Die Organisation der Sportlerehrung war aufwendig, sowohl technisch als auch mit Blick auf die Coronaschutzmaßnahmen. © Joachim Lücke
Dorstener Sportlerehrung

Das Fazit zur digitalen Sportlerehrung fällt rundum positiv aus

Die Veranstalter waren hochzufrieden, die Zahlen stimmten. Und trotzdem soll die digitale Dorstener Sportlerehrung nach Möglichkeit die letzte dieser Form bleiben.

Als die Live-Übertragung der Dorstener Sportlerehrung am Sonntag gerade beendet war, kamen die Macher der Veranstaltung in einer kurzen Konferenz-Schaltung noch einmal zusammen, und die Stimmung konnte schon fast euphorisch genannt werden.

Bürgermeister Tobias Stockhoff lobte alle Mitwirkenden für eine echte Teamleistung, Michael Lachs und Alexander Steffens, 1. und 2. Vorsitzender des Stadtsportverbandes, gaben das Kompliment gerne zurück und dankten Stockhoff für die technische und logistische Unterstützung der Stadt und für seine Rolle als Regisseur der Zoom-Konferenz.

Am Tag danach hatte sich an dieser positiven Stimmung nichts geändert. Im Gegenteil, rund 1300 Aufrufe des Livestreams auf dem YouTube-Kanal der Stadt sorgten zusätzlich für Zufriedenheit. „Das ist eine sehr gute Zahl“, freute sich Michael Lachs, „dafür, dass wir praktisch alle Laien auf diesem Gebiet sind, war das eine tolle Veranstaltung.“

Michael Lachs fühlte sich wie bei „Wetten, dass?“

Lachs gefiel dabei nicht nur das reibungslose Hin und Her zwischen den vier verschiedenen Stationen: „Ich kam mir vor wie bei der Außenwette von ,Wetten, dass?‘.“ Auch die Inhalte waren ganz nach dem Geschmack des SSV-Vorsitzenden: „Wie etwa ein Egon Kleine-Homann seine Sportart präsentiert hat, da hat man gemerkt, dass die Leute total mitgegangen sind.“

Bester und wichtigster Beweis dafür, dass auch bei dieser Form der Sportlerehrung die Emotionen nicht auf der Strecke blieben, sei Heinz-Georg Schulz gewesen. Der Vorsitzendes VfL Rot-Weiß Dorsten habe am Sonntag erst ganz allmählich realisiert, dass er in seinem Vereinsheim diesmal nicht nur als Gastgeber die Hauptperson sein sollte.

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Dorstener Sportlerehrung 2020

„Als sein 2. Vorsitzender sich sein Sakko überstreifte, schwante ihm allmählich etwas“, erzählte Michael Lachs am Montag. Danach sei Schulz „wie im Tunnel“ gewesen: „Tief drinnen hat er sich über diese Ehrung und die Anerkennung seiner Arbeit gefreut. Aber er wollte einfach nicht im Mittelpunkt stehen.“

Schulz sei aber sehr berührt gewesen: „Er hat wiederholt zum Taschentuch gegriffen. Und wenn wir nicht Corona hätten, hätte er am liebsten jeden umarmt. So hab‘ ich den Schorsch noch nicht erlebt“, sagte Lachs: „Wir haben auf jeden Fall den richtigen gewählt.“

Stockhoff kann sich weitere Schaltungen vorstellen

Und doch: Trotz dieses rundum gelungenen Verlaufs der digitalen Sportlerehrung hofft der Vorsitzende des SSV Dorsten, im nächsten Jahr wieder zur gewohnten Form der Veranstaltung zurückkehren zu können. Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigte sich indes offen für leichte Modifikationen: „Nachdem es technisch so reibungslos geklappt hat, könnte ich mir auch vorstellen, dass wir die Veranstaltung auch künftig durch Schaltungen nach außen aufpeppen.“

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner
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