Seien Sie dabei, wenn wir über das Geschehen bei der Dorstener Hallenstadtmeisterschaft berichten, wie es sich tatsächlich abspielen könnte. © Leistner, Andreas
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Der „Fast wie Liveticker“ zur Dorstener Stadtmeisterschaft – die Vorrunde ist durch

Corona macht uns einen dicken Strich durch unsere Sport-Rechnungen. Doch was, wenn Dorstens Hallenstadtmeisterschaft doch gespielt würde? Seien Sie dabei in unserem „Fast wie Liveticker“!

Die Vorrunde der imaginären Hallenstadtmeisterschaft 2021 ist gespielt. Sie hat (natürlich?) die ein oder andere Überraschung gebracht und hoffentlich allen Teilnehmern Spaß gemacht. Für die Endrunde am Sonntag ergeben sich folgende Abschlusstabellen und folgender Spielplan:

Gruppe A

1. SV Eintracht Erle 3 2 1 0 12:4 7

2. 1. SC BW Wulfen 3 1 2 0 6:5 5

3. BVH Dorsten 3 0 2 1 5:8 2

4. SSV Rhade 3 0 1 2 4:10 1

Gruppe B

1. SuS Hervest-Dorsten 3 1 2 0 4:3 5

2. SV SW Lembeck 3 1 1 1 7:5 4

3. SV Dorsten-Hardt 3 1 1 1 6:6 4

4. SV Altendorf 3 1 0 2 3:5 3

Gruppe C

1. FC RW Dorsten 2 1 0 1 1:1 3*

1. SV RW Deuten 2 1 0 1 1:1 3*

1. TuS Gahlen 2 1 0 1 1:1 3*

*Die Entscheidung übers Weiterkommen fiel per Schnick, schnack, schnuck

Die Enrunde am Sonntag

Gruppe A: SV Schermbeck (TV), Eintracht Erle, SV Lembeck, FC RW Dorsten.

Gruppe B: SuS GW Barkenberg (Ausr.), BW Wulfen, SuS Hervest-Dorsten, SV RW Deuten

12.00h Schermbeck – Erle

12.18h Barkenberg – Wulfen

12.36h Lembeck – RW Dorsten

12.54h Hervest – Deuten

13.12h Schermbeck – Lembeck

13.30h Barkenberg – Hervest

13.48h Erle – RW Dorsten

14.06h Wulfen – Deuten

14.24h RW Dorsten – Schermbeck

14.42h Deuten – Barkenberg

15.00h Erle – Lembeck

15.18h Wulfen – Hervest

Halbfinale

16.00h 1. Gr. A – 2. Gruppe B

16.18h 1. Gr. B – 2. Gr. A

Spiel um Platz drei 16.45h

Finale 17.03h

Deuten macht’s! Radüchel gewinnt mit Papier und Schere, Bruß und Gahlen sind raus.

Auch gegen Marvin Radüchel findet Gajewski die besten Varianten von Stein, Papier, Schere und Brunnen. Der FC ist durch, jetzt geht es darum, ob Deuten oder Gahlen ausscheidet.

Das erste Duellzwischen Bruß und Gajewski geht an den Dorstener. Beim entscheidenden dritten Duell fällt die Schere des Gahleners in den buchstäblichen Brunnen.

Die Entscheidung übers Weiterkommen in Gruppe C fällt nun tatsächlich im Schnick, schnack, schnuck. Für Deuten tritt Marvin Radüchel an, Rot-Weiss Dorsten schickt Aleks Gajewski ins Rennen und Gahlen Tim Bruß.

RW Deuten – FC RW Dorsten 0:1 (0:1)

Aus, die Dorstener Stadtmeisterschaften erleben tatsächlich ein Novum: Drei Teams beenden die Vorrunde absolut punkt- und torgleich.

Die Sekunden verrinnen, und die Trainer suchen schon die nervenstärksten Schnick-schnack-schnuck-Spieler in ihren Teams.

Um ein Haar hätte Aleks Gajewski noch ein zweites Mal getroffen. Doch bei einem Konter versagen ihm die Nerven (18.).

Auf dem Feld trifft Deuten schon wieder den Pfosten (16.), der SSV diskutiert weiter.

