Nils Franke (M.) könnte eigentlich noch in der A-Jugend spielen, ist aus der Startelf des BVH Dorsten aber kaum noch wegzudenken. © Ralf Pieper
Fußball

BVH-Coach lobt Nachwuchsspieler: „So ein Talent hat man nicht alle Tage“

Beim BVH Dorsten hat sich ein Spieler in den Vordergrund gespielt, den vor der Saison so ziemlich niemand auf dem Zettel hatte. Der Spieler könnte noch in der A-Jugend des BVH spielen.

Er ist das Ausnahmetalent beim Fußball-A-Kreisligisten BVH Dorsten: Nils Franke könnte noch in der A-Jugend spielen. Doch schon jetzt ist der 18-Jährige nicht mehr aus der ersten Mannschaft des BVH wegzudenken. Sein Trainer hält sich mit Lobeshymnen nicht zurück.

Bereits in der vergangenen Saison trainierte Nils Franke regelmäßig bei den Herren des BVH mit. Trainer Arek Knura sah ihn in der eigenen Jugend spielen. „Ich habe immer einen Blick auf die älteren Jugendmannschaften bei uns“, sagt er. Das Potenzial Frankes war nicht zu übersehen.

Der Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten

Nachdem Franke in den Trainingseinheiten in der vergangenen Saison zu überzeugen wusste, ließ Knura ihn im Sommer endgültig die Vorbereitung in der ersten Mannschaft absolvieren. Der Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten.

Alle fünf Spiele, die die Holsterhausener in dieser Saison bestritten, absolvierte Franke, der erst im September 18 Jahre alt wurde, von Beginn an. Und spielte – was noch viel bemerkenswerter ist – alle Spiele auch durch. Gegen Westfalia Gemen II erzielte er sogar sein erstes Tor im letzten Spiel des BVH vor der erneuten Pause in diesem Jahr.

Nils Franke läuft auf der Sechserposition, zentral vor der Abwehr, auf. Das ist ungewöhnlich. Gerade jüngere Spieler, die aus der Jugend kommen, werden von ihren Trainern oft erst auf den Außenpositionen eingesetzt. Dort können sie sich mehr Fehler erlauben, da diese auf außen nicht so schwer ins Gewicht fallen. Im Zentrum sieht die Situation anders aus.

Dort wird jeder Fehler bestraft. Macht Franke im Spielaufbau als Sechser einen Fehler, ist der Weg des Gegners zum Tor der Holsterhausener nicht weit. Aber das junge Talent macht diese Fehler eben nicht.

Laufstärke und Spielverständnis sind das große Plus

„Sein Spielverständnis ist für sein Alter außergewöhnlich“, lobt Arek Knura. „Er weiß immer, wann er sich vorne mit einschalten kann, aber auch, wann er mal hinten bleiben muss.“ Der Trainer hebt zudem die Zweikampfstärke seines Ausnahmespielers hervor. „So ein Talent hat man nicht alle Tage.“

Nils Franke selber ist bescheiden. Nach den Spielen spreche er mit vielen Leuten und hole sich konstruktive Kritik ab. „Oft bin ich noch zu hastig am Ball, da muss ich ruhiger werden“, sagt er. Viel lernen könne er vor allem von den älteren Spielern beim BVH. Der Sprung zu den Senioren war groß, das gibt er zu. „Da sind Spieler, die spielen schon seit Jahrzehnten Fußball spielen“, sagt er.

Seine Stärken sieht der 18-Jährige in seiner Laufstärke. „Ich versuche viel, meinen Mannschaftskollegen zu helfen.“ Franke glaubt, er habe sich bislang „gut geschlagen“ bei den Senioren.

Seit den Mini-Kickern spielt Franke, dessen Familie ebenfalls beim BVH zuhause ist, in Holsterhausen Fußball. Über Ambitionen, auch mal höherklassig Fußball zu spielen, macht sich der Schüler der Gesamtschule Schermbeck keine Gedanken: „Ich lasse das alles auf mich zu kommen.“

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