Zwischen Gymnasium Petrinum und VHS (l.) sowie der Borkener Straße (r., außerhalb des Bildes) entstehen ein Multifunktionsspielfeld und ein Sportpark mit Fitnessgeräten. © Planungsbüro Kemper
Sportstättenbau

Dorstens Hallensportler können Frischluft schnuppern

Eine Trainingsstätte im Freien? Für Hallensportler hat diese Alternative in der Corona-Pandemie gewaltig an Attraktivität gewonnen. Im Sportpark Petrinum entsteht nun eine solche Möglichkeit.

Das Stadterneuerungsprogramm „Wir machen Mitte“ beschert der Stadt Dorsten eine ganze Reihe neuer Sportstätten (wir berichteten). Am Gymnasium Petrinum entsteht ein Multifunktionsspielfeld, im Bürgerpark Maria Lindenhof ein Fitnessparcours und ein Bolzplatz, zudem sind ein Gesundheitspark am St.-Elisabeth-Krankenhaus, Dorstener Runden mit mehreren Aktivpunkten und ein weiterer Bolzplatz an der Agathaschule am Vosskamp vorgesehen.

Das Multifunktionsspielfeld am Petrinum soll während der Unterrichtsstunden natürlich dem Schulunterricht vorbehalten sein. In den Nachmittags- und Abendstunden steht es dann, der Allgemeinheit zur Verfügung, soll aber genau wie die anderen geplanten Projekte auch von Vereinen und Sportgruppen gebucht werden können.

Handball, Basketball und Volleyball

Das Stadtteilbüro hat die Clubs deshalb Ende Januar angeschrieben, um ihre Wünsche abzufragen und einen Nutzungsplan zu erarbeiten. Das Spektrum der möglichen Sportarten ist groß: Auf dem Spielfeld sind zwei fest installierte Handballtore, vier Basketballkörbe sowie eine Bodenvorrichtung für ein Volleyballnetz vorgesehen. Zudem ist das Sportfeld mit einer Flutlichtanlage ausgestattet, sodass auch Tätigkeiten in den Abendstunden möglich sein werden. Ab Spätsommer/Herbst dieses Jahres soll dort Sport getrieben werden können.

BSV Wulfen und BG Dorsten haben Idee noch nicht geprüft

Die Nutzung ist ausdrücklich nicht nur Vereinen aus dem „Wir sind Mitte“-Gebiet vorbehalten, bestätigte Julia Quast vom Stadtteilbüro auf Anfrage unserer Redaktion. Bei den Vereinen in den Dorstener Außenbereichen ist das Interesse aktuell aber noch nicht besonders groß. „Wir haben uns im Vorstand darüber bis jetzt noch keine Gedanken gemacht“, erklärte etwa Christoph Winck, Vorsitzender des BSV Wulfen. Aus fahrtechnischen Gründen wäre es Wulfens Basketballern natürlich lieber, wenn die vorhandenen Außenspielfelder an der Gesamtschule Wulfen saniert würden.

Auch die BG Dorsten hat an der KIA Baumann Arena bereits eine Freispielfläche vor der Haustür, auf der sie schon im vergangenen Sommer Trainingseinheiten ihrer Nachwuchsteams abhielt. „Über das Spielfeld am Petrinum haben wir deshalb auch noch nicht gesprochen“, sagte Lena Kemper.

Handballer des VfL RW Dorsten sind interessiert

Wesentlich kürzer ist der Weg von der eigentlichen „Heimat“ zum neuen Spielfeld für die Handballer des VfL Rot-Weiß Dorsten. „Wir werden auf jeden Fall Zeiten beantragen“, versichert deshalb auch VfL-Vorsitzender Heinz-Georg Schulz. Vor allem, wenn in den Ferien die Sporthallen geschlossen seien, sei das Angebot am Petrinum attraktiv.

Wer Interesse hat, kann sich bis Ende Februar beim Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“, Gahlener Straße 9, 46282 Dorsten, Tel. (02362) 214 05 -40, Fax: (02362) 214 05 -39, E-Mail: julia.quast@wirmachenmitte.de melden.

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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