Jemand hat vorgeschlagen, die Entscheidung lieber per „Schnick, schnack, schnuck“ zu suchen: „Das ist sportlicher.“

Die Lösung des SSV wird heiß diskutiert. Das Geschehen auf dem Spielfeld gerät da fast in Vergessenheit.

Halbzeit zwei beginnt, und es ist durchgesickert, dass der Stadtsportverband bei diesem Endstand das Los entscheiden lassen will.

Pause, und wenn es bei diesem Spielstand bliebe, wären am Ende in Gruppe C alle drei Mannschaften absolut punkt- und torgleich. Was dann passiert? Die Funktionäre des Stadtsportverbands stecken schon die Köpfe zusammen.

Und dann passiert’s: Dorsten bekommt einen Freistoß, Arjan Etemi tritt an, und in Flipper-Manier landet der Ball vor den Füßen von Aleks Gajewski, der aus kürzester Distanz keine Mühe hat und das 1:0 für den krassen Außenseiter erzielt (9.).

Deutens Spieler zeigen erste Anflüge von Verzweiflung. Diesmal blockt Igor Gajewski einen Schuss auf der Linie des FC-Tores ab. Es bleibt beim 0:0 (7.).

Kann man so viel Glück haben? Erst fünf Minuten gespielt, und noch zwei weitere Male hat Aluminium den FC vor einem Rückstand bewahrt.

Trotzdem geht der Wesfalenligist das hier sehr druckvoll an. Schon in der ersten Minute scheppert es, als Dennis Drepper den Pfosten des Dorstener Tores trifft.

Theoretisch hat auch der FC noch die Chance aufs Weiterkommen, muss dazu aber unbedingt gewinnen. Deuten reicht schon ein Unentschieden.

Im letzten Spiel des Tages wäre alles andere als ein klarer Deutener Sieg eine große Überraschung.

SV Altendorf – SV Lembeck 3:3 (1:1)

Die Lembecker jubeln. Sie sind zusammen mit Hervest weitergekommen.

Altendorf kämpft. Doch das Glück fehlt. Einmal rettet Lembecks Pfosten und ein weiterer Altendorfer Treffer wird nicht gegeben, weil der Ball bei Ertönen der Schlusssirene die Torlinie noch nicht überquert hatte.

Da ist das Tor für den SVL: Nils Jakubiak macht es mit dem Knie. Nicht schön, aber wertvoll (14.).

Das ist Lembecks große Chance: Altendorf hat wegen eines Wechselfehlers eine Zeitstrafe bekommen.

Auch das wäre für beide noch das Aus.

Jetzt kommt es noch dicker für den SVA: Paul-Frederik Artelt schießt das 2:1 für Lembeck (11.).

Und es tut sich was! Christian Martschat grätscht in eine Flanke von Konstanczak und erzielt das vermeintliche 2:1 für Altendorf. Doch wegen des Grätschens erkennt der Schiedsrichter den Treffer nicht an (10.).

Halbzeit. Bei diesem Spielstand wären allerdings beide raus. Es muss sich also noch was tun.

Altendorfs Versicherung heißt Christian Konstanczak: Der Torjäger bringt sein Team mit dem 1:1 wieder ins Endrunden-Rennen (7.).

Christopher Fellner tankt sich auf der rechten Seite durch und flankt nach innen. Dort hält Christian Vadder den Fuß hin – 1:0 für Lembeck (4.).

Lembeck braucht einen Sieg mit zwei Toren Differenz und legt dementsprechend schwungvoll los.

Hier ist noch Musik drin: Beide Mannschaften können noch den Einzug in die Endrunde schaffen, die Altendorfer sogar noch als Gruppensieger.

SSV Rhade – BVH Dorsten 3:3 (1:1)

Schlusssirene. Beide Mannschaften haben sich anständig aus dem Turnier verabschiedet.

Und jetzt findet die BVH-Abwehr auch noch in Leon Meister ihren selbigen – 3:3 für Rhade (15.).

Leonard Klein verkleinert Rhades Rückstand (13.).

Nach dem Routinier sind beim BVH jetzt die Youngster dran. Erst trifft Nils Franke (9.), dann Tom Winkler (10.).

Das lässt der BVH nicht auf sich sitzen. Altmeister Kim Welter schießt aus spitzem Winkel das 1:1 (8.). Damit geht’s auch in die Pause.

