Beim BVH Dorsten richtet sich der Blick nicht nur auf die Fortsetzung der aktuellen Saison, sondern schon auf die kommende Spielzeit. © Bludau
Fussball

Beim BVH Dorsten stehen die Zeichen auf Abschied

Wann die Saison 20/21 weitergeht und wann sie endet, weiß beim BVH Dorsten keiner. Sicher ist dagegen, dass es dann Abschiede geben wird.

Der Vorstand des BVH Dorsten muss sich derzeit nicht nur über die Unterbrechung der aktuellen Saison Gedanken machen. Auch die Personalplanungen für die nächste Spielzeit sind schon jetzt im vollen Gange.

Arek Knura, BVH Dorsten
Arek Knura (M.) ist seit Sommer 2017 Trainer am Holsterhausener Waldsportplatz. © Andreas Leistner © Andreas Leistner

Vier Jahre lang hat Arek Knura am Waldsportplatz das Zepter als Trainer des BVH Dorsten geschwungen. Er hat den vom Vorstand geplanten Umbruch mitgetragen und umgesetzt und ist mit seiner jungen Truppe in dieser Saison noch ungeschlagen. Am Ende der Saison, das hat Knura dem Verein jetzt mitgeteilt, ist für ihn in Holsterhausen jedoch Schluss.

“Es waren vier schöne Jahre“

Der Trainer geht ohne Groll. „Ich habe mich beim BVH sehr wohl gefühlt. Wir haben unser Hauptziel, die Mannschaft zu verjüngen, erreicht und den Altersschnitt von über 30 auf 22 Jahre gesenkt. Es waren vier schöne Jahre, aber jetzt ist einfach der Zeitpunkt gekommen, dass die Mannschaft neue Impulse bekommt“, argumentiert er. Das hat Knura in seiner Trainervita auch anderswo so gehalten.

„Deshalb war ich auch nicht völlig überrascht“, sagte BVH-Vorsitzender Uli Canovi. Trotzdem sei Knuras Abgang „sehr schade. Arek ist ein Bombentrainer, auch als Mensch“.

Canovi ist zuversichtlich, guten Ersatz zu finden: „Es ist ja zum Glück früh genug.“ Allerdings sieht der Vorsitzende auch ein Problem: „Bis der neue Trainer die Mannschaft sehen kann, ist es vielleicht März. Das ist natürlich schwierig.“

Zudem muss der BVH auch noch den Posten des Sportlichen Leiters neu besetzen. Christian Reckmann legt dieses Amt ebenfalls zum Saisonende nieder. „Aus privaten Gründen habe ich künftig einfach nicht mehr die Zeit, viermal die Woche auf dem Platz zu sein“, erklärte er am Mittwoch.

“Keine leichte Entscheidung“

Genau wie bei Arek Knura habe es keinerlei Probleme gegeben: „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Zusammen mit Arek habe ich die heutige Truppe zusammengestellt. Aber als ich von Areks Entscheidung gehört habe, war das auch für mich der Anlass, darüber nachzudenken. Einen neuen Trainer einzuarbeiten, der von außerhalb kommt, könnte ich zeitlich einfach nicht leisten. Da ist es besser, wenn an seiner Seite auch ein neuer Sportlicher Leiter steht.“

Uli Canovi dankte auch Reckmann für die geleistete Arbeit und sein Engagement: „Auch bei Christian bedauern wir seine Entscheidung, aber wir haben auch volles Verständnis dafür.“

Einen neuen Trainerposten hat Arek Knura noch nicht in Aussicht: „Aber machen will ich schon was, wenn sich was ergibt. Ich bin halt fußballverrückt.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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