Die Reserve des BVH Dorsten gibt in der Kreisliga C momentan ein richtig starkes Bild ab. © Andreas Leistner
Fußball: Kreisliga C

Die Qualität der Reserve des BVH Dorsten lässt nur ein Ziel zu: Aufstieg!

Fünf Spiele, fünf Siege. Die bisherige Bilanz der Zweitvertretung vom BVH Dorsten ist absolut makellos. Und das hat auch seine guten Gründe - die uns Coach Stefan Schwandt verraten hat.

Vor der Corona-Annullierung der vergangenen Spielzeit war die zweite Mannschaft vom BVH Dorsten ohne jeglichen Sieg geblieben. Um so erstaunlicher, dass das Team um Neu-Trainer Stefan Schwandt mittlerweile einen Erfolg nach dem anderen einfährt. Der Übungsleiter ist über diesen Verlauf allerdings keineswegs überrascht und erzählt auch warum.

„Zuerst muss man einfach sagen, dass wir einige Neuzugänge bekommen haben, die die Qualität der Mannschaft deutlich angehoben haben“, so Schwandt. Meinen dürfte der Coach – der ebenfalls erst seit dieser Saison die Geschicke der Dorstener-Reservemannschaft an der Seitenlinie leitet – vor allem seinen eigenen Sohnemann Leon Schwandt.

Dieser kickte zuletzt noch in der Oberliga beim SV Schermbeck. Doch aus beruflichen Gründen konnte der 20-Jährige das vorausgesetzte Pensum in Schermbeck nicht mehr erfüllen und entschied sich dazu, seine Schuhe fortan unter der Leitung seines Vaters zu schnüren. Mit beeindruckenden Zahlen: In den ersten fünf Begegnung der noch jungen Saison netzte der Top-Spieler bereits 13 Mal ins gegnerische Gehäuse ein.

Viele neue Gesichter und eine gute Mischung machen die Chemie stimmig

Doch nicht nur dieser ist für die Kreisliga C fußballerisch deutlich überqualifiziert. Auch Marcel Schwandt – Zehner und Kapitän – so wie Marc Gelhaus, die schon einige Jahre Fußballerfahrung aus der A-Liga mitbringen, sind Spieler, die beim BVH ganz neue Maßstäbe setzen. Hinzu kommen dann auch noch Nico Klein, Jan-Henneke Balke und Niklas Schuknecht, den Coach-Schwandt sonst eigentlich nur „Jimmy“ nennt und der zugleich das Zepter des spielenden Co-Trainers innehat.

Und auch sonst ist der Kader – bis auf zwei Abgänge – komplett zusammen geblieben, wo wir bei Punkt zwei des Erfolgsgeheimnisses von Schwandt wären. „Die Mischung aus den Neuzugängen und den Jungs, die schon vorher hier gespielt haben, macht es einfach aus. Jeder lernt von jedem“, meint der Trainer.

Darüber hinaus schwärmt der Übungsleiter des Ligaprimus von vielen weiteren Fähigkeiten seines Teams, die sich durchweg positiv auf das Miteinander auswirken. „Die Chemie in der Truppe stimmt einfach. Das merkst du gerade auch dann, wenn es in die berüchtigte ‚dritte Halbzeit‘ geht“, verrät Schwandt und fügt hinzu: „Aber auch die Trainingsinhalte werden immer wieder aufs Neue top umgesetzt. Gerade der Spielaufbau, wie schnell die Lerninhalte hier umgesetzt wurden, da muss ich den Hut vor den Jungs ziehen.“

Quere mit der Dritten vermeiden – Kreiswechsel als Dosenöffner für den Aufstieg

Genau wegen dieser ganzen Gründe, wusste Schwandt aber schon vor Beginn der Saison, dass es mit seiner neuen Mannschaft etwas ganz Großes werden kann. Auch deswegen wurde vorab bereits der Kreis und somit auch die Liga gewechselt, damit es keine direkte Kollision mit der Dritten des eigenen Vereins gibt. „Dass es so gut läuft, hatte ich bereits erwartet. Deshalb auch der Wechsel, um sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen.“

Ob es am Ende ein Start-Ziel-Sieg wird, hänge laut Schwandt aber auch von den anderen Teams der Liga ab. Er selbst schätze den SC Reken als größten Konkurrenten um den Aufstieg ein. Wolle aber auch die Mannschaften von BW Wulfen III und Gemen IV nicht unterschätzen. „Alle drei werden uns das Leben schwer machen und Wulfen bekommt hin und wieder auch Spieler von oben runter“, sagt Schwandt abschließend.

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