Rhade hat sich nach der Pleite gegen Erle gut gefangen und bietet auch dem BVH kräftig Paroli. Marvin Schmickler bringt den B-Ligisten nach fünf Minuten in Führung.

Ohne jeden Druck entwickelt sich ein munteres Spielchen mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten.

In diesem Spiel geht es um nichts mehr. Beide Mannschaften sind bereits ausgeschieden.

SV Hardt – SuS Hervest 2:2 (1:1)

Hervests Keeper Florian Kalinowski macht die letzten Hardter Chancen zunichte, es bleibt beim 2:2. Hervest ist damit weiter, die Hardter müssen den Ausgang des Spiels zwischen Lembeck und Altendorf abwarten.

Aber der alte Fuchs überrascht alle, einschließlich des Hardter Keepers Till Honhenhinnebusch. Als der sich in die linke Ecke wirft, schlenzt Roccaro den Ball auf Panenka-Art in die Mitte des Tores – 2:2 (15.).

Klarer Fall für Marco Roccaro. Der Hallenwart kann schon mal ein Ersatznetz holen gehen.

Unglaublich! Hervest bekommt tatsächlich noch einmal die Chance zum Ausgleich: Karwinsky hat sich geschickt in seinen Gegenspieler gelegt und ist mit ihm zu Boden gegangen. Der Schiedsrichter zögert keine Sekunde und gibt Neunmeter.

Jetzt wird es hardt für die Hervester: Lukas Diericks hat den Favoriten kurz nach der Pause in Führung gebracht (10.).

Wie beim Schach haben die Hardter ihr Überzahlspiel geduldig ausgespielt und sind schließlich durch Leon Einhaus zum Ausgleich gekommen (8.). Das ist zugleich der Pausenstand.

Ihre größere Schnelligkeit hat den Hardtern bislang noch nichts genutzt. Doch jetzt muss Marco Roccaro wegen Meckerns für zwei Minuten vom Feld…

Nach dem Motto „Wir haben keine Chance, nutzen wir sie“ kommt Hervest tatsächlich zum 1:0. Karwinsky schirmt den Ball ab und legt für Michel Joswig auf, der aus 10 Metern trifft (6.).

Hervests Kader ist weiter geschmolzen, weil einige Akteure zur Arbeit mussten. So müssen Marco Roccaro und Dirk Karwinsky spielen, Roccaror als Abwehr-Organisator, Karwinsky in Eishockey-Manier als Center am gegnerischen Strafraum.

Mit drei (Hardt) und vier (Hervest) Punkten ist für beide Teams vor ihrem letzten Vorrundenspiel von Ausscheiden bis Gruppensieg noch alles drin.

BW Wulfen – Eintracht Erle 3:3 (1:1)

Sei es, wie es sei: Mit dem 3:3 lösen beide Teams das Ticket zur Endrunde am Sonntag.

Jetzt wird es auch den Zuschauern zu bunt. Einer erinnert lautstark an die „Schande von Dijon!“ Doch so scharf ist diese Partie nicht. Er meint natürlich Gijon.

Offenbar haben beide Teams ihr Pulver verschossen. Bei diesem Spielstand wären beide Mannschaften ja auch sicher weiter.

Jetzt spielen beide Teams Ping-Pong: Erst trifft Schleking zum 2:1 für Erle (9.), dann markiert Nico Genieser das 2:2 für Wulfen (9.). Gero Goalmann ist erneut für Erle zur Stelle (10.) und dann macht Niels Genieser das 3:3 für Blau Weiß (11.).

Die Freude währte nicht lange. Felix Wojtalla überspringt Wulfens Keeper Till Hohenhinnebusch und köpft das 1:1 (8.). Das ist auch der Pausenstand.

Blau Weiß jubelt: Javier Rui hat per Fallrückzieher artistisch zum 1:0 getroffen (7.).

Erle bleibt bei seiner Taktik mit fliegendem Torwart und spielt sich so die ersten Chancen heraus. Pascal Schleking und Felix Wojtalla vergeben aber jeweils (2., 3.).

Erle ist in der Gruppe A mit zwei Siegen schon durch, Wulfen würde in diesem Spiel ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen.

TuS Gahlen – FC RW Dorsten 1:0 (1:0)

Es bleibt beim knappen Gahlener Sieg. Der TuS richtet sich aufs Weiterkommen ein, Rot-Weiss steht gegen Deuten vor einer Herkulesaufgabe.

