Einen turbulenten Jahreswechsel erlebte der 1. SC Blau Weiß Wulfen. © Guido Bludau
Fussball

BW Wulfens Vorstand: „Es ist nicht schön“

Nachdem gleich fünf Spieler erklärt haben, dass sie Trainer Daniel Schikora im Sommer zum BVH folgen werden, gibt sich der Vorstand des 1. SC Blau Weiß Wulfen kämpferisch.

„Das ist natürlich nicht schön“, sagte BWW-Vorsitzender Dennis Pohlmann am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion. Einen Tag vor Weihnachten hatte Trainer Daniel Schikora erklärt, dass er im Sommer zum BVH Dorsten wechseln werde. Für ihn fanden die Wulfener mit BVH-Trainer Arek Knura schnell Ersatz. Doch inzwischen erklärten mit Danny Lützner, Sam Melenberg, Till Hohenhinnebusch, Harun Arik und Maurice Dönnebrink fünf Spieler, dass sie Schikora nach Holsterhausen folgen werden.

Nicht groß nachkarten

Über die zeitlichen Zusammenhänge will Dennis Pohlmann gar nicht viele Worte verlieren: „Es ist, wie es ist. Wir können es nicht ändern. Ich wüsste nicht, dass wir uns mit einem der Jungs überworfen hätten, und wir wünschen ihnen alles Gute.“

Nach Auffassung der Wulfener verhandelten einige Spieler bereits mit dem BVH, als auch noch die Gespräche mit Daniel Schikora liefen. Der sagt allerdings: „Als ich mich am 23. Dezember per Telefon von jedem Spieler persönlich verabschiedet habe, haben die ersten gesagt, dass sie dann mitkämen. Daraufhin habe ich gesagt, dass müsse ich erst mit dem BVH abklären und habe mit Robin Rodriguez von der Sportlichen Leitung gesprochen. Er hat sich dann mit den Spielern in Verbindung gesetzt.“

Dennis Pohlmann erzählt, das Ganze habe innerhalb seines Vereins rund um Weihnachten und den Jahreswechsel natürlich für Gerüchte und Unruhe gesorgt. Deshalb habe sich der Vorstand auch zu einer zügigen Veröffentlichung entschieden. Parallel laufen die Gespräche mit den übrigen Spielern weiter. „Wir haben natürlich auch schon Zusagen. Nach der Zusage von Arek Knura als neuem Trainer laufen die Gespräche mit allen Akteuren natürlich auch noch einmal in seinem Beisein“, erklärte der Vorsitzende.

Pohlmann gibt sich kämpferisch

Problematisch sei, dass es wegen Corona kein direktes Gespräch im Mannschaftskreis habe geben können. „Da wären einige Dinge vielleicht anders angesprochen worden“, glaubt Pohlmann. „Diese Wechsel bedeuten aber nicht den Untergang von Blau Weiß Wulfen. Wir arbeiten weiter. Es wird einen Umbruch geben, sicher. Aber der stand ohnehin auch mal an. Irgendwann ist halt die Zeit gekommen, sich zu trennen, auch wenn es um Spieler geht, die jahrelang Aushängeschilder des Vereins waren.“

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
Zur Autorenseite
Andreas Leistner

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.