Dass die Spieler des SV Dorsten-Hardt einen neuen Übungsleiter bekommen, war bekannt. Jetzt steht der Name des neuen Trainers fest. © Armin Dille
Fussball

Der SV Dorsten-Hardt hat einen neuen Trainer

Der SV Dorsten-Hardt hat sich bei der Suche nach einem Nachfolger von Trainer Martin Stroetzel bewusst Zeit gelassen. Jetzt präsentierte der Landesligist den Mann, mit dem es nach oben gehen soll.

Die Corona bedingte Trainings- und Spielpause sorgte bei den Amateurfußballern landauf, landab für Verdruss. Dem SV Dorsten-Hardt kam sie bei der Suche nach einem neuen Trainer aber durchaus gelegen. In aller Ruhe konnten die Verantwortlichen den Markt sondieren und die Fühler ausstrecken. Am Freitageband meldeten sie nun offiziell Vollzug.

Neuer Trainer wird der 37-jährige Dinslakener Marc Gebler, der bislang überwiegend im Jugendbereich gearbeitet hat, und das an prominenter Stelle.

Von Dinslaken bis zur Schalker Knappenschmiede

Erste Trainererfahrung sammelte Gebler als 18-Jähriger bei seinem Stammverein Dinslaken 09. Die Arbeit, die er leistete, war gut – und fiel auf. Der MSV Duisburg wurde auf den Jungtrainer aufmerksam und machte ihm 2005 ein Angebot. Bis 2008 arbeitete Gebler für die Zebras, dann ging es noch einmal eine Stufe hinauf: zur Knappenschmiede des FC Schalke 04.

Trainervorstellung Marc Gebler, SV Dorsten-Hardt
Einen Schmidt hatten sie als Trainer beim SV Dorsten-Hardt schon, jetzt begrüßten der Vorsitzende Michael Richter (r.), der Sportliche Leiter Jürgen Gertz (l.) und Vorstandsmitglied Karl Tzraska (2.v.r.) mit Marc Gebler einen (Knappen-)Schmied an der Storchsbaumstraße. © Leistner, Andreas © Leistner, Andreas

Bis 2016 war Gebler im Nachwuchstrainerteam der Königsblauen aktiv, die letzten beiden Jahre davon parallel schon als Scout für den Jugendbereich, dann wechselte er endgültig in diesen Bereich und war zuletzt für die Altersklassen U12 und U14 verantwortlich.

Die erste Erfahrung im Seniorenbereich ist die Station beim SV Dorsten-Hardt für Marc Gebler aber nicht. „In den vergangenen beiden Jahren habe ich beim VfB Kirchhellen bereits ausgeholfen und mit der zweiten Mannschaft gearbeitet“, erzählte der neue Mann an der Storchsbaumstraße am Freitag. Der Kontakt zu den Hardtern war über deren Sportlichen Leiter Jürgen Gertz entstanden: „Er hatte gehört, dass ich mich als Trainer verändern wollte und in Kirchhellen aufhöre.“ Einen Anruf und „zwei sehr gute Gespräche“ (Gebler) später, war die Zusammenarbeit besiegelt.

“Mir ist Nachhaltigkeit bei meiner Arbeit sehr wichtig“, sagt Gebler, „ich muss eine Perspektive sehen.“ Und beides sei auf der Hardt der Fall.

Und wie sieht sie aus? „Wir wollen kurz- bis mittelfristig in die Westfalenliga“, sagt der neue Trainer zu den Zielen. Im ersten Jahr will er mit der Mannschaft „oben mitspielen und gucken, was geht“. Im zweiten Jahr soll dann aber spätestens der Angriff auf den Titel erfolgen.

“Kader-Qualität ist für die Landesliga zu hoch“

“Wenn man den Kader betrachtet, hat der auch eine zu hohe Qualität, um in der Landesliga zu spielen“, ist sich Marc Gebler sicher und verweist auf regionalliga-erfahrene Akteure wie Lukas Diericks oder Jannis Scheuch und viele andere gestandene Leistungsträger.

Seine Aufgabe sei es, „aus den einzelnen Puzzlestücken ein Kunstwerk zu formen“. Der Hauptunterschied zur Arbeit im Jugendbereich ist ihm dabei bewusst: „In der Jugend geht es allein um die Entwicklung der Spieler. Diesen Aspekt gibt es bei den Senioren natürlich auch, auch da hat man einige jüngere Spieler dabei. Letztlich ist der Seniorenbereich aber auf Ergebnisse fokussiert.“

Daran wird sich Marc Gebler messen lassen müssen – und will es auch.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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