BSV-Geschäftsführer Holger Zarth (l.) und Hauptsponsor Heinz Schrudde (r.) begrüßten Neuzugang Willi Köhler (M.) beim BSV Wulfen. © Privat
Basketball

BSV Wulfen macht es offiziell: Köhler kommt

Bei der Vorstellung des neuen Spielers des BSV Wulfen war dessen Name am Montagabend keine Überraschung mehr. Neu war nur der Weg, auf dem der BSV den Neuzugang präsentierte.

Dass der Neuzugang, den der BSV Wulfen am Montagabend vorstellte, Willi Köhler heißen würde, war schon lange vorher klar. Zu eindeutig waren die Vorzeichen gewesen, als sich vergangene Woche die ersten Gerüchte um Köhlers Wechsel von der BG Dorsten zum Lokalrivalen rankten, zu wenig Dementi schwang schon da in den Äußerungen der BSV-Verantwortlichen mit. Als die BG Köhlers Weggang Ende der Woche bestätigte und der BSV für Montagabend die Vorstellung eines Neuzugangs ankündigte, war der Fall quasi offiziell.

Inhaltlich konnten die Wulfener also nicht viel Neues anbieten. Nach sieben Jahren bei der BG sind der 32-jährige Köhler, seine „technischen Daten“ wie 2,08 m Gardemaß sowie seine basketballerischen Fähigkeiten schließlich bestens bekannt. Allenfalls Köhlers Geburtsort Belgorod, 700 km südlich von Moskau und die Tatsache, dass er von dort als Zweijähriger mit seinen Eltern nach Deutschland zog, dürfte noch nicht jedem geläufig gewesen sein.

Genau wie die Hintergründe seiner Entscheidung zum Wechsel: „Ich hatte sechseinhalb schöne Jahre bei der BG, aber ich wollte noch einmal etwas Neues sehen, einen anderen Verein kennen lernen. Als meine Frau sagte, ich könne nächste Saison noch spielen und ich solle machen, wozu ich Lust hätte, kam die Sache ins Rollen.“ Unter anderem, weil Köhler beruflich Kontakt zu Wulfens Sportlichem Leiter Volker Cornelisen hatte. Der betonte am Montag ausdrücklich, dass er Köhler nicht aktiv abgeworben habe: „Wir haben nur geflachst, aber als sch heraus stellte, dass Willi in Dorsten noch nicht verlängert hatte und die Möglichkeit gegeben war, ihn zu verpflichten, da wäre es fahrlässig gewesen, das nicht weiter zu verfolgen.“

Johnson setzt auf erfahrenen Leader für junge Mannschaft

Cornelisen wie auch BSV-Trainer Gary Johnson versprechen sich viel von dem erfahrenen Neuzugang: „Er war ein Leader in Dorsten, und das soll er auch für unsere junge Mannschaft werden“, sagte der Sportliche Leiter.

Ehrgeiz genug bringt der neue BSV-Center mit: „Ich wechsle nicht hierhin, um die Play Offs zu verpassen“, sagte Köhler und nannte einen Platz unter den ersten Vier und einen anschließenden Run in den Play Offs als Wunschziel. Dafür trainiert er seit einigen Monaten drei- bis viermal die Woche mit Ex-BSV-Spieler und Personal Trainer Steffen Piechotta. „Willi ist momentan wohl der fitter als all seine Teamkollegen“, sagte BSV-Vorsitzender Christoph Winck.

Weitere Kaderplanung läuft

Welche das im Einzelnen sein werden, mochte Volker Cornelisen am Montag noch nicht sagen: „Wir sind für diesen Zeitpunkt schon recht weit und haben mit einigen Akteuren schon verlängert.“ Ein weiterer Neuzugang stehe vor der Vertragsunterzeichnung. Ob Willi Köhler mit Michael Haucke ein Center-Duo wie einst die Twin Towers Sampson und Olajuwon bilden werde, sei aber noch offen: „Nicht ausgeschlossen, aber auch noch nicht sicher.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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