Der „Maas-Mann“ lässt noch einmal alte Klasse aufblitzen. Ein Tor verhindert aber der eigene Mann: Maas schießt aus kurzer Distanz Melvin Cvetkovic an, sonst hätte es 2:0 gestanden (17.).

Gahlen verwaltet seinen knappen Vorsprung geschickt. Selbst Betreuer Christian Maas kommt noch einmal zu einem Kurzeinsatz.

Halbzeit zwei beginnt wie Halbzeit eins: Den ersten Torschuss gibt Rot-Weiss ab. Doch Ferdi Er zielt nicht genau genug (11.).

Das ist hier auch der Halbzeitstand.

Gegen dieses Gespann sind die Dorstener allerdings machtlos, denn die Bruß-Brothers Tim und Basti sind offenbar wie ihre Vorbilder Jake und Elwood Blues „unterwegs im Namen des Herren“: Mit einem dreifachen Doppelpass zaubern sie den Ball ins FC-Tor. Gahlen führt 1:0 (7.).

Auf dem Feld war dieses Duell mehr als eindeutig an Gahlen gegangen. Aber unterm Hallendach herrschen andere Gesetze. Rot-Weiss ist mindestens ebenbürtig.

Die erste Chance gehört den Rot-Weißen: Arjan Etemi tanzt drei TuS-Akteure aus, scheitert dann aber am Pfosten (3.).

Gahlen könnte ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen, falls Rot-Weiss gegen Deuten mit mehr als einem Tor Unterschied verliert. Darauf will sich der TuS natürlich nicht verlassen. Aber der FC hat ja auch noch ein Wörtchen mitzureden.

SV Hardt – SV Lembeck 3:2 (0:2)

Dabei bleibt’s. Die Hardter bleiben im Rennen, Lembeck darf ebenfalls noch hoffen.

Bei den Hardtern stößt Benedikt Jansen zum Team. Er kommt direkt von einem Polizeieinsatz gegen eine Querdenker-Demonstration, überlegt deshalb nicht lange und hämmert den Ball nicht quer, sondern gerade ins Lembecker Tor. 3:2 für die Hardt (15.).

Das Lembecker Kleinschwimmbad mag nicht besonders tief sein, aber die Lembecker Mannschaft schwimmt jetzt total.

Und wieder Beisenbusch! Nach seinem zweiten Tor jubelt er wie einst Jürgen Klinsmann. Bei dem es hieß das Diver, auf der Hardt heißt es Köpper (12.).

Plötzlich klopft einer mächtig auf den Busch: Ben Beisenbusch. Mit einem tollen Solo erzielt er unmittelbar nach dem Wiederanpfiff den Anschlusstreffer für die Hardt (9.).

Halbzeit. Noch hat die Hardt acht Minuten Zeit, um das vorzeitige Turnier-Aus abzuwenden. Aber der Landesligist stroetzelt nicht unbedingt vor Selbstvertrauen.

Jetzt wird den Hardter Ü60-Hooligans endgültig mulmig: Christopher Fellner ist bei einem Eckball in Ronaldo-Manier hochgestiegen und köpft das 2:0 für Lembeck (7.).

Paul-Frederik Artelt schießt Lembeck in Führung. Gegen seinen Drehschuss hat Schröder keine Chance (4.).

Die Lembecker lassen sich in ihrer Spielweise offenbar vom Kreisverkehr inspirieren, der demnächst vor ihrem Sportplatz entstehen soll, und spielen den Landesligisten in der Anfangsphase schwindelig.

Diericks, Scheuch, Vennemann und Poch, dazu Schröder im Tor – die Hardter setzen auf geballte Erfahrung.

Eine Niederlage kann sich in diesem zweiten Gruppenspiel für beide eigentlich keiner leisten, schon gar nicht die Hardter. Für Spannung ist also gesorgt.

BW Wulfen – SSV Rhade 2:1 (0:0)

2:1 für Wulfen! Lützner ist mit dem hinten geretteten Ball übers ganze Feld gedribbelt und bedient vorne Harun Arik, der mit Ablauf der Spielzeit nur noch einschieben muss (16.). Rhades Proteste sind vergeblich.

Wulfen bläst endgültig zur Schlussoffensive und spielt mit fliegendem Torwart. Fast kullert ein Rhader Schuss ins BWW-Tor, doch Lützner kratzt ihn von der Linie (15.).

