Der FC Rot-Weiss Dorsten hat gerade mit dem Wiederaufbau seiner Jugendabteilung begonnen. Auch bei den anderen Clubs sieht es zahlenmäßig gut aus. © Andreas Leistner
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Dorstens Nachwuchskicker melden Erfreuliches

Hat Corona, wie viele fürchten, große Lücken in die Jugendabteilungen der Fußballvereine gerissen? Bis Mitte vergangener Woche sah es im Fußballkreis Recklinghausen ganz danach aus.

Bis kurz vor Ablauf der Meldefrist am Samstag fehlten im Fußballkreis Recklinghausen satte 130 Mannschaften. Doch dann setzten sich die Verantwortlichen offensichtlich auf die Hinterbeine und meldeten in den letzten Tagen so fleißig, dass sich das Minus nun noch auf ganze drei Teams beläuft.

Auch in Dorsten und Schermbeck kann von einem Spielerschwund zur neuen Saison keine Rede sein. Einige Vereine erleben sogar einen verstärkten Andrang.

So hat der FC Rot-Weiss Dorsten in diesem Sommer seiner Jugendarbeit neues Leben eingehaucht und plant mit der Meldung einer F-Jugend den Wiederaufbau von unten. A- und B-Jugend setzen die Spielgemeinschaft mit dem TuS Gahlen und dem SV Dorsten-Hardt fort.

Jugendfußballer
Die Jugendfußballer in Dorsten, Schermbeck und Raesfeld haben ihrer Sportart und ihren Vereinen offenbar die Stange gehalten. © Niklas Berkel © Niklas Berkel

Aus Gahlen heißt es unterdessen „Alles wie immer“; auch Blau-Weiß Wulfen und der BVH Dorsten, der SV Lembeck und der SSV Rhade sowie Rot-Weiß Deuten haben keinen Einbruch an Spielern und Nachwuchsteams verzeichnet. SuS Hervest-Dorsten kann in Gemeinschaft mit dem BVH sogar eine neue B-Jugend ins Rennen schicken.

Alle Altersklassen besetzt hat der SV Schermbeck, der mit seinen „Kullerbällen“ weiter die Basis der Jüngsten ausbaut und sportlich mittelfristig in allen Klassen den Aufstieg in überkreisliche Spielklassen anstrebt.

Großer Andrang herrscht last but not least auch bei Grün-Weiß Barkenberg. „Bis zur B-Jugend ist bei uns alles besetzt, und wir überlegen in drei Klassen, zweite Mannschaften zu melden“, berichtet Jugendleiter Swen Coralic. Auffällig sei die große Zahl an Mädchen: „Auch hier denken wir über eine zusätzliche Meldung nach.“

Die Corona-Monate hätten bei G sogar einen positiven Effekt gehabt: „Wir haben sehr aufwendig und vielen Maßnahmen versucht, Training anzubieten. Das hat sehr gut geklappt und wird von den Kindern, Jugendlichen und Eltern honoriert.“

Und zwar so sehr, das der Club eher einen Mangel an Trainern verzeichnet als an Spielern.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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