Aktuell geht im Basketball gar nichts. Der WBV und die Vereine fürchten, dass die lange Zwangspause sie insbesondere im Jugendbereich Mitglieder kosten wird. © Andreas Leistner
Basketball

„Der Knick ist unvermeidlich“

Auf den ersten Blick fällt der Corona-Knick bei den Mitgliederzahlen der BG Dorsten und des BSV Wulfen noch nicht ins Auge. Spürbar ist er aber allemal, und die Clubs teilen die Sorgen des WBV.

Die Zeiten, in denen die BG Dorsten und der BSV Wulfen sich regelmäßig unter den 100 größten Basketball-Vereinen Deutschlands tummelten, liegen schon einige Jahre zurück. Mittlerweile ist Citybasket Recklinghausen der einzige Club aus dem Kreisgebiet, der sich in der jährlich vom Deutschen Basketball-Bund (DBB) veröffentlichten Top-100-Liste wiederfindet. Aktuell bewegen sich die Zahlen bei beiden Vereinen aber noch im normalen Bereich des Vorjahres.

„Wir haben einen Rückgang von 361 auf etwa 325 Mitglieder“, berichtete Lena Kemper auf Anfrage unserer Redaktion. Das entspräche aber den üblichen Schwankungen im Jahresvergleich. „Eigentlich hatte ich mit mehr Austritten gerechnet“, erklärte Kemper.

Bei den Neuanmeldungen sehe es aber auch bei der BG so aus wie im gesamten WBV-Bereich: „Kurz vor der erneuten Hallenschließung hatten wir sogar noch zwei, drei Neueinsteiger, aber das war‘s.“ Der Mitgliederstamm sei dagegen treu: „Aber da haben wir ja auch Alternativ-Angebote entwickelt, damit die Leute trotz des Lockdowns noch etwas tun können.“ Bei der Lauf-Challenge etwa, die noch bis zum 23. Februar läuft, nähmen inzwischen 63 BG-Mitglieder teil.

“Es kommt 0,0 nach“

Auch beim BSV Wulfen hat es auf den ersten Blick im Vergleich der Zahlen zu Jahresbeginn mit 368 Mitgliedern Anfang 2020 zu 386 Mitgliedern zu Beginn dieses Jahres keinen expliziten Corona-Knick gegeben. Vorsitzender Christoph Winck verweist aber auf die Zahlen während des Jahres 2020: „Da waren wir zwischenzeitlich schon mal höher. Der Knick ist also schon da.“

Der Grund liege auf der Hand: „Mangels Trainings- und Spielbetrieb kommt aktuell natürlich 0,0 nach. Nicht jeder ist loyal und zahlt weiter, auch wenn seit drei Monaten nichts mehr stattfindet. Da müssen die Zahlen ja mittelfristig sinken. Das geht gar nicht anders.“

Sowohl BG als auch BSV können die Sorgen des Westdeutschen Basketball-Verbandes also sehr wohl teilen und sind gespannt auf die Zoom-Konferenz am 29. Januar.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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