Jetzt hat es im Rhader Kasten doch noch geklingelt. Julian „Dante“ Rosario hat bei einer Ecke per Kopfball getroffen (13.).

Auch auf dem Feld gibt Blau Weiß den Ton an. Nico Genieser und Tarik Yücel lassen aber zwei Großchancen liegen.

Plötzlich herrscht Aufruhr: Ein Zuschauer hat einen Fuß aufs Spielfeld gesetzt. Sofort wird er von drei Wulfener Vorstandsmitgliedern wieder auf seinen Platz gezerrt. Doch schnell stellt sich heraus: Der Mann wollte nur zum Würstchenstand.

Rhade spielt Klein-Klein, nämlich Julian auf Leonard, und hat Erfolg damit. Völlig überraschend heißt es 1:0 für den SSV (10.).

Tore wollen aber keine fallen. Es geht torlos in die Halbzeitpause.

Christoph Winck
Jetzt sind auch die Pokale da, um die es an diesem Wochenende geht. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Wulfens „Abschieds-Aufgebot“ mit Hohenhinnebusch, Dönnebrink, Genieser, Melenberg und Lützner dominiert. Rhade kommt kaum einmal konstruktiv aus der eigenen Hälfte.

Daniel Schikora zieht überraschend einen Trumpf aus dem Ärmel: Nico Genieser hat von Westfalia Gemen die Freigabe für ein Abschiedsturnier im blau-weißen Trikot erhalten und wird im zweiten Spiel erstmals eingesetzt.

Rhade steht nach der klaren Auftaktniederlage gegen Erle bereits unter Druck, aber auch Wulfen benötigt einen Sieg, wenn die Stadtmeisterschaft nicht schon am Samstag zu Ende sein soll.

SV Altendorf – SuS Hervest 0:1 (0:1)

Aus. Altendorf hat es nicht mehr geschafft. Christian Martschat gratuliert seinem Nachfolger in Hervest, Alex Roccaro, per Shakehands zum Sieg.

Das Hervester Spiel hat einen klassischen Ellerbruch erlitten. Der Ausgleich scheint nur noch eine Frage der Zeit. Allerdings sind es auch nur noch zwei Minuten.

Macht sich jetzt wieder die gute Altendorfer Kondition bemerkbar? Immer wieder lassen die Schwarz-Weißen ihre Gegenspieler stehen. Nur mit dem Treffen klappt es noch nicht.

Damit geht es auch in die kurze Halbzeitpause.

Hervest lässt sich durch den vergebenen Neunmeter nicht beirren. Manuel Garrido macht in der Halle das, was er auch draußen tut. Nein, nicht rauchen. Toreschießen! 1:0 für Hervest nach sieben Minuten.

Christian Martschat setzt im Duell mit seinem Ex-Verein ausgerechnet auf Torwart Christian „Chucky“ Süß. Das zahlt sich schnell aus. Der Hervester kennt seine Ex-Kollegen aus dem Eff-Eff und entschärft so einen frühen Neunmeter von Kevin Bojahr (4.).

BVH Dorsten – Eintracht Erle 1:4 (0:1)

Vorbei! Wer hätte das gedacht: Die Eintracht steht mit zwei Siegen schon in der Endrunde. Der BVH muss zittern.

Der BVH will sich nicht geschlagen geben. Max Krauel gelingt fast von der Mittellinie das 4:1 (14.), aber es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Was ist denn hier los? Nach dem Seitenwechsel brennt die Eintracht ein regelrechtes Feuerwerk ab. Hauptbrandmeister: Gero Goalmann! Er trifft in den ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit gleich dreimal (9., 10., 11.), einmal sogar mit der Hacke.

Halbzeit, es bleibt bei der knappen Erler Führung.

Dem BVH fällt gegen die Erler nicht viel ein. Trainer Arek Knura fragt bei seinem Wulfener Kollegen Daniel Schikora an, ob er sich die Offensivkräfte Danny Lützner und Sam Melenberg nicht schon einmal ausleihen kann. Der Wulfener Vorstand legt aber ein Veto ein.

Die Eintracht hat sich offenbar den amtierenden Stadtmeister Schermbeck zum Vorbild genommen und agiert sehr geschickt mit „fliegendem“ Torwart.

