmbänder geschont. Ich war ziemlich zufrieden damit, wie die Jungs sich präsentiert haben. Die Null stand auch bis zum Schluss, also hat der Trainer nicht wirklich viel zu meckern. Es gilt aber, sich nicht darauf auszuruhen, sondern akribisch weiter zu arbeiten.“

TSV Raesfeld – Westfalia Gemen II 2:0

Gerade in der ersten Halbzeit tat sich der TSV Raesfeld beim 2:0-Erfolg gegen gegen Westfalia Gemen II schwer. Trainer Christian Gabmaier: „Wir selbst waren zu unpräzise in unserem Spiel, Torchancen waren Mangelware. Gemen machte es aber auch gut, hielt die Räume sehr eng.“

Im zweiten Spielabschnitt machten es die Grün-Weißen dann besser, der frühe Treffer zum 1:0 (47.) durch David Steinkamp sorgte natürlich für die entsprechende Ruhe. Die Raesfelder erarbeiteten sich nun Chancen. Christoph Platzek und Simon Sondermann hatten dicke Dinger auf dem Fuß, um vorzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Aber trotz aller nun vorherrschenden Überlegenheit blieb das Spiel im Ergebnis eng. Genau das ist es, was schon so manches Mal im Fußball zum Boomerang wurde. Dieses Mal aber nicht, der TSV blieb hinten stabil, behielt jeder Zeit die Übersicht, sodass der Sieg letztlich nie in Gefahr geriet. In der 85. Minute setzte Daniel Bleker dann mit seinem Tor zum 2:0 den Deckel auf die Partie.

Gabmaier: „Es wäre sicherlich ein höheres Resultat möglich gewesen, aber es gibt nun mal solche Tage, an denen musst du einfach zufrieden sein, die Punkte eingefahren zu haben.“

BVH Dorsten – SG Borken II 3:1

Im Heimspiel gegen die Zweitvertretung der SG Borken ließ der BVH Dorsten nicht viel anbrennen und setzte sich nach einem 3:1-Erfolg weiter in der Spitzengruppe fest.

Bereits in der 18. Minute gelang Harun Arik nach einem katastrophalen Fehlpass der Gäste das 1:0. Nur vier Minuten später eroberte der starke Nico Winter den Ball im Mittelfeld und leitete mit seinem anschließenden Pass das 2:0 durch Sammy Katnik ein, der den Ball über den Borkener Torwart hinweg in die Maschen lupfte. In der 31. Minute war es wieder Winter, der entscheidenden Anteil auch am dritten Holsterhausener Tor hatte. Sein Pass landete diesmal bei Arik, der wieder den Gästekeeper überlupfte.

Bis zur Halbzeit hatte der BVH das Spiel fest im Griff, danach waren dann die Borkener mehr am Drücker. Zumeist waren es Standardsituationen, mit denen die Gäste ihr Glück suchten. Einmal (54.) klappte dies, ansonsten blieb Borken vor dem Tor jedoch blass. Schikora: „Zum Ende hin war es ein dreckiges Spiel, welches mein Team dennoch verdient und relativ gefahrlos für sich entschied. Mund abwischen und weiter.“

TuS Sinsen II – SV Schermbeck II 3:4

Gegen den TuS Sinsen II drehte der SV Schermbeck II am Sonntag einen 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg.

In den ersten 20 Minuten hätten die Schermbecker bei mehreren guten Gelegenheiten schon für eine Vorentscheidung sorgen können. Eine solche gelang nach ärgerlichen Ballverlusten und den anschließenden Toren in der 27., 33. und 38. Minute dann aber vermeintlih den Hausherren aus Sinsen. Jagella blieb in der Pause ruhig, appellierte an seine Jungs, weiter Fußball zu spielen und den Anschluss zu suchen. Schon in der 52. Minute stärkte Jannes Reken mit seinem Treffer zum 1:3 den Glauben der Schermbecker, dass vielleicht doch noch etwas geht. Ein Doppelpack von Michel Abelmann (60., 82.) und es stand 3:3-unentschieden. Für die Kirsche auf der Sahnetorte sorgte fünf Minuten vor dem Ende dann Ilkay Kara mit seinem Siegtreffer zum 4:3 (85.).

Marc Jagella: „In der ersten Hälfte bestrafen wir uns mehrfach selbst. Das 1:3 durch Jannes Reken war die Initialzündung zu dem am Ende verdienten Sieg.“

Fenerbahce Istanbul Marl – BW Wulfen 2:2

Der SC BW Wulfen spielte nur 2:2 gegen Istanbul Marl, was für Trainer Arek Knura zu wenig war.

Die Blau-Weißen, die sich mangels anderer Möglichkeiten auf dem Parkplatz warm machen mussten, starteten ganz schlecht in die Partie. Ein Eigentor von Javier Rui, der per Kopf seinen eigenen Keeper überlupfte (9.) sowie ein weiteres miteingeleitetes Gegentor (13.) führten zu einem schnellen Zwei-Tore-Rückstand.

Erst nach dem Anschlusstreffer von Nick Kirstein, eingeleitet durch die Vorarbeit des gut aufgelegten Marvin Polczinski, wurden die Wölfe langsam wach. Sowohl noch in der ersten als auch in der zweiten Spielhälfte hatten die Schützlinge von Knura mehrfach gute Einschussgelegenheiten, doch außer dem 2:2-Ausgleich (62.), wiederum durch Kirstein nach Vorarbeit Polczinskis, wollte den Wulfenern kein weiterer Torerfolg mehr gelingen. Knura: „Die ersten 20 Minuten waren eine Katastrophe, das darf so nicht passieren. Wir haben hier ganz klar zwei Punkte liegen lassen, was so nicht eingeplant war.“

SC Reken II – SV Lembeck 1:4

Erst in der Schlussphase drehte der SV Lembeck das Spiel gegen Reken II und siegte mit 4:1.

