Wann kann der Start zum Schermbecker Halbmarathon wieder so aussehen? Das weiß derzeit niemand, auch die Organisatoren nicht. Doch sie haben jetzt ein Signal der Hoffnung gesendet. © Joachim Lücke
Leichtathletik

Der SV Schermbeck kündigt für 2021 zwei Läufe an

„Save the date – merk dir das Datum vor“. So wirbt der SV Schermbeck für zwei Laufveranstaltungen in 2021. Wie sie im Coronajahr aussehen werden, weiß der SVS aber noch nicht.

Die Daten stehen. Am 9. Mai will der SV Schermbeck den 37. Volks- und Straßenlauf veranstalten, am 12. September soll der 30. Schermbecker Halbmarathon stattfinden. Zumindest steht das auf einem Flyer, den der SVS bei Facebook gepostet hat. Schon da haben die SVS-Verantwortlichen aber deutlich sichtbare Fragezeichen gesetzt, wenn es darum geht, ob die Läufe live oder virtuell stattfinden. Der Blick auf die Homepage des Vereins unterstreicht die Unsicherheit der Lage.

Denn dort finden sich für beide Läufe weder ein Datum noch eine Ausschreibung.

„Damit, dass im Mai wieder real gelaufen werden kann, rechnen wir eigentlich selber nicht“, sagte die Vorsitzende der SVS-Leichtathletik-Abteilung, Kirsten Klein-Bösing (Foto), am Sonntag auf Nachfrage unserer Redaktion. Selbst im September müsse man abwarten, was sich in den Sommermonaten in Sachen Corona und Schutzmaßnahmen tue.

Zusätzliche Crux: „Der Reiz der virtuellen Läufe hat schon im vergangenen Jahr stark nachgelassen“, berichtet Klein-Bösing: „Im Mai hat das noch gut funktioniert, im Herbst war schon kaum noch Interesse da.“ Was also tun?

„Das überlegen wir zurzeit. Beim Verband sind beide Veranstaltungen vorsorglich angemeldet. Vielleicht könnte man den Volkslauf in Kleingruppen a drei Läufern starten. Dann aber ohne die Kinderläufe und als reinen 10-Kilometer-Lauf.“

“Finanziell wird es sich nicht lohnen“

Erschwert wird die Organisation dadurch, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar ist, welche Vorgaben der Politik zum Zeitpunkt des Laufes gelten. „Wenn etwa am 15. April plötzlich wieder vieles zugelassen würde, könnten wir nicht mehr reagieren“, sagt Kirsten Klein-Bösing. Das Mehr an Aufwand und Equipment bedeute aber auf jeden Fall, dass die Läufe sich finanziell nicht lohnen würden.

„Es ginge mehr darum, ein Lebenszeichen zu senden“, sagt die Abteilungsleiterin, und genau so müsse man auch die jetzige Ankündigung verstehen: „Es ist ein ,Wir sind noch da!‘ für alle.“

Mitglieder halten dem SV Schermbeck die Treue

Dabei kann sich der SVS über die Treue seiner Mitglieder nicht beschweren. „Das ist wirklich toll, in allen Abteilungen“, freut sich Klein-Bösing, und will doch nichts mehr, als dass alle wieder so laufen können, wie es sich im Verein gehört: vereint.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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