Die Partie ist keine Minute alt, da heißt es 1:0 für den Underdog. Gero Göllmann trifft nach einem Eckball für die Eintracht (1.).

RW Deuten – TuS Gahlen 1:0 (0:0)

Es bleibt bei dem Minimal-Ergebnis. In der kleinen Dreier-Gruppe beschert das den Deutenern bereits eine ausgezeichnete Ausgangsbasis fürs Weiterkommen. Gahlen muss nun unbedingt den FC Rot-Weiss Dorsten schlagen.

Der Treffer ist allerdings mehr als umstritten. Mertens hat in bester Maradona-Manier die „Hand Gottes“ zu Hilfe genommen. Die Schiedsrichter lassen sich im Keller sogar Handy-Aufnahmen des Treffers zeigen. Doch dann entscheiden sie: Im Gedenken an den verstorbenen Diego wird eine Schweigeminute eingelegt – und der Treffer zählt.

Wenn es denn so kommen soll, muss Gahlen zumindest noch ein Tor schießen. Denn Deuten hat vorgelegt. Moritz Noetzel hat für Samy Mertens aufgelegt. Der Favorit führt 1:0 (12.).

Beim 0:0 zur Halbzeit prophezeit Frank Frye, der beide Mannschaften einst trainierte, auf der virtuellen Tribüne ganz diplomatisch ein Unentschieden.

Auf dem Papier geht es hier um den Gruppensieg in Gruppe C, denn gegenüber dem FC Rot-Weiss Dorsten sind Deuten und Gahlen klar favorisiert. Doch im direkten Duell zeichnen sich weiter keine klaren Vorteile ab.

Beide Teams begegnen sich auf hohem Niveau. Gahlen hat durch Tim Bruß die erste große Chance, doch Marvin Radüchel ist im Deutener Tor auf dem Posten (5.).

Es gibt ein großes Wiedersehen. Fabrice Werner, Kevin Lachs und Kevin Vengels sind vor der Saison aus Deuten zum TuS Gahlen zurückgekehrt. Der TuS schickt sich zudem an, in die Bezirksliga zurück zu kehren. Trotzdem ist Deuten als Westfalenligist in diesem Duell und auch in der Gruppe eindeutiger Favorit.

SV Lembeck – SuS Hervest 1:1 (1:0)

Bis zum Schlusspfiff bringen beide Teams keine zwingenden Chancen mehr zustande. Die Punkteteilung ist okay.

… und er trifft! 1:1!

25 Meter Torentfernung sind es, Roccaro legt sich den Ball zurecht, die Teamkollegen protestieren nicht. Er läuft an …

Lange war nichts los in Halbzeit zwei, doch dann gab es Freistoß für Hervest, und Marco Roccaro wechselt sich in Günter-Netzer-Manier selbst ein (15.).

Halbzeit. Und Lembecks Führung geht durchaus in Ordnung.

1:0 für Lembeck. Bei einem Eckball faustet SuS-Keeper Florian Kalinowski den Ball weit aus dem Strafraum heraus. Doch Steffen Fellner steht nicht nur goldrichtig, sondern trifft den Ball auch noch so gut, dass der aus 25 Metern genau im rechten oberen Winkel des Hervester Tores zur Lembecker Führung einschlägt (6.).

Lembeck wird seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Allerdings nur bis zum Abschluss. Die Schützlinge von Trainer Patrick Rohrand vergeben in der Anfangsphase gleich mehrere gute Einschussmöglichkeiten.

Die jungen Lembecker bringen jede Menge Hallen-Erfolge aus ihrer Jugendzeit mit und sind deshalb klarer Favorit. Hervest weiß das und spielt dementsprechend defensiv. Auf der Hervester Bank füllen zwei Routiniers den dünnen Kader auf: Marco Roccaro und Dirk „Kelly“ Karwinski rechnen allerdings nicht mit einem Einsatz.

Eintracht Erle – SSV Rhade 5:0 (0:0)

Die Erler haben ihre Zielsetzung nach dem überraschend klaren Auftaktsieg revidiert. Statt „Schnell nach Hause“ heißt es jetzt in Anlehnung an die Überrascungs-Europameister von 1992 „Dänen zeigen wir’s!“

Und noch ein Schlag für Rhade: Marvin Schmickler trifft. Aber auf der falschen Seite – 0:5 (16.). SSV-Trainer Martin Trockel ist bedient: „Da hätt‘ ich ja besser zuhause bleiben können.“

Nächster Doppelschlag für Erle! Die Eintracht kontert Rhade klassisch aus. Diesmal trifft zuerst Schleking (14.), dann Wojtalla (15.).