Wieder einmal verschliefen die Lembecker die erste Halbzeit und lagen nach einem frühen Gegentreffer aus der 8. Spielminute mit 0:1 hinten. Nach Umstellung von einer Vierer- auf eine Dreierkette zogen die Mannen von Trainer Patrick Rohrand das Spiel immer mehr an sich. In Tore konnten die Gäste diese zunehmende Überlegenheit jedoch lange Zeit nicht ummünzen. Erst in der Schlussphase der Partie, als die Beine der Rekener schwerer wurden, drehten die fitter wirkenden Lembecker das Ergebnis. Zunächst musste ein Rekener Eigentor her, um für den Ausgleich zu sorgen (77.). Dann noch ein Fehlpassgeschenk in die Füße von Jonas Albersmann, der somit das glückliche 2:1 erzielte (79.). Julian Risthaus (81.) und Niklas Jakubiak (86.) besorgten die weiteren Tore. Beinahe wäre der Schuss nach hinten losgegangen, doch durch den späten Erfolg arbeiteten sich die Schwarz Weißen nun schon auf den sechsten Tabellenplatz vor.

Kreisliga B 2 RE

SV Altendorf – TuS Gahlen II 4:2

Im Duell Erster gegen Vierter der Kreisliga B 2 RE setzte sich der SV Altendorf-Ulfkotte mit 4:2 gegen den TuS Gahlen II durch.

Gahlen spielte in den ersten 30 Minuten richtig gut mit und machte dem Tabellenführer das Leben sehr schwer. Doch dann kippte das Spiel, als Johannes Fricke mit einer umstrittenen Roten Karte vom Platz flog. „In meinen Augen ist der Platzverweis durchaus berechtigt“, kommentierte Alendorfs Trainer Christian Matschatdie Szene. Anderer Meinung war Gahlens Trainer Dennis Rarek. „Die Rote Karte war absolut unberechtigt. Und auch abgesehen davon, war die Schiedsrichterleistung heute sogar der Kreisliga B unwürdig.“

SV Altendorf - TuS Gahlen II
Der TuS Gahlen II (in weiß und grau) hielt bei Spitzenreiter Altendorf sehr gut mit. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

In der Folge taten sich mehr Räume auf, und die nutzte Altendorf konsequent. Michel Peiffer brachte die Grün-Weißen mit dem Kopf nach einer Ecke in Führung (36.). Kurz vor der Pause war es Stürmer Christian Konstanczak, der einen Konter vollendete und die 2:0-Pausenführung erzielte.

Nach der Pause gaben sich die Gahlener trotz Rückstand und Unterzahl nicht auf und blieben dran. Dennis Gendolla nutzte fatale Fehler in der Altendorfer Defensive aus und traf zum 2:1 (68.) und 3:2 (76.).Zwischen den Gendolla-Toren war es erneut ein Konter für Altendorf, den Tim Kusch im Eins-gegen-Eins verwandelt hatte (75.). Johannes Scheider traf in der Nachspielzeit zum Endstand.

Christian Matschat gestand: „In der zweiten Hälfte war Gahlen die bessere Mannschaft.“ Gahlen verliert durch die Niederlage den Kontakt zum Spitzentrio der Liga.

Kreisliga B 1 RE

SSV Rhade – FC Marbeck 6:1

Am achten Spieltag der Kreisliga B 1 RE gewann der SSV Rhade mit 6:1 gegen den FC Marbeck. Das deutliche Ergebnis spiegelte jedoch nicht den Spielverlauf wider, bei dem Marbeck besonders in der ersten Halbzeit zu einigen Chancen kam, allerdings an einen stark aufgelegten Fabian Lehnert im Rhader Kasten scheiterte.

Rhade ging früh mit 2:0 in Führung, ehe Marbeck noch vor der Pause zum Anschlusstreffer kam. Nach der Halbzeitpause schaffte es Rhade, die Schlüsselpositionen besser zuzustellen und die Gäste müde zu spielen. Besonders gut aufgelegt war auf Seiten der Gastgeber Julian Klein, der drei Tore erzielte.

Wichtig war Rhade Coach Martin Trockel außerdem ein großes Lob an den Schiedsrichter los zu werden. „Er hatte ein super Fingerspitzengefühl.“

Rhade grüßt mit 21 Punkten weiter von der Spitze.

RC Borken-Hoxfeld II – Eintracht Erle 3:3

B-Ligist Eintracht Erle ist zum vierten Mal in Folge unbesiegt geblieben. Beim Tabellenvierten RC Hoxfeld-Burlo erkämpften sich die Jungs von Trainer Manuel Jakob beim 3:3 einen Punkt.

Erle startete gut in die Partie und ging durch Felix Wojtala bereits nach drei Minuten in Führung. In der Folge wurde Hoxfeld bissiger und drehte die Partie durch Robin Strecker (17.) und Phillip Derksen (40.).Erle war mit dem 1:2-Pausenrückstand gut bedient, weil die Gastgeber besser im Spiel waren und einen Elfmeter vergaben.

Nach der Pause erhöhte Hoxfeld zwar zwischenzeitlich auf 3:1, doch für Erle lief es nun besser. Der Anschlusstreffer vom Punkt durch David Krauß hauchte den Erlern wieder Hoffnung ein. Sechs Minuten nach dem Strafstoß glich Felix Wojtala aus und sicherte so den Punktgewinn.

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