Der Bövinghauser Vereins-Boss Ajan Dzaferoski bei der Präsentation seines „Promi“-Neuzugangs Kevin Großkreuz vor knapp zwei Wochen. © Stephan Schuetze
Meinung

Wer gegen den Kevin-Großkreutz-Klub spielen will, soll bezahlen – geht‘s noch?

Die Vorstellung eines Testspiels gegen den neuen Verein von Kevin Großkreutz hat für die Fußballer des VfL Schwerte sicher ihren Reiz. Aber doch wohl nicht, wenn man dafür bezahlen muss.

Die Idee des VfL Schwerte hat Charme: Ein Testspiel gegen den TuS Bövinghausen soll es sein, wenn Corona dies irgendwann mal wieder zulässt. Als Revanche für die Klatsche vor rund 20 Jahren, hatten die VfLer mit ein bisschen Augenzwinkern in Richtung Bövinghausen geschrieben.

Dort ist BVB-Kultfigur Kevin Großkreutz mittlerweile aufgeschlagen, um nach dem Ende seiner Profikarriere noch ein bisschen mit Freunden zu kicken, wie er sagt. Jener Großkreutz, der als das größte Spiel seiner Laufbahn ein C-Jugend-Kreispokalspiel gegen den VfL Schwerte bezeichnet hat, in dem er 14 Tore geschossen haben will.

Allerdings darf man bezweifeln, dass es zu einem Spiel des Schwerter Bezirksligisten gegen den neuen Großkreutz-Klub kommt. Denn dessen Boss Ajan Dzaferoski hat unverhohlen angekündigt, Kapital schlagen zu wollen aus der Verpflichtung des Weltmeisters ohne WM-Spiel. Zu Testspielen auf fremdem Platz wolle man nur antreten, wenn man die Hälfte der Eintrittsgelder bekommt, sagt Dzaferoski.

Seine Argumentation: Wegen seines „Promi“-Neuzugangs kommen mehr Zuschauer, die auch mehr verzehren – davon müsse auch der TuS Bövinghausen profitieren. „Das soll überhaupt nicht arrogant wirken“, hat Dzaferoski noch gesagt.

Wirkt es aber. Denn nicht vergessen: Wir sprechen hier nicht von einem namhaften Bundesligisten, sondern von einem Dortmunder Vorortverein aus der Westfalenliga. Ein Verein aus der 6. Liga will also Geld dafür haben, dass man zu einem Testspiel gegen ihn antritt – geht’s noch?

Hoffen wir mal, dass der VfL Schwerte sich nicht auf solche Spielchen einlässt. Und andere Vereine bitte auch nicht.

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Michael Doetsch

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