Manuel Bojang (r.) und der BSV Wulfen trafen in Deutz am Samstagabend sehr schlecht. © Ralf Pieper
Basketball

BSV Wulfen erleidet in Deutz eine Bauchlandung

Dem gelungenen Saisonstart folgte für den BSV Wulfen am Samstag beim Deutzer TV eine böse Bauchlandung.

79:62 für Deutz – so leuchtete es am Samstag in Köln nach 40 Minuten von der Anzeigetafel. Doch eigentlich waren die BSV Münsterland Baskets Wulfen in ihrem zweiten Saisonspiel viel chancenloser, als es diese 17 Punkte Differenz aussagten.

Denn erst eine 14:4-Serie in den letzten fünf Minuten machte das Ergebnis für die Mannschaft von Trainer Gary Johnson noch ein wenig erträglicher. Vorher hatten sich die selbst ernannten „Kellerkinder“ aus Deutz kontinuierlich von den Wulfenern abgesetzt. 22:11 hieß es schon nach dem ersten Viertel, bis zum Seitenwechsel wuchs dieser Vorsprung auf 42:25, vor dem Schlussviertel führte Deutz 66:43 und fünf Minuten vor dem Ende gar 75:48. Das Wulfener Problem: Der BSV traf einfach nicht.

Nicht einmal ein Drittel der 66 Wurfversuche aus dem Feld hatte am Ende den Weg in den Deutzer Korb gefunden. 30,3 Prozent. Klassische Ausbeute einer Gastmannschaft, die in fremder Halle einfach nicht zurecht kam – und die auf eine Heimmannschaft traf, die in gewohnter Umgebung traumwandlerisch sicher spielte.

Deutz warf aus dem Feld nur einmal mehr als der BSV, traf aber 47,8 seiner 67 Versuche. Den Vogel schoss Christian Fröhlingsdorf ab, der acht von neun Würfen oder 88,9 Prozent traf. Auch auf Christoph Kunel (5 von 7, 71,4 Prozent) oder Julian Litera (4 von 5, 80 Prozent) konnten sich die Gastgeber in Sachen Abschluss verlassen, Wulfen dagegen suchte vergeblich nach einem Spieler, der dem Angriffsspiel hätte Sicherheit geben können. Vor allem die Dreier-Quoten sprachen Bände: Matej Silic (1 von 6), Bryant Allen (2 von 8), Nils Strubich (2 von 9) oder Manuel Bojang (1 von 6), ansonsten allesamt Spezialisten für diese Distanz, schossen allesamt die Lampen aus.

So nutzten den Gästen auch das Plus bei den Ballgewinnen (8 zu 4) oder die bessere Quote bei den Ballverlusten (12 zu 17) nichts.

Gary Johnson fehlte der richtige Einsatz

BSV-Trainer Gary Johnson war vor allem mit der ersten Halbzeit unzufrieden: „Da stimmte unser Einsatz nicht. Deutz ist natürlich eine eingespielte Truppe, die vor der Pause sehr hochprozentig getroffen hat. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, das noch aufzuholen, aber da war es im Grunde schon zu spät, denn Deutz hatte immer die richtige Antwort.“

  • Deutzer TV – BSV Wulfen 79:62 (42:25)
    BSV: Silic (10/1), Landwehr (2), Strubich (8/2), Allen (10/1), Bojang (13/2), Köhler (4), Korte (o.E.), Peters, Paskov (14/1), van Buer (1).
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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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