Drohen den Basketballern ausgerechnet in den Wintermonaten wieder geschlossene Hallen? © Leistner, Andreas
Basketball

„Bloß kein neuer Lockdown!“ – WBV-Präsident will weiterspielen

Droht dem Basketball zum zweiten Mal in Folge ein Saisonabbruch? Uwe Plonka, Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbandes, will das wenn eben möglich verhindern.

Der Norddeutsche Basketball-Verband hat seinen Spielbetrieb Anfang dieser Woche vorerst bis zum 31. Dezember eingestellt. An einen ähnlichen Beschluss denkt der Westdeutsche Verband (WBV) derzeit noch nicht.

„Wir haben unser Konzept ja vergangene Woche angepasst“, erklärte WBV-Vorsitzender Uwe J. Plonka am Dienstagvormittag im Gespräch mit unserer Redaktion. „Leider mussten wir dabei der Vorgabe des Deutschen Olympischen Sportbundes folgen und Trainer unter 3G-Bedingungen zulassen. Für alle Spieler ab 16 gilt bei uns aber 2G.“

Uwe J. Plonka, WestdeutscherBasketball-Verband
WBV-Präsident Uwe J. Plonka will einen erneuten Lockdown für den Basketball wenn eben möglich verhindern. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

So will der WBV den Spielbetrieb fortsetzen. „Wir wollen natürlich alles versuchen, um die Spieler zu schützen. Gegebenenfalls auch mit 2G+. Aber einen weiteren Lockdown wie im Vorjahr darf es nicht geben.“

MPK könnte erneute Bundesnotbremse beschließen

Natürlich müsse der WBV die Beschlüsse der Politik berücksichtigen. Die Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) tagt am Dienstag seit 13 Uhr. Am Morgen hatte das Bundesverfassungsgericht die Bundesnotbremse des Vorjahres für verfassungskonform erklärt. Deutliche Verschärfungen der aktuellen Coronaregeln wären damit möglich.

Der WBV-Vorstand wird die neue Lage nach der MPK bei einer Klausurtagung am kommenden Wochenende beraten. Uwe J. Plonka hofft aber, dass am Ende der Beratungen kein Saisonabbruch steht: „Der WBV ist mit seinem Management bislang recht gut durch die Krise gekommen. Sollten Geisterspiele beschlossen werden, müssten wir das akzeptieren. Wenn man allerdings Fußballspiele mit 50.000 Zuschauern wie in Köln sieht, fragt man sich schon nach der Verhältnismäßigkeit. Schließlich sind in unseren Hallen viel weniger Zuschauer bei den Spielen. Den Laden wieder ganz zu zu machen, wäre aber auf jeden Fall unangemessen.“

Auch der BSV Wulfen wartet MPK-Beschlüsse ab

Auch der BSV Wulfen will am Dienstag zunächst die Beschlüsse der Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) abwarten, bevor er weitere Maßnahmen für das Regionalliga-Derby gegen die BG Dorsten bekannt gibt. Das Spiel ist für kommenden Samstag (4. Dezember), 20 Uhr, in der Sporthalle der Gesamtschule Wulfen angesetzt. In Vor-Corona-Zeiten war die Halle zu diesem Duell mit 942 Zuschauern stets ausverkauft.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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