Erle explodiert! Vom Anstoß weg kombiniert sich die Eintracht über vier Stationen zum 1:0 durch den flinken Felix Wojtalla (9.), und nur eine Minute später trifft Pascal Schleking zum 2:0 (10.).

0:0 zur Pause. Bis hier ein ziemlicher Langweiler.

Trockels Anwesenheit scheint seine Spieler aber zu lähmen. Beim SSV läuft nichts zusammen, doch zunächst kann Erle daraus kein Kapítal schlagen.

Die Eintracht hat bei den Hallenstadtmeisterschaften nicht gerade eine große Erfolgstradition. Dementsprechend locker geht die Truppe von Trainer Manuel Jakob das Turnier an. Rhade hat zudem den Lockdown recht aktiv betrieben. Außerdem ist Trainer Martin Trockel wegen des Reiseverbots erstmals seit vielen Jahren wieder bei den Stadtmeisterschaften dabei.

SV Dorsten-Hardt – SV Altendorf 1:2 (1:0)

Dabei bleit’s. Das Turnier hat seine erste Überraschung.

Die Entscheidung? Lukas Diericks trifft für die Hardt aus der Distanz nur die Latte, den Abpraller nimmt Konstanczak auf, legt quer, und Martschat schiebt 15 Sekunden vor Spielende zum 2:1 für Altendorf ein (16.).

Die Hardt drückt auf den Sieg. Altendorf kommt kaum noch aus der eigenen Hälfte. Noch zwei Minuten.

Berning muss sich schon wieder zusammenreißen: Christian Konstanczak trifft für den SVA nur den Pfosten (14.).

Florian Berning
Hin- und hergerissen: Der Hardter Physiotehrapeut Florian Berning spielte früher für Altendorf. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

Tor für Altendorf! Ganze 47 Sekunden sind in Halbzeit zwei gespielt, da gleicht Christian Martschat aus, indem er einen langen Ball aus der eigenen Hälfte mit dem Kopf entscheidend verlängert (9.). Der Hardter Physio Florian Berning springt kurz auf. Doch dann nimmt der Ex-Altendorfer wieder Platz auf der Hardter Bank.

Das ist auch der Halbzeitstand. Er stellt den Spielverlauf allerdings ein wenig auf den Kopf.

Die Hardter Oberliga-Connection hat zugeschlagen: Jannis Scheuch steckt durch zu Lukas Diericks, und der erzielt aus kurzer Distanz das 1:0 für den Favoriten (6.).

Auf dem Feld wird indes eines schnell deutlich: Die Altendorfer sind im Lockdown nicht umsonst 2500 Kilometer gelaufen. Sie pfeifen auf die drei Ligen Klassenunterschied und setzen die Hardter von Beginn an unter Druck. Allen voran: Trainer Christian Martschat, der im Winter offenbar wieder Idealgewicht erreicht hat und vor dem Hardter Tor ein ums andere Mal für Gefahr sorgt.

Beim SV Dorsten-Hardt konzentrieren sich die wenigen zugeschalteten Fans natürlich neben dem Spiel auch auf die Frage, wer die Nachfolge von Trainer Martin Stroetzel antritt. Interessante Kandidaten gibt es in der Video-Schalte allemal. Martin Schmidt gibt vor, lediglich für seine Talk-Abende in der Hertener Zechen-Kaue nach Kandidaten zu suchen; Marc Wischerhoff hält angeblich Ausschau nach interessanten Spielern und Jacky Lange hat sich, wie er sagt, einfach nur mal erklären lassen, wie das so funktioniert mit diesen Konferenzen am Computer.

BW Wulfen – BVH Dorsten 101 (0:0)

… trifft zum 1:1. Das ist dann auch der Endstand, und der geht auch vollauf in Ordnung.

Es ist ausgerechnet Maurice Dönnebrink. Der Ex-Holsterhausener, der im Sommer zurück zum Waldsportplatz kommt, kennt sein Gegenüber Marcel Czok natürlich genau. Er läuft an und …

Den Blau-Weißen läuft die Zeit davon. Da spielt der Schiedrsichter Schicksal: Ein umstrittenes Handspiel ahndet der Unparteiische fünf Sekunden vor Spielende mit einem Neunmeter. Doch wer tritt an?

