Beim Training des FC Rot-Weiss Dorsten gab es diese Woche klärende Worte. © Joachim Lücke
Fussball

Ein Trainer entschuldigt sich für sein Team – die Aufarbeitung beim FC Rot-Weiss Dorsten läuft

Ein Trainer entschuldigt sich öffentlich für seine Mannschaft, und das nicht aus sportlichen Gründen. Dirk Cholewinski vom FC Rot-Weiss Dorsten hat‘s getan. Was sagt der Vorstand dazu?

Nach dem Spiel beim SV Lembeck hatte sich Trainer Dirk Cholewinski vom FC Rot-Weiss Dorsten öffentlich fürs Auftreten seiner Mannschaft entschuldigt, die mit fortwährenden Meckereien aufgefallen war.

Dirk Cholewinski, FC Rot-Weiss Dorsten
Trainer Dirk Cholewinski glaubt an sein Team. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

Nachdem beim Training danach zunächst genau die Spieler gefehlt hatten, denen Cholewinski am stärksten die Leviten lesen wollte, sei das Thema aber inzwischen aufgearbeitet.

„Wir haben das diese Woche besprochen“, erklärte Cholewinski im Gespräch mit unserer Redaktion. Nach seiner eigenen Ansprache habe er den Spielern zehn Minuten Zeit gegeben, um die Situation auch untereinander zu besprechen. „Ich hoffe, das hat gefruchtet“, sagte der Trainer, „denn nur wenn wir die unterschiedlichen Ansichten in unserer Multikulti-Truppe zusammen bekommen, werden wir auch sportlichen Erfolg haben.“

Dirk Cholewinski sieht genug Potenzial

Dass die Mannschaft das Potenzial hat, die Klasse zu halten, steht für Cholewinski außer Frage: „Der bisherige Saisonverlauf, etwa der Wulfener Sieg in Gahlen, hat gezeigt, dass es eine sehr ausgeglichene Liga ist, in der jeder mal jeden schlagen kann. Wir sind von vielen zum Abstiegskandidaten gestempelt worden. Aber ich glaube fest, dass wir die Liga halten, wenn wir uns finden.“

Stefan Cremer, FC Rot-Weiss Dorsten
Vorsitzender Stefan Cremer gibt seinem Trainer mehr als volle Rückendeckung. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Auf eine wichtige Voraussetzung kann sich der Trainer des FC dabei verlassen: Der Vorstand steht voll und ganz hinter ihm. „Ich habe das Spiel in Lembeck selbst verfolgt, und Dirk hatte völlig recht, sich für einzelne Akteure zu entschuldigen“, sagte FC-Vorsitzender Stefan Cremer: „Wenn sich so etwas wiederholt, wird das auch andere Konsequenzen haben als eine Entschuldigung des Trainers“, versprach er.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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