Arek Knura, (M.), hier noch bei seinem Ex-Verein im Einsatz, möchte bei BW Wulfen als Vorbildfunktion vorangehen. © Andreas Leistner (Archiv)
Fußball

Arek Knura und die Vorbildfunktion – Zum Nachteil seines Stammtisches

Seit dieser Saison ist Arek Knura neuer Chefcoach bei BW Wulfen. Er berichtet von den ersten Eindrücken seiner Mannschaft und warum sein gewohnter Stammtisch in Zukunft vorerst flach fällt.

Seit etwa zehn Jahren steht Arek Knura nun schon als Trainer an der Seitenlinie. Eigentlich wollte er gar nicht mehr weiter machen und ein Sabbatjahr einlegen. Doch die Verantwortlichen von BW Wulfen haben ihn überzeugt. Jedoch zum Leidwesen seines langjährigen Stammtisches.

Ein weiteres Jahr Fußballtrainer, das hat der 40-Jährige bisher nicht bereut. Das liegt vor allem an seiner neuen Truppe. Denn seit der Vorbereitung auf die Saison laufen für Wulfen insgesamt 14 neue Spieler auf. „Wir haben einen riesen Umbruch in der Mannschaft. Einige aus der Zweiten und viele Junge Leute sind dazugekommen“, so der Übungsleiter.

Positive Erkenntnisse nach den ersten Wochen

Und auch die ersten Eindrücken seiner Spieler machen bei dem Fußballliebhaber Lust auf mehr. „Bisher sind wir sehr zufrieden. Die Testergebnisse zeigen, dass die Mannschaft bereits in Takt ist. Das passt alles, muss sich im Verlauf der nächsten Wochen aber natürlich noch weiter einspielen. Aber das Potential ist definitiv da“, so Knura.

Gerade bei der Zusammenstellung des neuen Kaders wurde mit Argusaugen darauf geachtet, dass die Chemie stimmt. So haben auch schon einige Team-Events stattgefunden. „Wir haben schon eine Kanutour gemacht. Auch die Frauen und Freundinnen der Spieler waren dabei, damit sich alle besser kennenlernen können. Und ein Mannschaftsabend, durfte ebenfalls nicht fehlen“, erzählt der Trainer vom Teambuilding.

Knura und die Prioritäten – Stammtisch muss weichen

Für das Ganze nimmt Knura auch privat Einiges in Kauf. Als er noch Coach des BVH Dorsten war, fand der Stammtisch von Knura und seinen Kumpels immer in der Vereinskneipe von Wulfen statt. Dies ist ab sofort jedoch Geschichte. Für Knura hat das einen ganz einfach Hintergrund.

„Ich trinken gerne ein bis zwei Bier mit der Mannschaft. Bis vier Uhr morgens losziehen, dass muss aber nicht sein. Durch meine Trainertätigkeit bei Wulfen habe ich nun auch eine gewisse Vorbildfunktion für die Jungs, der ich gerecht werden muss. Deswegen hat der Stammtisch jetzt den Nachteil, dass er woanders hin verlegt werden muss. Und bis wir etwas passenden gefunden haben, fällt er aktuell flach“, erzählt Knura.

Das sportliche Ziel immer fest im Blick

Vorbild sein ist das eine, Ehrgeiz als Trainer das andere. Denn wenn es um das Fußballerische geht, dann will Knura laut eigener Aussage immer gewinnen. Was am Ende der Saison dabei für sein Team herausspringt? „Wir wollen unter den ersten fünf Mannschaften mitmischen. In erster Linie sind der BVH Dorsten, TuS Gahlen und der TSV Raesfeld für mich die Top-Favoriten“, so Knura.

Abschließend fügt er hinzu: „Aber wir wollen einfach mal von Spiel zu Spiel schauen. Und gucken uns an, wie gut die Konkurrenz am Ende wirklich ist.“ Denn auch Knura hat in seiner neu formierten Mannschaft nicht nur junge Wilde, sondern auch einige erfahrene und gestandene Fußballer, die aus der Kategorie „absolute Führungsspieler“ kommen.

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