Der in der Erin-Kampfbahn beheimatete SV Wacker Obercastrop bekommt nicht die Chance, noch um drei Punkte für seine dritte Mannschaft zu kämpfen. © Jens Lukas
Fußball

Wacker Obercastrop reagiert auf Urteil: Der Spieler ist kein Würger

Ein Kreisliga-C-Fußballer von Wacker Obercastrop III hatte nach einer Tätlichkeit beim VfL Herne eine lange Sperre bekommen. Gegen diese wehrte sich der SV Wacker.

Mitte September auf dem Ascheplatz beim VfL Herne: In der Kreisliga C1 steht es zwischen Herne und dem SV Wacker Obercastrop III kurz vor Schluss 3:3, ehe das Spiel nach einem tätlichen Angriff eines Wacker-Spielers, Keeper Muamer Bukvar, unmittelbar vor dem Abpfiff abgebrochen werden musste.

Vom Kreissportgericht wurde der Übeltäter in einem ersten Verfahren für 39 Spiele gesperrt. Der SV Wacker legte Berufung ein, das Bezirkssportgericht kassierte das Urteil ein und machte daraus zehn Spiele Sperre sowie vier auf Bewährung. Wacker-Geschäftsführer Onur Kocakaya vertrat seinen Verein bei dieser Sitzung und berichtete jetzt: „Es hat sich herausgestellt, dass alles nicht so hart war wie zunächst geglaubt. Unser Torwart hat den Herner Spieler, nachdem er von ihm nach einer Grätsche getroffen wurde, nicht mit beiden Händen gewürgt.“

39 Spiele Sperre wären unverhältnismäßig gewesen

So hatte sich vor dem Kreissportgericht noch das Geschehen dargestellt. Kocakaya: „Wir konnten das aber mit Aussagen belegen. Letztlich war es so, dass unser Keeper in der rechten Hand den Ball hatte und in der Erregung den Spieler mit der rechten Hand am Kinn nach oben gehoben hat.“

Da es sich bei der Kreisliga C1 um eine 14er-Staffel handele, wäre Bukvar dem Urteil des Kreissportgerichts zufolge für knapp anderthalb Spielzeiten gesperrt worden. Onur Kocakaya: „Das Sportgericht hat es wie wir gesehen. Das wäre am Ende nicht angemessen gewesen.“ Fünf der effektiv zehn Spiele Sperre hat Muamer Bukvar mittlerweile abgesessen. Kocakaya: „Der Richter hat mir erklärt, dass sich Muamer in den kommenden zwei Jahren nichts zu Schulden kommen lassen darf. Denn dann werden die vier Spiele zum Beispiel auf eine Rotsperre angehängt.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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