Die Grün-Weißen beschränken sich in den letzten Minuten darauf, das Ergebnis zu verwalten. Wulfen fällt gegen den Knura-Catenaccio aber auch nicht viel ein.

Gesagt, getan. Der BVH führt! Allerdings durch ein Eigentor. Danny Lützner hat den Torriecher auf der falschen Seite ausgepackt (10.). Holsterhausen führt 1:0.

Die erste Halbzeit bleibt ereignisarm. Die Holsterhausener Alt-Internationalen Jürgen Nabrotzki und Klaus Keiner beklagen die passive Spielweise ihrer Mannschaft, auf Wulfener Seite geht es Manfred Badde und Hannes Jakschik nicht besser. Die vier verabreden sich zum Doppelkopf-Abend. Vielleicht wird es in Hälfte zwei ja besser.

Die erste Chance im Duell der 101-Jährigen hat der BVH. Jannis Schütter trifft aus der eigenen Hälfte nur die Latte des Wulfener Tores (2.). Von der Tribüne ruft Sascha Mahlitz: „Das hätte ich besser hingekriegt!“

Nun, zumindest laufen alle Spieler in den richtigen Trikots auf. Das ist ja schon mal was. Los geht’s!

Gleich das erste Spiel hat es in sich. Wer zieht sich nun eigentlich in welcher Kabine um? Und welcher Trainer sitzt auf welcher Trainerbank?

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Herzlich willkommen an den Bildschirmen, ob Computer oder Handy, zu unserem „Fast wie Liveticker“ von der Dorstener Hallenstadtmeisterschaft 2021! Corona hat uns vermeintlich fest im Griff. Aber wir schauen an diesem Wochenende einfach mal, was geht.

Ab 12 Uhr verfolgen wir die Duelle der heimischen Teams, die wir schließlich alle bestens kennen. Lassen Sie uns eintauchen in die Sporthalle der Gesamtschule Wulfen, in die Duelle David gegen Goliath, in die Kommentare von der Tribüne und die Zigarettenpause draußen vor der Tür. Viel Spaß!

Die Vorrunde am Samstag

Gruppe A: 1. SC BW Wulfen, BVH Dorsten, Eintracht Erle, SSV RhadeGruppe B: SV Dorsten-Hardt, SV Altendorf, SuS Hervst-Dorsten, SV SW Lembeck

Gruppe C: SV RW Deuten, TuS Gahlen, FC RW Dorsten

12.00h BW Wulfen – BVH

12.18h SV Hardt – SV Altendorf

12.36h Erle – Rhade

12.54h Hervest – Lembeck

13.12h Deuten – Gahlen

13.34h BVH – Erle

13.52h Altendorf – Hervest

14.10h Rhade – Wulfen

14.28h Lembeck – Hardt

14.46h Gahlen – Deuten

15.08h Wulfen – Erle

15.26h Hardt – Hervest

15.44h Rhade – BVH

16.02h Altendorf – Lembeck

16.20h Deuten – RW Dorsten

Die Endrunde am Sonntag

Gruppe A: SV Schermbeck (TV), 1. Gruppe A, 2. Gruppe B, 1. Gruppe C.

Gruppe B: SuS GW Barkenberg (Ausr.), 2. Gruppe A, 1. Gruppe B, 2. Gruppe C

12.00h Schermbeck – 1. Gr. A

12.18h Barkenberg – 2. Gr. A

12.36h 2. Gr. B – 1. Gr. C

12.54h 1. Gr. B – 2. Gr. A

13.12h Schermbeck – 2. Gr. B

13.30h Barkenberg – 1. Gr. B

13.48h 1. Gr. A – 1. Gr. C

14.06h 2. Gr. A – 2. Gr. C

14.24h 1. Gr. C – Schermbeck

14.42h 2. Gr. C – Barkenberg

15.00h 1. Gr. A – 2. Gr. B

15.18h 2. Gr. A – 1. Gr. B

Halbfinale

16.00h 1. Gr. A – 2. Gruppe B

16.18h 1. Gr. B – 2. Gr. A

Spiel um Platz drei 16.45h

Finale 17.03h

Über den Autor
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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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