An zwei der bislang drei Landesliga-Spieltage hatten Marcel Herder (r.) und der FC Frohlinde das Pech, dass sie in den Schlussminuten sicher geglaubte Siege aus der Hand gaben und sich mit Unentschieden begnügen mussten. © Volker Engel
Fußball-Landesliga

Vier Punkte futsch in fünf Minuten: Kann FC Frohlinde nicht 90 Minuten spielen?

Ob schon jemand auf den Gedanken gekommen ist, einen Antrag für den FC Frohlinde in der Fußball-Landesliga auf eine kürzere Spielzeit zu stellen? Am Ende kosteten zuletzt fünf Minuten in Summe vier Punkte.

Der FC Frohlinde hat an den ersten drei Landesliga-Spieltagen in zwei Spielen vier Punkte kurz vor dem Schlusspfiff verloren. Da könnte doch der Gedanke aufkommen, dass den FCF-Fußballern vor der 90. Minute die entscheidende Kraft und Konzentration ausgehen.

Frohlinde kassiert in zwei Spielen Gegentore in der 87. und 89. Minute

Wenn die Spiele drei sowie zwei Minuten früher abgepfiffen worden wären, würde der FC Frohlinde vier Punkte mehr auf dem Konto besitzen. Auch wenn die Tabelle im Frühstadium der Saison keine Aussagekraft hat, würden die Mannen von der Brandheide mit Erle, Hombruch und Wattenscheid (mit je sechs Punkten) im vorderen Mittelfeld ein besseres Bild abgeben.

Zum Saisonbeginn gegen den SV Brackel fiel das 2:2 in der 87. Minute. Zwei Punkte waren weg. Zwei Minuten später ging der Dreier im Heimspiel gegen die SG Welper flöten. Nach dem 2:1 (80.) durch Lukas Kothe glich Welper in der 89. Minute aus. Wieder waren die Zähler futsch für die Mannschaft des Trainer-Duos Jimmy Thimm/Daniel Diaz.

FCF-Coach Thimm musste lachen, als ihm der Reporter unserer Redaktion die Idee von verkürzter Spielzeit schilderte. „Das hätte uns tatsächlich in den Momenten geholfen.“ Thimm sagte aber auch: „Wir haben im Kollektiv die Schlussphase verschlafen. Da müssen wir alle cleverer sein.“ Insbesondere nach dem Welper-Spiel sei diese „Schlafphase“ beim Training intensiv aufgearbeitet worden.

Obwohl einiges mit Pech, fragwürdiger Schiedsrichter-Regelauslegung und vergebenen Chancen zu tun gehabt habe. Es ist noch früh genug, den Finger in die Wunde zu legen. So sieht es der FCF-Trainer: „Am zehnten Spieltag wäre das schon zu spät.“ Der Coach weiß auch, dass die Misere mit Fitness und Konzentration zu tun hat. „Wir dürfen nicht nachlassen. Alle müssen bis zum Abpfiff hellwach sein.“

Dass dieses Thema nicht nur den FC Frohlinde betrifft, sieht man auf vielen anderen Plätzen und Ligen. Zwei Beispiele vom dritten Spieltag hatte Jimmy Thimm selbst parat. So erzielte der Hombrucher SV das 1:0-Siegtor durch Mark Bednarek gegen den SV Brackel in der 86. Minute. SuS Kaiserau gelang das späte 3:2 gegen den SV Hilbeck in der 81. Minute.

Die Frohlinder lassen sich von der Ergebnis-Krise nicht aus der Ruhe bringen. Thimm sagte weiter: „Wir haben eine tolle Truppe und arbeiten daran, dass das in Zukunft mit so späten Gegentoren nicht mehr passiert.“ Ob es funktioniert, werden die Fans am Sonntag, 19. September, ab 15.15 Uhr beim Kirchhörder SC begutachten können. Eine gute Nachricht: Abdul Kader Abduglel, der spät für Kothe ins Spiel kam (85.), hat nach einer Knie-Attacke des Welper-Torhüters keinen Nasenbeinbruch erlitten.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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