Dörthe Hoppius (r.) konnte ihre sportlichen Qualitäten am Wochenende nicht einbringen. © Sure
Fussball

Bundesligist fährt 860 Kilometer umsonst

Karl-Heinz Rummenigge fühlte sich verarscht, als der FC Bayern Freitag 7,5 Stunden auf seinen Abflug warten musste. Was er wohl gesagt hätte, wenn er wie der SC Sand 860 Kilometer umsonst gefahren wäre?

Eigentlich wollten die Frauen des SC Sand am Sonntag bei der SGS Essen ihre Aufholjagd in Sachen Klassenerhalt starten. Sechs Punkte hat das Team um die Dorstenerin Dörthe Hoppius bislang auf dem Konto, das ist nur der vorletzte Tabellenplatz. Doch Sand hat noch Kontakt zu den Teams auf den Nichtabstiegsplätzen und wollte nach einigen Transfers in der Winterpause angreifen.

Absage des Spiels bei der SGS Essen erfolgte spät

Doch am Sonntag musste Sand unverrichteter Dinge die Heimreise aus Essen antreten. Die Partie bei der SGS war wegen der anhaltenden Schneefälle und der Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt worden. 430 Kilometer Anreise umsonst.

„Dabei hatten wir uns natürlich gedacht, dass das Spiel ausfallen dürfte“, erklärte die Dorstenerin Dörthe Hoppius, die seit 2019 für den SC Sand spielt, im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch am Samstag sei dem SCS noch signalisiert worden, er solle unbedingt anreisen.

Ein Gutes hatte der Wochenendtrip für Dörthe Hoppius allerdings doch: Im Teamhotel durfte sie unter Coronaschutz-Bedingungen am Samstagabend Vater Michael treffen.

Die Rückfahrt am Sonntag gestaltete sich dann zunächst schwierig. „Aus dem Ruhrgebiet raus zu kommen, war schon nicht so leicht“, erzählte Dörthe Hoppius. Stau inclusive. Ein schlechtes Omen für die Aufholjagd, die der SC Sand als Vorletzter der Bundesliga-Tabelle eigentlich starten will? Der Stimmung im Bus nach zu urteilen nicht.

Hoppius stellt sich dem gewachsenen Konkurrenzkampf

Und auch Dörthe Hoppius kann mit der Verpflichtung von drei neuen Offensivkräften im Winter leben: „Das erhöht natürlich den Konkurrenzkampf auf meiner Position. Aber so ist nun mal das Geschäft, und außerdem haben wir ja auch zwei andere Stürmerinnen abgegeben.“

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
Zur Autorenseite
Andreas Leistner

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.