Gary Johnson, Trainer des BSV Wulfen, kann seiner Mannschaft mitteilen, dass am 6. März nicht wieder gespielt wird. © Joachim Lücke
Basketball

Basketballer planen Sommerliga – Restart am 6. März vom Tisch

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im März in der 1. Basketball-Regionalliga West ist vom Tisch. Geplant ist nun auch eine Sommerliga nach US-Vorbild.

Die für das erste März-Wochenende geplante Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 1. Basketball-Regionalliga West ist vom Tisch. Einen Tag vor der großen Zoom-Konferenz mit allen Vereinen des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) hatte das WBV-Präsidium mit Vertretern der 13 Regionalliga-Vereinen virtuell getagt.

Lothar Drewniok, Vizepräsident Spielbetrieb beim WBV, erhielt kaum Widerrede, als er den noch im Dezember angedachten Restart der Basketball-Regionalliga am 6. März verbal beerdigte. Niemand rechnet damit, dass die Vereine noch im Februar wieder mit dem Kontaktsport beginnen können, sodass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit dem achten Spieltag unmöglich erscheint.

Im Herbst hatten die Regionalligisten sieben Spieltage durchgeführt – Vereine wie der BSV Wulfen oder die Grevenbroich Elephants Corona-bedingt aber nur vier Spiele absolviert. Andere Clubs wie die BG Dorsten oder Spitzenreiter TV Ibbenbüren hingegen haben bereits sieben Spiele gespielt.

„War den Vereinsvertretern klar“

Nun bleibt „Plan B“ die Hoffnung in der höchsten Basketball-Spielklasse Nordrhein-Westfalens. Irgendwann nach Ostern sollen einige Nachholspiele ausgetragen werden, bevor in mehreren Playoff-Runden dann der Aufsteiger in die 2. Bundesliga ausgespielt wird. Diese Playoffs sind für den Mai und Juni vorgesehen – immer vorausgesetzt, die Pandemie lässt Hallenkontaktsport wieder zu.

„Dass wir keine komplette Hinrunde werden spielen können, war allen Vereinsvertretern klar“, sagt Christian Hinsken, der zusammen mit BSV-Geschäftsführer Holger Zarth und Trainer Gary Johnson für den BSV Wulfen am Online-Meeting teilgenommen hatte. „Wir wäre ja froh, wenn wir wieder kontaktloses Wurf- oder Individualtraining anbieten könnten.“

Basketballer sehnen sich nach Wettkampf

WBV-Präsident Uwe Plonka brachte eine „summer league“ nach US-Vorbild ins Gespräch. Denn in allen Mannschaften sehnen sich auch die Basketballer nach Wettkämpfen. Eine Sommerliga im Juli und August, wenn die Infektionszahlen wie vor einem Jahr im Keller sind und das Ansteckungsrisiko entsprechend gering, könnten die Erstregionalligisten zumindest wieder ihren Sport präsentieren.

Nicht nur Sponsoren und Fans sollen in der Sommerliga bedient werden. Die Teilnahme wäre aber nicht verpflichtend, Einfluss auf den Auf- oder Abstieg hätte diese Spielrunde nicht. Über den Landessportbund (LSB) will sich der WBV dafür einsetzen, dass in den Sommerferien 2021 die Sporthallen geöffnet sind. Die Stadt Dorsten hatte das – wie viele andere Kommunen auch – in 2020 bereits so umgesetzt.

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