Der SV Wacker Obercastrop kann einen Spieler halten, der in der Vergangenheit auch Kapitän des Teams war. © picture alliance / dpa
Fußball-Westfalenliga

Wacker Obercastrop hat das Ja-Wort des Ex-Kapitäns

Sein Plan war, die Karriere im Sommer 2021 in der Westfalenliga ausklingen zu lassen. Doch wegen der langen Corona-Pause hängt ein Fußballer des SV Wacker Obercastrop noch ein Jahr dran.

Vor einem Jahr hatte ein langjähriger Fußballer des SV Wacker Obercastrop in einem Interview noch angedeutet, dass er nach dem Westfalenliga-Aufstieg seine Laufbahn ausklingen lassen möchte. Durch die Corona-Pandemie fiel das Vorhaben ins Wasser. Mit den bislang wenigen Einsätzen wollte er sich nicht verabschieden. Zumal er im Jahr 2022 sein „Zehnjähriges“ in Obercastrop feiern kann.

Fünf Einsätze bis zum November-Lockdown

Die Saison 2020/21 wurde nach dem siebten Spieltag unterbrochen, der seit Januar 32-Jährige Stefan Kitowski war davon bei fünf Spielen dabei. Nach Wochen des Überlegens hat der seit dem Sommer 2012 bei Wacker Obercastrop spielende Kicker seine Zusage für die Saison 2021/22 gegeben. Wackers Sportlicher Leiter, Alexander Wagener, übermittelte der Redaktion: „Ich bin mit der Entscheidung von Stefan sehr zufrieden, weil ich denke, dass er uns mit seiner Erfahrung und fußballerischer Qualität weiterhelfen kann und wird.“

Stefan Kitowski war bereits im Jahr 2012 für den SV Wacker Obercastrop am Ball. © Volker Engel © Volker Engel

Kitowski selbst sagte: „Ich habe es mir lange überlegt, aber so wollte ich natürlich nicht aufhören.“ Obwohl er die Vorbereitung auf die Saison komplett mitgemacht hatte, kam er nur sporadisch zum Einsatz, weil er durch zwei Urlaubsreisen fehlte.

Das ist Stefan Kitowski

  • Stefan Kitowski ist am 7. Januar 1989 in Castrop-Rauxel geboren. Seit neun Jahren spielt er beim SV Wacker Obercastrop. Er wohnt heute in einer 120 Quadratmeter großen Wohnung in Herne am Gysenberg.
  • Seine Fußball-Karriere startete der als schlitzohrig geltende Mittelfeldspieler bei den Minikickern des FC Frohlinde. In der Jugend stehen in seinem Vereinsnachweis Spvg Schwerin, VfL Bochum, bei den Senioren Schwerin und der SuS Merklinde.
  • Seit dem Sommer 2012 ist er ein fester Bestandteil der ersten Obercastroper Mannschaft. Er hat viele Aufstiege und Meisterschaften – auch in der Halle – gefeiert. Beruflich ist der Kicker als Supply-Chain-Manager für eine große Firma unterwegs.
  • Am 11. Juli 2020 hat Stefan Kitowski im ostfriesischen Wangerland seine Partnerin Leonie geheiratet. Als Gast war auch seine Freund und Kapitän Moritz Budde dabei, mit dem er oft Läufe durch den Gysenberg unternimmt.

Lediglich beim 0:1 gegen den TuS Iserlohn war er über die volle Spielzeit auf dem Platz. In den Wochen davor wurde er beim 0:0 beim TuS Hordel (zur 75. Minute) und beim 1:0 gegen den SV Hohenlimburg (62.) eingewechselt. Nach seiner zweiten Ferienreise kamen zwei Kurzeinsätze gegen Hagen (2:0/69.) und Schüren (2:0/70.) dazu. Damit will sich der Mittelfeld-Renner, der schon oft die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führte, nicht zufriedengeben.

Zumal Stefan Kitowski in naher Zukunft durch die Corona-Pandemie keine Besserung sieht: „Es ist eine blöde Zeit und schwierig, die Motivation nur für Training aufrechtzuhalten. Wann es weitergeht, weiß doch niemand.“

Nach seiner langen Fußballer-Laufbahn möchte er nun in der kommenden Westfalenliga-Saison 2021/22 seine Karriere in der ersten Mannschaft ausklingen lassen. Aber auch danach wird für ihn noch kein Schluss sein in der Erin-Kampfbahn. Stefan Kitowski und sein Freund und Spielführer Moritz Budde – auf dessen Zusage Alexander Wagener noch wartet – haben ein neues Projekt an der Karlstraße vor Augen.

Geplant ist mit ehemaligen Mitspielern, die noch „woanders kicken“, die zweite Mannschaft (Kreisliga B) von Wacker Obercastrop zu verstärken. Kitowski sagte dazu: „Wir wollen nicht mehr dreimal pro Woche trainieren müssen, aber auch noch nicht ganz mit dem Fußball aufhören.“ Aber alles beim SV Wacker Obercastrop, dem Verein, den er seine Fußball-Heimat nennt.

Dorthin ging er 2012, als er nach einem zwei-jährigen Engagement beim SuS Merklinde wieder zur Spvg Schwerin zurückgekehrt war. Bei den Blau-Gelben hatte „Kitte“ (Spitzname) nach der Jugend schon ein Seniorenjahr absolviert. Nach Obercastrop ging es dann wegen des Trainers. Toni Kotziampassis, der von Merklinde zum SV Wacker wechselte. Der Coach ist schon lange woanders (heute beim ASC Dortmund), Kitowski ist geblieben.

Lange ist es her, dass der in der Nähe vom Herner Gysenberg wohnende Kicker bei den Minikickern des FC Frohlinde seine ersten Fußball-Schritte unternahm. Beim VfL Bochum spielte er als B-Jugendlicher in Deutschlands höchsten Gefilden.

Es ging zurück nach Schwerin und Merklinde, bis er eben bei Wacker Obercastrop landete. Dort hat er viele Erfolge gefeiert und ist eben nach eigener Aussage „heimisch geworden“.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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